Asklepios - Globale Indikationen

Krankheitsbilder

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Entstehung 

Symptome 

Diagnose 

Therapie 

Was Sie tun können

 

Überblick

 Der Verdauungstrakt reicht als Muskel umhüllter Schlauch vom Mund über Magen und Darm bis zum After. Auf ihrem Weg wird die Nahrung so weit zerlegt, dass sie in das Blut aufgenommen und im Körper verteilt werden kann. Der Verdauungstrakt dient auch dazu, Abfallprodukte zu beseitigen.

Die wichtigsten Magen-Darm-Erkrankungen lassen sich grob einordnen in:

  • Entzündliche Erkrankungen: z.B. Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür, Durchfallerkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Tumore: Magenkrebs, gutartige (Polypen) und bösartige Geschwülste des Dick- bzw. Enddarms
  • Störungen der Nährstoffaufnahme durch den Darm: z.B. bei Eiweißunverträglichkeit (Zöliakie), Milcheiweißintoleranz, Gallensäureverlust

 


Magenspiegelung

Wie entstehen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts?

 Wie man heute weiß, wird ein Teil der Magenerkrankungen durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori verursacht, in dessen Verlauf Magensäure die schützende Schleimschicht angreift. Plötzliche Durchfallerkrankungen sind meist Folge einer Virus- oder Bakterieninfektion, während die Ursache der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen letztlich unbekannt ist.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. So tritt wohl aufgrund veränderter Essgewohnheiten Magenkrebs heute seltener auf als noch vor 50 Jahren. Dagegen kommt es infolge ballaststoffarmer Ernährung häufiger zu Ausstülpungen der Dickdarmwand (Divertikulose). Reizstoffe, zu denen neben falscher Ernährung auch Alkohol und Tabakrauch zählen, belasten Magen und Darm, ebenso wie Stress und psychische Probleme.


Kleiner Dickdarmpolyp, der bei einer Dickdarm-spiegelung abgetragen werden kann

Welche Symptome verursachen diese Erkrankungen?

 Wichtigste Beschwerden und Zeichen von Magen-Darm-Erkrankungen:

  • Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Zeichen einer Mangelernährung
  • Magenschmerzen, Bauchschmerzen
  • Durchfall, Verstopfung
  • Fieber und Schüttelfrost bei entzündlichen Erkrankungen
  • Blut im Stuhl bei Entzündungen und Krebsleiden
Wie werden Magen-Darm-Erkrankungen erkannt?

 Im Vordergrund steht die Schilderung der Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt, insbesondere das Abtasten des Bauches.

Weitere Untersuchungen:

Untersuchung  Aussage
Blutuntersuchungen  dienen der Ursachenabklärung von Magen-Darm-Erkrankungen, z.B. bei Entzündungen
Gastroskopie, Coloskopie, Rektosopie  Spiegelung von Magen, Dickdarm und Enddarm erlaubt genaue Beurteilung; dabei können Gewebeproben gezielt entnommen und untersucht werden
Stuhluntersuchung  zur Untersuchung auf Zusammensetzung, nicht sichtbares Blut und Infektionserreger
Röntgenunter-suchungen  spezielle Untersuchungen; mit Kontrastmittel sinnvoll zur Beurteilung von Dünndarm und Dickdarm
Ultraschall-untersuchung  erlaubt Beurteilung der Organe im Oberbauch; Hohlorgane wie Magen und Darm werden schlechter dargestellt 


Divertikel (Darmausstülpung) im Röntgenbild

Wie werden Magen-Darm-Erkrankungen behandelt?

 Je nach Erkrankung werden unterschiedliche Behandlungsverfahren eingesetzt:

  • Ernährungsumstellung: z.B. bestimmte Getreidearten bei Zöliakie meiden, bei Verstopfung möglichst ballaststoffreiche Ernährung, Magenreizstoffe wie Alkohol und Tabakrauch meiden
  • Medikamente kommen bei einigen Erkrankungen zum Einsatz, z.B. Antibiotika und Säureblocker bei Magengeschwür oder Magenschleimhautentzündung, entzündungs- bzw. immunhemmende Medikamente bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
  • Operationen sind notwendig bei Magenkrebs und Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs; hier kann sich ggf. eine Chemotherapie anschließen.
Was Sie tun können
  • Beugen Sie Magen-Darm-Erkrankungen vor und gönnen Sie sich eine ausgewogene, ballaststoffreiche und vitaminreiche Ernährung.
  • Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung! Enddarmkrebs kann häufig vom Arzt getastet werden. Nehmen Sie auch jede Blutbeimengung oder Blutauflagerung ernst! Dickdarmkrebs tritt oft mit nur sehr wenigen Symptomen in Erscheinung - und frühzeitig erkennen heißt rechtzeitig behandeln.
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