Asklepios - Globale Indikationen

Krankheitsbilder

Brustkrebs

Entstehung

Symptome

Diagnose

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Was Sie tun können

 

Überblick

 Die weibliche Brust besteht aus verschiedenen Zell- und Gewebearten. Wenn sich Zellen der Brust unkontrolliert vermehren, spricht man von Brustkrebs (Mammakarzinom). Je nachdem, welche Zellart sich abnorm vermehrt, unterscheidet man verschiedene Formen von Brustkrebs. Etwa drei Viertel der Brusttumoren sind kein Krebs, sondern gutartige Geschwülste. Am häufigsten wächst ein Mammakarzinom im oberen äußeren Teil der weiblichen Brust.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken schätzungsweise 43.000 Frauen, nach dem 30. Lebensjahr steigt das Erkrankungsrisiko kontinuierlich an. Die wichtigste Rolle im Kampf gegen den Brustkrebs spielt die Früherkennung.

 

Ursachen von Brustkrebs

 Brustkrebs beruht auf verschiedenen Ursachen. Man konnte allerdings einzelne Faktoren ausmachen, bei deren Vorkommen ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken, besteht:

  • bei 5-10% der Frauen liegt eine genetische Veranlagung vor, bei der es sich häufig um eine Veränderung zweier Gene (BRCA1- oder BRCA2-Gen) handelt
  • Frauen, die spät ihr erstes Kind gebären (über 30. Lebensjahr)
  • Wenn schon einmal Brustkrebs aufgetreten ist
  • Frauen, deren Brust einen hohen Anteil an Drüsengewebe enthält
  • weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) können bei dafür empfindlichem Gewebe das Wachstum von Brustkrebs begünstigen.

 

Wie macht sich Brustkrebs bemerkbar?

 Die Selbstuntersuchung und die regelmäßige Untersuchung durch den Arzt, die Mammographie und die Ultraschalluntersuchung sind die Grundpfeiler für die Erkennung des Brustkrebs.

Anzeichen für eine Krebserkrankung sind:

  • neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • eine neu aufgetretene Größendifferenz der Brüste
  • ein unterschiedliches Verhalten der Brüste beim Heben der Arme
  • Einziehung oder Hautveränderungen einer Brustwarze
  • einseitige wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze
  • eine plötzlich auftretende, nicht mehr abklingende Rötung einer Brust
  • Knoten in der Achselhöhle

 

Wie wird Brustkrebs diagnostiziert?

 Wichtige Untersuchungen:

Untersuchung 

Befund

Tastunter-suchung  - monatliche Selbstuntersuchung jeder Frau
- jährliche Untersuchung beim Frauenarzt
Bildgebende Verfahren  - diagnostisches Standardverfahren ist das Röntgenbild der Brust (Mammographie);es zeigt Gewebsveränderungen und Kalkherde als Ausdruck der Erkrankung
- Ultraschalluntersuchung dient der weiteren Beurteilung von Knoten in der Brust, ersetzt aber nicht die Mammographie
- in Ausnahmefällen Kernspintomographie
Gewebe-entnahme  Von überragender Bedeutung ist die gezielte Probeentnahme aus dem Knoten ohne Operation mit nachfolgender Gewebeuntersuchung.

 

Wie wird Brustkrebs behandelt?

 Die Operation stellt immer den ersten Schritt der Behandlung dar. Der Chirurg versucht, so viel der Brust wie nötig, aber so wenig wie möglich zu entfernen. Je nach Ausdehnung der Erkrankung wird nur ein Teil der Brust oder die gesamte Brust sowie befallene Lymphknoten und Muskel in der Umgebung entfernt.
Die weitere Behandlung beruht auf drei Stützpfeilern, die auch kombiniert werden:

  • Strahlentherapie: wird praktisch immer nach der Operation durchgeführt
  • Chemotherapie: die Behandlung mit Zellgiften erfolgt bei größeren Tumoren zur Tumorverkleinerung schon vor der Operation; nach der Operation sollen Krebsabsiedelungen verhindert werden.
  • Hormontherapie: zielt darauf ab, die Wirkung von weiblichen Geschlechtshormonen zu blockieren, wird jedoch nur eingesetzt, wenn die Empfindlichkeit der Krebsgeschwulst auf Östrogene und Gestagene nachgewiesen ist ("Rezeptorstatus").

An die Krebsbehandlung schließt sich die Nachsorge an. Sie hat einerseits zum Ziel, ein mögliches Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Andererseits dient sie auch der sozialen Betreuung und seelischen Unterstützung der betroffenen Frau. Zur Nachsorge zählen ebenso

  • Krankengymnastik, Lymphdrainage-Massage
  • Ernährungsberatung
  • Prothetikberatung

 

Was Sie tun können
  • Rechtzeitiges Erkennen verbessert die Erfolgsaussichten der Behandlung entscheidend. Frauen sollten daher einmal im Monat ihre Brust selbst untersuchen, am besten nach der Regelblutung. Beide Brüste sowie die Achselhöhlen werden vor dem Spiegel stehend einmal mit locker herabhängenden, einmal mit erhobenen Armen betrachtet und abgetastet.
  • Lassen Sie sich regelmäßig durch Ihren Frauenarzt untersuchen und nehmen Sie die Mammographie-Termine zur Frühdiagnostik wahr!

 

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