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Etwa 2-3 Prozent der interstitiellen Lungenerkrankungen werden durch Medikamente verursacht. Dabei unterscheiden sie sich weder bei den Röntgenveränderungen noch bei den Beschwerden von anderen Formen der interstitiellen Lungenerkrankungen. Den wichtigsten Hinweis auf diese Erkrankungsursache liefert die genaue Erhebung der eingenommenen Medikamente. Besonders folgende Medikamente können in einem nicht zu vernachlässigenden Prozentsatz Lungenschädigungen verursachen:
Zellgifte bzw. Chemotherapeutika wie Bleomycin, Mitomycin oder Cyclophosphamid
Interleukin-2
Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron oder Procainamid
einige Antibiotika
das Epilepsie-Mittel Diphenylhydantoin
Methotrexat, das in der modernen Rheuma-Therapie zunehmend häufiger eingesetzt wird.
Auch die Untersuchung von Lungengewebe kann nicht eindeutig belegen, dass ein Medikament die Erkrankung verursacht hat. Im Zweifelsfall ist das angeschuldigte Medikament abzusetzen und bei weiterer Behandlungsbedürftigkeit durch ein anderes geeignetes Medikament zu ersetzen. Die Prognose ist häufig nach Absetzen des verursachenden Medikaments günstig.
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