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Bei der Geburt werden drei Phasen unterschieden, die ineinander übergehen:
Eröffnungsphase
Die Eröffnungsphase ist der Zeitraum von Beginn der schmerzhaften Geburtswehen bis zur vollständigen Eröffnung des Muttermundes. Sie kann bei Erstgebärenden bis zu 12 Stunden dauern und ist damit der längste Teil der Geburt. Die Abstände der einzelnen Wehen werden immer kürzer. Während dieser Phase platzt auch die Fruchtblase, die sich schwallartig entleert.
Austreibungsphase
Diese Phase beginnt, wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist und endet mit der Geburt des Kindes. Sie dauert bei Erstgebärenden bis zu einer Stunde. Die Wehen werden heftiger und dauern länger. Presswehen drücken nun den Kopf des Kindes gegen das Becken.
Jetzt beginnt auch die aktive Mitarbeit der Hebamme oder des Geburtshelfers. Mit einer Hand stützt er den Damm, mit der anderen führt er den Kopf des Kindes. Wenn der Dammbereich einzureißen droht, wird häufig ein Dammschnitt durchgeführt. Ist der Kopf des Kindes geboren, folgt der Körper ohne Probleme, da er einen kleineren Durchmesser aufweist und sich gut verformen lässt.
Viele Kliniken verfügen über verschiedene Hilfsmittel, die der Schwangeren den Geburtsvorgang erleichtern. Dazu zählen z.B. Gebärhocker, Bälle und Leitern. Manche Mehrgebärende empfinden auch eine Unterwassergeburt als entspannend.
Nachgeburtsphase
Die Geburt des Mutterkuchen wird als Nachgeburtsphase bezeichnet. Sie dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Durch ein Zusammenziehen der Gebärmutter löst sich die Plazenta und wird als Nachgeburt geboren. Wegen der Blutungsgefahr muss die Schwangere in dieser Phase besonders gut überwacht werden. |