Asklepios - Globale Indikationen

Krankheitsbilder

Hirntumore

Entstehung

Symptome

Diagnose

Therapie

Was Sie tun können

Überblick

 Hirntumore können von unterschiedlichen Gewebeanteilen des Gehirns ausgehen: von Hirngewebe selbst, den Hirnhäuten, den Hirnnerven oder der Hirnanhangsdrüse. Der Zellvielfalt im Gehirn entsprechend, treten unterschiedliche, überwiegend gutartige Tumorarten in Erscheinung.

Bei Kindern und Erwachsenen häufen sich unterschiedliche Tumorarten. Insgesamt erkranken jedes Jahr in etwa 15 von 100000 Menschen neu an einem Hirntumor.

Alter  Tumorarten Ursprung Ort

Kindes und Jugendliche
(bis 20 Jahre)







Medulloblastom
(sehr bösartig)

aus nicht spezialisierten Zellen mit Anteilen vonn Nerven- und Stützzellen

Kleinhirn
Pilozytisches Astrozytom
(gutartig)
aus sternförmigen Zellen des Hüll- und Stützgewebes überwiegend Kleinhirn

Ependymom
(meist gutartig)

aus Zellen, die das flüssigkeitsgefüllte Hohlraumsystem im Gehirn auskleiden

Hohlraum-system
Gliom des Hirnstamms
(gut- bis bösartig)
aus Zellen des Hüll- und Stützgewebes Hirnstamm
Kranio-pharyngeom
(gutartig)
aus embryonalem Restgewebe, aus dem auch Anteile des Darmes enstehen Zwischenhirn
Teratom
(gutartig)
aus verbliebenen Keimzellen überwiegend Zirbeldrüse
Germinom
(bösartig)
aus verbliebenen Keimzellen überwiegend Zirbeldrüse
20. - 50. Lebensjahr 

Astrozytom
(gut- u. bösartige Formen

aus sternförmigen Zellen des Hüll- und Stützgewebes Großhirn
Oligodendro-gliom
(meist gutartig)

aus Zellen des Hüll- und Stützgewebes

überwiegend Großhirn
Hämangio-blastom
(gutartig)
überwiegend aus Blutgefäßzellen überwiegend Kleinhirn
Über 50. Lebensjahr


Glioblastome
(bösartig)
aus Zellen des Hüll- und Stützgewebes überwiegend Großhirn
Meningeome
(meist gutartig)
aus Zellen der Hirnhäute Hirnhäute
Neurinome
(meist gutartig)

aus Zellen der Nervenscheiden

überwiegend im Bereich des Hörnerven-Ursprungs
Hypophysen-adenome
(gutartig)
aus Zellen der Hirnanhangsdrüse Hirnanhangs-drüse

Häufig siedeln sich im Gehirn auch Tochtergeschwülste (Metastasen) anderer Krebserkrankungen an, vor allem von Lungen-, Brust-, Nieren- und Hautkrebs.


EEG zur Diagnostik eines Hirntumors

Wie entstehen Hirntumore?

 Die Ursachen sind weitgehend unbekannt. Bei bösartigen Hirntumoren entartet eine Zelle im Gehirn, die sich unkontrolliert vermehrt. Anders als Krebs anderer Organe, siedeln bösartige Hirntumore selbst allerdings meist keine Metastasen ab.

Einige Faktoren spielen in unterschiedlichem Ausmaß eine Rolle bei der Entstehung von Hirntumoren:

  • Vererbung: Bei einigen Erbkrankheiten, z.B. der Neurofibromatose, treten Hirntumore häufiger auf.
  • hormonelle Faktoren: Tumore der Hirnanhangsdrüse und Meningeome wachsen u.a. unter hormonellem Einfluss
  • Fehlentwicklungen: Gewebeanteile folgen nicht dem vorprogrammierten Fahrplan und wachsen an falscher Stelle, z.B. beim Kraniopharyngeom.
Welche Symptome verursachen Hirntumore?

 Da im knöchernen Schädel nur wenig Platz zur Verfügung steht, verdrängen und zerstören wachsende Tumore gesundes Hirngewebe. So können auch an sich gutartige Tumore zu schweren Beeinträchtigungen führen. Häufige Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • morgendliches, schwallartiges Erbrechen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Krampfanfälle
  • Lähmungserscheinungen

Diese Beschwerden können jedoch auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten: Nicht jeder Kopfschmerz muss durch einen Hirntumor hervorgerufen werden! Unbedingt untersucht werden müssen Krampfanfälle, die sich nach dem 20. Lebensjahr einstellen. Sie sind immer verdächtig auf einen Hirntumor.

Seite 2 gruenerpunkt

gruenerpunkt zurück