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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Koronare Herzerkrankung |
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| Überblick |
Vor dem Herzinfarkt - häufigste Todesursache in Deutschland - steht die koronare Herzerkrankung. Verengungen der Herzkranzgefäße führen dazu, dass Gebiete des Herzmuskels schlecht durchblutet und daher nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Die Erkrankung verläuft schleichend und tückischerweise treten Beschwerden erst auf, wenn Gefäße zu mehr als 70 Prozent eingeengt sind. |
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 Herzkatheter-Untersuchung
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| Wie entsteht die koronare Herzerkrankung? |
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Die gefährlichen Engstellen der Herzkranzgefäße entstehen durch Ablagerung von Blutfetten und weißen Blutkörperchen an der Gefäßinnenwand, der Atherosklerose. Nimmt der Durchmesser der Gefäße im Verlauf der Erkrankung ab, versiegt langsam die Versorgung des Herzens mit Blut. Verstopft schließlich ein kleines Blutgerinnsel ein Gefäß ganz, spricht man von einem Herzinfarkt.
Zu den Risikofaktoren, die an der Entstehung der Erkrankung beteiligt sind, zählen:
- männliches Geschlecht, höheres Lebensalter
- familiäre Belastung: Herzinfarkt in der Familie vor dem 55. Lebensjahr, erbliche Veränderungen von Fettstoffwechsel und Blutgerinnung
- Rauchen
- Zuckerkrankheit
- erhöhter Cholesterinspiegel (vor allem das LDL-Cholesterin)
- Übergewicht
- mangelnde körperliche Bewegung
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| Wie macht sich die Erkrankung bemerkbar? |
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Das mit Abstand wichtigste Symptom ist der Schmerz und ein Engegefühl im Bereich des Brustkorbs - daher der lateinische Name "Angina pectoris".
Kennzeichen im Anfangsstadium der Erkrankung ("stabile" Angina pectoris):
- Schmerz, Enge- oder Druckgefühl vor allem bei körperlicher Belastung, aber z.B. auch nach einer üppigen Mahlzeit, bei Stress oder bei Heraustreten in die Kälte.
- Typischerweise strahlt der Schmerz in den linken Arm, den Hals und den Unterkiefer aus; aber auch Rücken oder Oberbauch können betroffen sein.
- Bei körperlicher Entlastung lässt der Schmerz innerhalb weniger Minuten nach
Im fortgeschrittenem Stadium ("instabile" Angina pectoris) treten Schmerzen auch in Ruhe und nachts auf; die Anfälle werden häufiger und dauern länger |
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| Wie wird die Erkrankung festgestellt? |
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Die Schilderung der Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt stehen zunächst im Vordergrund. Besteht der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung, werden weitere Untersuchungen vorgenommen:
| Untersuchung |
Aussage
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| Elektrokardiogramm (EKG) |
weist auf einen Sauerstoffmangel des Herzmuskels hin, vor allem unter gleichzeitiger Belastung, z.B. auf einem Fahrradergometer |
| Echokardiographie |
Herzultraschall-Untersuchung erlaubt Beurteilung der Herzfunktion; auch unter Belastung möglich |
| Myokardszintigraphie |
unterschiedliche Anreicherung eines radioaktiv markierten Stoffs ermöglicht direkte Beurteilung der Durchblutung einzelner Herzabschnitte |
| Herzkatheter-Untersuchung (= Koronarangiographie) |
diagnostischer "Goldstandard", da durch das Einspritzen von Kontrastmittel in Herzkranzgefäße Engstellen sehr gut sichtbar werden |
| Laboruntersuchungen |
liefern Hinweise auf Begleiterkrankungen und Risiken |
Magnetresonanztomographie und Elektronenstrahl-Tomographie sind moderne Diagnoseverfahren, deren zukünftige Einsatzmöglichkeiten derzeit geprüft werden. |
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| Wie wird die koronare Herzerkrankung behandelt? |
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Ziel der meist lebenslang notwendigen Behandlung ist, das Risiko für einen späteren Herzinfarkt zu senken. Dies geschieht umso effektiver, je entschiedener der Betroffene seinen Lebensstil ändert und vorhandene Risiken abbaut.
Zusätzlich werden in der Regel Medikamente einzeln oder in Kombination eingesetzt:
| Medikament |
Wirkung
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Nitrate |
entlasten das Herz, in dem sie den Blutrückstrom zum Herzen verlangsamen und Herzkranzgefäße erweitern; auch im Notfall einsetzbar ("Nitro-Spray")
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| Beta-Rezeptorblocker |
senken die Herzfrequenz und verringern die Herzarbeit
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| Acetylsalicylsäure |
verhindert die Verklumpung von Blutplättchen an der arteriosklerotischen Gefäßwand
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| Kalzium-Antagonisten |
wirken gefäßerweiternd und verringern den Sauerstoffbedarf des Herzens |
Manchmal kann das Herzkranzgefäß über einen Ballonkatheter im Rahmen einer Herzkatheter-Untersuchung aufgeweitet und eine Gefäßstütze ("Stent") eingebracht werden. Liegen bestimmte Formen von Verengungen der Herzkranzgefäße vor, werden diese operativ mit einem oder mehreren Bypässen überbrückt.
Bei einem akuten Angina-pectoris-Anfall gilt es vor allem Ruhe zu bewahren. Der Betroffene sollte sich mit erhöhtem Oberkörper hinlegen und, falls zur Hand, sein Notfallmedikament ("Nitro-Spray") sofort einnehmen. Wenn die Beschwerden über mehrere Minuten bestehen bleiben, muss ein (Not-) Arzt hinzugezogen werden. |
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| Was Sie tun können |
- Nehmen Sie jedes Warnsignal Ihres Herzens ernst!
- Entlasten Sie Ihr Herz! Schädigen Sie es so wenig wie möglich, indem Sie sich einen gesunden Lebensstil zu eigen machen:
- Geben sie das Rauchen ganz auf - Ernähren Sie sich fett- und cholesterinarm - Bauen Sie Übergewicht ab - Bewegen Sie sich mind. 30 bis 60 Min. pro Woche
- Nehmen Sie die verordneten Medikamente zuverlässig ein und besprechen Sie alle Beschwerden und Probleme mit Ihrem Arzt.
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