Asklepios - Globale Indikationen

Krankheitsbilder

Gebärmutterkrebs

Entstehung

Symptome

Diagnose

Therapie

Was Sie tun können

 

Überblick

 Die Gebärmutter (Uterus) ist ein muskelstarker, birnenförmiger Hohlraum, der mit Schleimhaut ausgekleidet ist. Hier nistet sich nach der Befruchtung der Embryo ein, entwickelt sich zum Fötus und wächst schließlich bis zu einem geburtsreifen Säugling heran. Streng anatomisch wird zwischen dem eigentlichen Gebärmutterkörper (Corpus) und dem Gebärmutterhals (Zervix) unterschieden.

Bösartige Tumore können in beiden Teilen der Gebärmutter entstehen. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Schleimhaut von Gebärmutter und Gebärmutterhals sind aber beide Krebsarten vollkommen unterschiedlich. Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Genitals und die dritthäufigste Krebserkrankung der Frau überhaupt.

 


Während der Operation

Wie entsteht Gebärmutterkrebs?

 Die Ursache des Gebärmutterkrebses ist nicht geklärt. Es wird allerdings vermutet, dass der Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen auf die Schleimhaut der Gebärmutter die Krebsentstehung fördert.

Weitere Faktoren, die das Risiko an Gebärmutterkrebs zu erkranken erhöhen, sind

Viele Frauen, die z.B. an Wechselbeschweren oder an Osteoporose leiden, sind verunsichert, ob und welche weibliche Hormone sie einnehmen sollen. Nach dem aktuellen Kenntnisstand ist das Risiko eines Gebärmutterkrebses nicht erhöht, wenn zusätzlich zu einem Östrogen auch ein Gestagen (Gelbkörperhormon) genommen wird.

 

Welche typischen Symptome treten auf?

 Die wichtigsten Anzeichen und Beschwerden bei Gebärmutterkrebs sind:

  • Blutung aus der Scheide beziehungsweise der Gebärmutter. Sie ist meist schwächer als die einer normalen Menstruation und tritt insbesondere als Zwischenblutung in Erscheinung.
  • Schmierblutung oder schwarzbrauner Ausfluss
  • Wehenartige Schmerzen

Mit dem Fortschreiten des Krebsstadiums können weitere Symptome hinzukommen, abhängig davon, welche umliegenden Organe von der Krebserkrankung beeinträchtigt oder befallen sind, z.B. Harnblase, Nieren oder Darm.

 

Wie wird Gebärmutterkrebs erkannt?

 Im Vordergrund steht zunächst die Schilderung der Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt. Eine sichere Diagnose erlaubt allerdings nur die feingewebliche Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut.

Untersuchung

 Aussage

Ausschabung  zur Gewebegewinnung für die feingewebliche (mikroskopische) Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut
Hysteroskopie   mithilfe der Spiegelung der Gebärmutter werden auffällige Schleimhautbezirke gezielt untersucht und Gewebsproben entnommen
Vaginalsonographie  Ultraschall-Untersuchung der Scheide bildet die Gewebestrukturen ab
Computertomographie Kernspintomographie  erlauben genaue Darstellung Gebärmutterstruktur; Beurteilung der Ausbreitung der Erkrankung im Körper, d.h. zur Suche und zum Nachweis von Metastasen

 

Wie wird Gebärmutterkrebs behandelt?

 Therapie der Wahl ist die Operation. Da bei Gebärmutterkrebs sehr häufig Tochtergeschwülste in den Eierstöcken zu finden sind, müssen in der Regel sowohl die Gebärmutter als auch die Eierstöcke komplett operativ entfernt werden. Wird die Operation in einem sehr frühen Krankheitsstadium vorgenommen, sind bis zu 90 Prozent der Patientinnen heilbar.

Bei größerer Ausdehnung der Erkrankung müssen auch die Lymphknoten im Bereich des Beckens oder Anteile der Scheide mit entfernt werden.

Wenn der Krebs nicht mehr operiert werden kann, in einem fortgeschrittenen Erkrankungsstadium sowie bei einem Teil der operierten Patientinnen kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. Dabei wird entweder von außen bestrahlt oder die Strahlungsquelle wird direkt in die Gebärmutter eingebracht.

An die Krebsbehandlung schließt sich die Nachsorge an. Sie hat einerseits zum Ziel, ein mögliches Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Andererseits dient sie auch der sozialen und seelischen Unterstützung der betroffenen Frau.

 

Was Sie tun können

 Beobachten Sie regelmäßig Ihren Körper, Sie kennen ihn am besten. Achten Sie auf unregelmäßige Blutungen und Schmierblutungen. Treten Blutungen nach den Wechseljahren auf, sollten Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen. Da sich Gebärmutterkrebs normalerweise langsam entwickelt, erhöht eine rechtzeitige Diagnose die Heilungschancen deutlich. Lassen Sie daher regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt durchführen.

 

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