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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Herzinfarkt |
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| Überblick |
An Herzinfarkt versterben in Deutschland so viele Menschen, wie an keiner anderen Krankheit. Bei einem Infarkt verschließt sich ein Herzkranzgefäß plötzlich. Daraufhin wird das Herzmuskelgewebe hinter dem Verschluss nicht mehr durchblutet und erhält aus diesem Grund keinen Sauerstoff . In welchem Ausmaß der Infarkt das Leben des Betroffenen bedroht, hängt weitgehend davon ab, wie viel Herzmuskelgewebe durch das Ereignis abstirbt und wie schnell Hilfe zur Stelle ist. |
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 Herzkatheter-Untersuchung
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| Wie entsteht der Herzinfarkt? |
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Der Herzinfarkt entsteht auf dem Boden der koronaren Herzkrankheit. Dabei kommt es durch Ablagerung von Blutfetten und weißen Blutkörperchen an der Gefäßinnenwand (Atherosklerose) zu gefährlichen Engstellen an den Herzkranzgefäßen. Langsam verschlechtert sich die Versorgung des Herzmuskels mit Blut und Sauerstoff, bis schließlich ein kleines Blutgerinnsel ein Gefäß ganz verstopft. Man spricht dann von einem Herzinfarkt.
Zu den Risikofaktoren, die an der Entstehung des Herzinfarktes beteiligt sind, zählen:
- männliches Geschlecht, höheres Lebensalter
- familiäre Belastung: Herzinfarkt in der Familie vor dem 55. Lebensjahr, erbliche Veränderungen von Fettstoffwechsel und Blutgerinnung
- Rauchen
- Zuckerkrankheit
- erhöhter Cholesterinspiegel (vor allem das LDL-Cholesterin)
- Übergewicht
- mangelnde körperliche Bewegung
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| Wie macht sich die Erkrankung bemerkbar? |
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Ein Herzinfarkt ereignet sich meist plötzlich aus körperlicher Ruhe heraus, oft in den frühen Morgenstunden oder in der zweiten Nachthälfte.
Typische Beschwerden sind:
- stärkster Schmerz oder Druckgefühl hinter dem Brustbein, der nach Einnahme des Notfallmedikaments oder nach körperlicher Entlastung nicht aufhört
- Ausstrahlung bis in Schultern, Rücken, Unterkiefer und typischerweise in den linken Arm
- Atemnot, Schwindel und Schweißausbrüche
- Übelkeit oder Erbrechen
- Blässe und Herzrasen, evtl. Kreislaufkollaps und Schock
- starkes Angstgefühl bis hin zur Todesangst
Ein Viertel der Patienten, in erster Linie Diabetiker, erleiden einen so genannten "stummen Infarkt". Sie verspüren keinerlei Symptome. Der Infarkt macht sich nur durch Folgeprobleme bemerkbar oder wird zufällig bei einer Untersuchung entdeckt. |
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| Wie wird die Erkrankung festgestellt? |
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Der Arzt vermutet den Herzinfarkt aus der Schilderung der typischen Beschwerden. Nach einer kurzen körperlichen Untersuchung sichert er rasch die Diagnose.
| Untersuchung |
Aussage
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| Elektrokardiogramm (EKG) |
liefert erste sichtbare Zeichen des Herzinfarktes; mithilfe des EKG-Musters lässt sich erkennen, welches Herzareal betroffen ist |
| Laboruntersuchungen |
weisen nach, dass Herzgewebe zugrunde gegangen ist ("Herzenzyme") |
| Echokardiographie |
Herzultraschall-Untersuchung erlaubt Beurteilung der Herzfunktion und der Infarktgröße |
| Herzkatheter-Untersuchung (= Koronarangiographie) |
Kontrastmittel macht die Stelle des Herzkranzgefäß-verschlusses sichtbar, die u.U. sofort wieder eröffnet werden kann |
Auch wenn sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht bestätigt, sollte abgeklärt werden, ob der Betroffene an einer koronaren Herzerkrankung leidet. |
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| Wie wird der Herzinfarkt behandelt? |
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Priorität hat alles, was das Herz entlastet!! Der Notarzt bekämpft daher zunächst die Schmerzen und verabreicht Medikamente, in der Regel so genannte Nitrate. Er gibt zusätzlich Heparin und Acetylsalicylsäure, damit sich keine neuen Blutgerinnsel bilden. In der Klinik angekommen, wird der Herzinfarktpatient zur Überwachung auf die Intensivstation gebracht. Hier kann rasch auf Komplikationen, beispielsweise Herzrhythmusstörungen reagiert werden.
Grundsätzlich gibt es zur weiteren Sofortbehandlung zwei Möglichkeiten:
- Das Blutgerinnsel, das letztlich das Herzkranzgefäß verstopft, wird mit Medikamenten aufgelöst ("Lysetherapie").
- Das verschlossene Herzkranzgefäß wird mit einem Ballon-Katheter wieder eröffnet und ggf. mit einer Gefäßstütze offen gehalten.
Nach dem Infarkt profitieren Patienten von einer frühzeitiger Mobilisierung und der Rehabilitation. Es gilt zu verhindern, dass die Schädigung der Blutgefäße fortschreitet und ein zweiter Herzinfarkt auftritt. Dazu müssen Begleiterkrankungen, wie Bluthochdruck und Diabetes, optimal behandelt sowie erhöhtes Blutcholesterin gesenkt werden. Der Patient kann selbst zum Erfolg beitragen, indem er das Rauchen aufgibt, abnimmt und sich vermehrt körperlich bewegt. |
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| Was Sie tun können |
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Je schneller der Notarzt kommt, desto besser! Gerade die ersten vier Stunden nach dem Ereignis können über Leben und Tod entscheiden. Daher gilt es:
- den Notarzt sofort zu verständigen
- den Betroffenen mit leicht erhöhtem Oberkörper hinlegen und ihn beruhigen
- Bewusstlose in stabile Seitenlage bringen, Atmung und Kreislauf überwachen und falls notwendig Herzmassage durchführen.
Für den Herzinfarktpatienten heißt die Devise vorzubeugen und die Krise auch als Chance anzusehen. Das A und O ist eine Umstellung des Lebensstils und die bestmögliche Vermeidung von Risiken. |
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