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:: Die aktuellen Defizite in der Medizin basieren auf strukturellen Ursachen, die seit Jahrzehnten ungelöst sind. Wir haben kein Nationales Gesundheitsinstitut, welches Standards festlegt, ohne dass Partikularinteressen im Vordergrund stehen. In diesem Zusammenhang wird verständlich, dass in der Medizin ein eklatanter Mangel an Konsensfähigkeit besteht. Bislang bestand kein Konsens über die planerischen Vorgaben des erforderlichen Qualitätsmanagements. Insbesondere fehlte eine praktikable Strategie, um die Qualität der gesamten präventiven und kurativen Versorgungskette zu sichern. In der Tat müssen hohe theoretische und praktische Anforderungen im Rahmen eines breitgefächerten Aufgabenbereiches bewältigt werden, die eine einzelne Fachdisziplin nicht mehr abzudecken vermag. Wesentliche Qualitätssicherungsmaßnahmen müssen zusammengeführt werden, damit ein umfassendes Qualitätsmanagement den Garanten für eine tatsächliche Verbesserung der Brustkrebsfrüherkennung und -behandlung flächendeckend erfüllen kann. Es ist nicht nur erforderlich, dass die einzelnen Fachdisziplinen wie Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Zytologie und Onkologie eine interdisziplinäre Kooperation verwirklichen, darüber hinaus gehört beispielsweise die Erfassung der Prozess- und Resultatsparameter (z. B. Intervallkarzinome) und die Erprobung von Standards und Abläufen des internen Qualitätsmanagements und der externen Qualitätssicherung im Rahmen von populationsbezogenen Demonstrationsprojekten implementiert. Damit ist eine Komplexität geschaffen, deren Problemlösung im Rahmen der „Interdisziplinarität“ besser lösbar erscheint. |