 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
  |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
Asklepios - Globale Indikationen |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Krebserkrankungen innerer Organe |
 |
 | |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
| Überblick |
|
Krebserkrankungen stehen nach Herz-Kreislaufkrankheiten an zweiter Stelle der Todesursachen in Deutschland. Jährlich erkranken etwa 350.000 Menschen neu an Krebs. Meist sind ältere Menschen und häufig innere Organe von Krebs betroffen (Krebs von inneren Organen ist in Tabelle kursiv markiert).
Geschätzte Zahl der Neuerkrankten der 5 häufigsten Krebsarten 1998 (Quelle: Robert-Koch-Institut)
| Mann |
Erkrankte |
Frau |
Erkrankte |
| Lungen- Bronchialkrebs |
28.200 |
Brustkrebs |
45.800 |
| Dick- u. Mastdarmkrebs |
24.900 |
Dick- u. Mastdarmkrebs |
27.600 |
| Prostatakrebs |
27.800 |
Gebärmutterkrebs |
15.800 |
| Lymph- und Blutkrebs |
12.300 |
Lymph- und Blutkrebs |
12.200 |
| Harnblasenkrebs |
10.300 |
Lungen- u. Bronchialkrebs |
8.900
|
Zur Begriffsklärung: Als "Krebs" wird eine bösartige Zellvermehrung bezeichnet, die sich auf andere Körperteile ausbreiten kann. Dagegen bezeichnet "Tumor" jede umschriebene Schwellung von Körpergewebe, sei es eine gut- oder bösartige Geschwulst, eine entzündliche Schwellung oder ein Erguss. |
 |
|
 |
 |
|
 Ausgedehnter Krebs des Enddarms
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Wie entsteht Krebs? |
|
Aus bisher nur teilweise bekannten Gründen wandeln sich normale Körperzellen in bösartige Zellen um und vermehren sich unkontrolliert. Dabei spielen Veränderungen im Erbgut von Zellen, so genannte Mutationen, eine große Rolle, insbesondere solche, die für das Zellwachstum und den natürlichen Zelltod von Bedeutung sind. Je nach Krebsart beeinflussen eine Reihe weiterer Faktoren die Entstehung und Ausbreitung von Krebs:
- Rauchen: z.B. bei Bronchial-, Magen- und Harnblasenkrebs
- Ernährung: z.B. ballaststoffarme Ernährung bei Dickdarmkrebs, Alkohol bei Leber- und Speiseröhrenkrebs, Nitratgehalt bei Magenkrebs
- Umweltfaktoren: z.B. Asbest bei Lungenkrebs, radioaktive Strahlung bei Schilddrüsen- und Blutkrebs, Aflatoxine bei Leberkrebs, Benzol bei Blutkrebs
- Infektionen: z.B. mit Helicobacter pylori bei Magenkrebs, mit Hepatitis B- oder C-Virus bei Leberkrebs
- familiäre Belastung: bei vielen Krebsarten
|
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
| Wie werden Krebserkrankungen erkannt? |
|
Im Vordergrund steht die Schilderung der Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt. Je nachdem, welches Organ von Krebs befallen ist, werden weitere Untersuchungen vorgenommen.
| Untersuchung |
Aussage |
| Blutunter-suchungen |
Blutwerte können auf bestehende Krebserkrankung hinweisen, spiegeln die Organfunktion wider oder gelten als charakteristisch für bestimmte Krebsarten, z.B. Alpha-Fetoprotein für Leberkrebs |
| Bildgebende Untersuchungs-verfahren |
bildgebende Untersuchungen und Spiegelungen erlauben es, Ort, Ausmaß und Verbreitung von Krebserkrankungen festzustellen |
| Biopsien |
Gewebeproben oder Zellen werden im Rahmen einer Untersuchung oder einem (kleinen) operativen Eingriff gezielt entnommen und untersucht |
| Genetische und zelluläre Diagnostik |
einige Krebsarten können seit kurzem durch Chromosomen- und Genveränderungen erkannt werden (z.B. Formen von Blutkrebs und Schilddrüsenkrebs); Zellen bestimmter Krebsarten besitzen charakteristische Oberflächeneigenschaften | |
 |
|
 |
 |
 |
| Wie werden Krebserkrankungen behandelt? |
|
Die Auswahl des geeigneten Therapieverfahrens hängt von der Art der Krebserkrankung und der Situation jedes einzelnen Patienten ab. Oft werden Verfahren kombiniert angewendet.
Dabei werden grundsätzlich drei Therapieformen unterschieden:
- Chemotherapie: einige Krebsarten lassen sich durch Medikamente, die das Zellwachstum hemmen oder sich teilende Zellen absterben lassen, gut behandeln, z.B. bei Lymph- und Blutkrebsarten.
- Operation: manche Tumore und befallenes Gewebe in der Umgebung müssen durch Operation entfernt, z.B. bei Speiseröhren-, Magen-, Dickdarm-, Schilddrüsen- und Nierenkrebs.
- Bestrahlung: energiereiche Strahlung, gezielt auf den Ort der Krebserkrankung gerichtet, lässt Krebszellen absterben, z.B. bei Lymph- oder Speiseröhrenkrebs
Andere Therapieformen, die bereits angewendet oder die derzeit erforscht werden, sind die Hormontherapie, die Immuntherapie und die Gentherapie. Zu einer humanen Krebstherapie zählt auch, dass Krebsschmerzen effektiv bekämpft und Nebenwirkungen der Krebsbehandlung gemildert werden. Es ist Aufgabe aller an der Betreuung Beteiligter, todkranken Krebspatienten eine besondere Zuwendung zukommen zu lassen. |
 |
|
 |
 |
|
 Psychosoziale Betreuung
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Was Sie tun können |
- Beugen Sie Krebs vor, indem Sie gesund leben und Risiken meiden. Dazu zählen: Rauchen aufgeben, ballaststoffreich ernähren, Alkohol in Maßen genießen, ggf. gegen Hepatitis B impfen lassen
- Nehmen Sie unbedingt die Ihnen zustehenden Krebsfrüherkennungsprogramme wahr!
- Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ohne Grund Gewicht abnehmen, sich müde fühlen, an Nachtschweiß oder -Fieber leiden. Je früher ein Krebsleiden erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten der Behandlung.
|
 |
|
 |
 |
zurück |
 |
 |
 |
 |