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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Frühkindlicher Hirnschaden |
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| Überblick |
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Als frühkindlicher Hirnschaden wird eine Schädigung des Zentralnervensystems zwischen dem sechsten Schwangerschaftsmonat und dem dritten bis sechsten Lebensjahr bezeichnet. Häufigste Ursache ist Sauerstoffmangel während oder unmittelbar nach der Geburt. Als Folge können verschiedene Hirnfunktionen dauerhaft beeinträchtigt sein. Die Folgen reichen von Verhaltensauffälligkeiten über eine so genannte "minimale zerebrale Dysfunktion" bis hin zu schweren spastischen Lähmungen und Krampfleiden.
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| Wie entstehen frühkindliche Hirnschäden |
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Am häufigsten führt Sauerstoffmangel während oder unmittelbar nach der Geburt zu einer Hirnschädigung. Diese Form eines Hirnschadens, bei der Bewegungsstörungen im Vordergrund stehen, wird auch als "infantile Zerebralparese" bezeichnet.
Weitere Ursachen können sein:
- Hirnblutungen
- Hirn- oder Hirnhautentzündungen
- schwere Neugeborenengelbsucht
- Schädel-Hirn-Verletzungen
- Schädigungen während der Schwangerschaft
Welche Schäden zu erwarten sind, hängt vor allem vom Reifegrad des Gehirns ab, weniger von der Art der Schädigung. Die Erkrankung betrifft immer den gesamten Körper, wobei bestimmte Bereiche stärker beeinträchtigt sein können als andere, häufig z.B. die Beine. |
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| Wie machen sich frühkindliche Hirnschäden bemerkbar? |
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Beim Neugeborenen können fehlende Spontanbewegungen und eine Überstreckung von Rücken und Kopf auf eine Hirnschädigung hinweisen. Erst mit zunehmender Reife des kindlichen Gehirns treten Störungen der motorischen, intellektuellen und psychischen Entwicklung deutlich in Erscheinung, wobei deren Ausmaß im Einzelfall nicht vorhersagbar ist.
Typische Symptome sind
- herabgesetzte Muskelspannung/Lähmungen, erhöhte Muskelspannung bei willkürlichen Bewegungen (Spastik); oft Spitzfußstellung
- unwillkürliche Bewegungen der Extremitäten
- gestörte Muskelkoordination, beispielsweise beim Sprechen
- Krampfanfälle treten bei 30% aller Erkrankten auf, bei einem Teil der Betroffenen erst im Jugendlichenalter.
- häufig Entwicklungsverzögerungen, vor allem der Sprache
- geistige Behinderung droht vor allem Kindern, die an allen vier Extremitäten Lähmungen aufweisen.
Weniger ausgeprägte Symptome einer frühkindlichen Hirnschädigung betreffen vor allem Hirnleistungen und Verhalten und werden häufig erst im Schulalter bemerkt, wenn die Kinder durch Unruhe, mangelnde Aufmerksamkeit und durch "Teilleistungsschwächen" auffallen. |
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| Wie wird die frühkindliche Hirnschädigung erkannt? |
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Wie wird die frühkindliche Hirnschädigung erkannt? Im Vordergrund der Diagnostik steht neben der Erhebung der Krankengeschichte mit Angaben zu Schwangerschaft, Geburt und bisheriger Entwicklung vor allem eine genaue neurologische Untersuchung. Sie berücksichtigt den Entwicklungszustand des Kindes und sollte von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden.
Weitere Untersuchungen:
| Untersuchung |
Aussage |
| Ultraschalluntersuchung |
weist bei Neugeborenen Blutungen und andere Defekte im Gehirn schonend nach
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| Kernspintomographie, Computertomographie |
typische Veränderungen bei Kindern mit infantiler Zerebralparese |
| Elektroenzephalogramm (EEG) |
dient dem Nachweis von Krampfanfällen bzw. Epilepsie
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| Wie werden die Kinder behandelt? |
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Möglichst frühzeitig sollte eine gezielte Krankengymnastik begonnen werden, bevor sich krankhafte Bewegungsmuster und Muskelverkürzungen eingestellt haben. Dazu werden verschiedene physiotherapeutische Methoden angewendet, u.a. die nach Bobath oder Vojta.
Bei der Bobath-Methode unterstützt der Therapeut die "richtigen" Bewegungen der gesunden und kranken Körperregion und entwickelt neue Bewegungsmuster. Bei der Vojta-Methode werden reflexartige Bewegungen durch Reizung zugehöriger Auslösungszonen aktiviert. Dadurch sollen krankhafte in "normale" Bewegungsmuster umgeleitet werden.
Weitere Therapieverfahren (Auswahl):
- Wahrnehmungstraining
- Beschäftigungs- und Werktherapie (Ergotherapie)
- logopädische Behandlung
Seh- und Hörstörungen können durch Hilfsmittel korrigiert werden. Spastische Muskelverkürzungen können mit Injektion von Botulinum-Toxin behandelt werden; im Einzelfall sind Operationen notwendig. |
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| Was Sie tun können |
Sie können als Eltern eines Kindes mit frühkindlichem Hirnschaden Verlauf und Ausgang der Erkrankung entscheidend mit beeinflussen! Sowohl die körperliche als auch die intellektuelle und psychische Entwicklung des Kindes hängen nicht unwesentlich davon ab, wie Sie mit dem Kind und seiner Behinderung umgehen. |
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