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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Endometriose |
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| Überblick |
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Endometrium bezeichnet die Schleimhaut im Inneren der Gebärmutter, die alle vier Wochen unter dem Einfluss weiblicher Geschlechtshormone heranwächst. Sie dient der Einnistung einer befruchteten Eizelle. Findet keine Befruchtung statt, wird die Schleimhaut mit der monatlichen Regelblutung wieder abgestoßen, um sich unter dem Einfluss von Hormonen erneut wieder aufzubauen.
Unter Endometriose versteht man die Bildung einer solchen Schleimhaut außerhalb der Gebärmutter bzw. in der Muskelschicht der Gebärmutter. Da die Bildung dieser ortsfremden Schleimhaut ebenfalls den weiblichen Hormonschwankungen unterworfen ist, wächst und blutet sie zeitgleich mit dem Monatszyklus.
Etwa 10 Prozent aller Frauen leiden an dieser Krankheit, etwa 35 Prozent aller Betroffenen sind unfruchtbar. |
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 Ultraschall-Untersuchung
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| Wie entsteht Endometriose? |
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Die genauen Ursachen sind noch weitgehend unklar. Fest steht allerdings, dass es sich um die Verschleppung funktionsfähiger Schleimhautzellen handelt. Als mögliche Ursachen werden folgende Theorien diskutiert:
- Endometriumzellen, die normalerweise während der Regelblutung mit abgestoßen werden, siedeln sich ortsfremd an (Eileiter, Scheide, Eierstöcke)
- Endometriumzellen wandern durch die Eileiter in das kleine Becken und wachsen dort an (Blasenwand, Darmwand)
- während der embryonalen Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane siedeln sich Endometriumzellen ortsfremd an
- durch gynäkologische Operationen "verschleppte" Endometriumzellen siedeln sich ortsfremd an
- Endometriumzellen wandern über die Blut- und Lymphbahnen zu weit entfernten Organen, z.B. zur Lunge
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| Welche Symptome treten bei Endometriose auf? |
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Die Beschwerden bei einer Endometriose hängen davon ab, wo sich die Schleimhautzellen angesiedelt haben. Da sie wie die normalen Schleimhautzellen den Veränderungen des Monatszyklus unterworfen sind, treten die Schmerzen vor allem während oder kurz vor der Regelblutung auf.
| Ansiedlung in ... |
Symptome |
| Gebärmuttermuskulatur |
Schmerzen im Bereich der Gebärmutter während oder kurz vor der Regelblutung |
| Scheidenbereich |
Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen oder beim Geschlechtsverkehr |
| Eierstock |
Eierstockschmerzen, Unfruchtbarkeit |
| Darm |
Darmblutungen, Schmerzen beim Stuhlgang |
| Blase |
Blut im Urin, Blasenschmerzen | |
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| Wie wird Endometriose erkannt? |
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Im Vordergrund steht die Schilderung der Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt.
Weitere Untersuchungen:
| Untersuchung |
Aussage |
| Gynäkologische Untersuchung |
Abtasten der Genitalorgane durch die Scheide, den Enddarm und die Bauchdecke |
| Kolposkopie |
Untersuchung des Muttermunds und hinteren Scheidengewölbes mit Hilfe einer Vergrößerungsoptik |
| Ultraschall-untersuchung |
Darstellung eventueller Endometrioseherde oder Blutungen im Unterbauch |
| Laparoskopie |
Bauchspiegelung dient der Suche nach Endometrioseherden und der Entnahme von Gewebeproben zur mikroskopischen Untersuchung; ggf. werden weitere Spiegelungen von Blase und Darm durchgeführt | |
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| Wie wird Endometriose behandelt? |
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Zur Behandlung einer Endometriose stehen dem Arzt zwei Möglichkeiten offen:
Medikamente
Ziel dieser Behandlung ist die Rückbildung der ortsfremden Endometriosezellen. Die dabei eingesetzten Medikamente bewirken die Blockade des hormonellen Zyklus und erzielen speziell bei kleineren Endometrioseherden einen guten Erfolg. Wichtig ist, dass die Therapie über einen längeren Zeitraum (meist 6 Monate) durchgeführt wird.
| Medikament |
Wirkung |
| Schmerzmittel |
Lindern die Schmerzen, kein Einfluss auf die Endometriose |
| Hormone |
Östrogen-Gestagen-Kombinationen können Blutungsschmerzen lindern, halten das Fortschreiten der Endometriose aber nicht auf |
| Gelbkörperhormone (Gestagene) |
Schmerzlinderung ohne Rückgang der Endometriose |
| Danazol |
Besserung von Schmerzen und Rückgang der Endometriose bei den meisten Patientinnen |
| GnRH-Analoga |
legen die körpereigene Hormonbildung der Eierstöcke still; wirken ähnlich wie Pille oder Gestagene |
Operative Therapie
Hierbei werden die ortsfremden Endometrioseherde während einer Operation vollständig entfernt. Ist die Familienplanung der betroffenen Frau abgeschlossen, können auch beide Eierstöcke entfernt werden und so die Hormonproduktion unterbunden werden. |
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| Was Sie tun können |
- Lassen Sie sich regelmäßig durch Ihren Frauenarzt untersuchen
- Achten Sie auf auffällige Blutungen oder Schmerzen während der Menstruation
- Einer Verschleppung von Endometriumzellen während der Menstruation kann nicht vorgebeugt werden.
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