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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Bluthochdruck |
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| Überblick |
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Manche bezeichnen Bluthochdruck, an dem etwa 25-30 Prozent der Bevölkerung leiden, als den "stillen Killer". Da dieser oft spät erkannt wird, sind häufig schon Folgeschäden an den Organen (Niere, Herz) eingetreten. Dabei lässt sich der Blutdruck auf einfache Weise mit einer Manschette am Arm messen. Von Bluthochdruck wird bei Werten von 140 / 90 mmHg und darüber bei wiederholten Messungen gesprochen. Dabei entsteht der erste ("obere") Wert, wenn das Herz Blut in die Schlagadern pumpt; der zweite ("untere") Wert, wenn es sich während der Erschlaffung erneut mit Blut füllt.
Neben der Pumpleistung des Herzens beeinflussen vor allem der Widerstand der Blutgefäße, die Menge an Blut in den Gefäßen und verschiedene Hormone den Blutdruck. |
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| Wie entsteht Bluthochdruck? |
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Bei mehr als 90% der Patienten ist keine genaue Ursache für den Bluthochdruck bekannt. Man spricht dann von einer "essenziellen Hypertonie".
Risikofaktoren begünstigen die Entstehung dieser Hochdruckform:
- familiäre Belastung
- Rauchen
- Übergewicht
- Zuckerkrankheit
- Fettstoffwechselstörungen
- mangelnde körperliche Bewegung
- zu hoher Alkoholkonsum
- Stress
Wesentlich seltener findet der Arzt eine konkrete Ursache für den Bluthochdruck. Dazu zählen Erkrankungen der Niere, Gefäßverengungen der Nierenarterien, hormonelle Ursachen, wie eine Schilddrüsenüberfunktion. Auch verschiedene Medikamente und Drogen verursachen Bluthochdruck. |
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| Wie macht sich die Erkrankung bemerkbar? |
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Die meisten Patienten bemerken nicht, dass ihr Blutdruck erhöht ist. Allenfalls leichte Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Schweißausbrüche, Nasenbluten und Herzklopfen können bei hohen Werten Warnhinweise sein. Solche Extremwerte sind jedoch die Ausnahme. Nach länger bestehendem Bluthochdruck können dann Symptome auftreten, die durch Folgeschäden an den Blutgefäßen verursacht werden:
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| Wie wird Bluthochdruck festgestellt? |
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Die Schilderung der Beschwerden, die Frage nach eingenommenen Medikamenten und anderen Erkrankungen sowie die körperliche Untersuchung durch den Arzt stehen zunächst im Vordergrund.
Weitere Untersuchungen:
| Untersuchung |
Aussage |
| Blutdruckmessungen |
bestätigen die Verdachtsdiagnose und erlauben genauere Aussage über den Blutdruck im Tagesverlauf (Langzeit-EKG über 24 Std.) |
| EKG-Untersuchungen |
dienen der Abklärung von Ursachen und Folgen des Bluthochdrucks und erfassen Blutdruckverhalten bei Anstrengung (Belastungs-EKG) |
| Ultraschall-Untersuchungen |
machen Folgeschäden des Bluthochdrucks, z.B. an Herz und Nieren sichtbar |
| Laboruntersuchungen |
erfassen Risiken (z.B. Nierenwerte, Cholesterin) und Ursachen des Bluthochdrucks (z.B. Schilddrüsenwerte) | |
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| Wie wird Bluthochdruck behandelt? |
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Prinzipien der Behandlung sind:
- Falls vorhanden und möglich wird eine zugrundeliegende Ursache sowie Begleiterkrankungen, z.B. eine Zuckerkrankheit, behandelt.
- An erster Stelle steht dann eine Veränderung des Lebensstils (s.u.).
- Sinkt der Blutdruck durch diese Maßnahmen nicht ausreichend, werden Medikamente eingesetzt. Lässt sich der Blutdruck mit einem einzelnen Medikament nicht ausreichend senken, kombiniert der Arzt zwei oder mehr Wirkstoffe.
| Medikament |
Wirkung |
| Beta-Rezeptorblocker |
dämpfen die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, so dass das Herz effizienter arbeitet, der Puls abnimmt und der Blutdruck sinkt. |
| Diuretika |
wirken harntreibend, wodurch Blutmenge und Blutdruck abnehmen |
| Kalzium-Antagonisten |
erweitern vor allem kleine Blutgefäße und führen damit zu einer Blutdrucksenkung. |
| ACE-Hemmer |
verhindern die Bildung des für den Blutdruck schädlichen Gefäßhormons Angiotensin II und senken so den Blutdruck. |
| AT1-Rezeptorblocker |
wirken ähnlich, aber zielgenauer als ACE-Hemmer, indem sie nur die negativen Wirkungen von Angiotensin II blockieren. |
| Alpha-1-Blocker |
hemmen die Adrenalinwirkung an den Blutgefäßen und senken dadurch den Blutdruck. | |
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| Was Sie tun können |
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Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil! Bauen Sie überflüssige Fettpölsterchen ab, rauchen Sie nicht und bewegen Sie sich regelmäßig. Ihre Ernährung sollte fettarm sein und viel Obst oder Gemüse enthalten. Verwenden Sie wenig Salz!
Sie unterstützen Ihren Arzt, wenn Sie Ihre Blutdruckwerte regelmäßig selbst kontrollieren. Lassen Sie sich auch regelmäßig "auf Herz und Nieren" untersuchen, um mögliche Folgeprobleme rechtzeitig zu erkennen. Verordnete Medikamente sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse zuverlässig einnehmen. Setzen Sie auf keinen Fall Medikamente ohne Rücksprache ab, da unter Umständen lebensbedrohlich hohe Blutdruckwerte auftreten können. |
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