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Tumorchirurgie: Bei rechtzeitiger Diagnosestellung können viele Krebserkrankungen geheilt werden. An erster Stelle steht hierbei nach wie vor die operative Therapie. 1. Nierenzellkarzinom: Die Behandlung richtet sich nach der Ausbreitung der Erkrankung. In frühen Stadien ohne Fernmetastasierung ist die Operation die Methode der Wahl. In der Regel werden dabei auch die Nebenniere und oft die nächstgelegenen Lymphknoten entfernt. Eine begrenzte Tumorentfernung kommt vor allem bei Einzelnieren oder chronisch eingeschränkter Nierenfunktion in Betracht. Die offene Schnittoperation sowie die laparoskopische ("Schlüsselloch-") Technik werden in unserer Klinik angewandt. Läßt der Befund es zu sind auch Teilentfernungen der Niere bei Krebs möglich. 2. Nierenbecken- und HarnleiterkarzinomHäufig entziehen sich diese Tumoren einem frühzeitigen Nachweis. Um so wichtiger ist es, bei Blut im Urin subtile diagnostische Verfahren zur Verfügung zu haben, die die Diagnosestellung verbessern. Neben nichtinvasiven Verfahren wie Zytologie und Röntgendiagnostik sind wir in der Lage, mit ultradünnen endoskopischen Geräten und Videotechnik den gesamten Harntrakt zu inspizieren und gezielt Gewebeproben zu entnehmen. Sollte bei bösartigen Tumoren eine Operation notwendig werden, können wir zusätzlich zur offenen Operation mit moderner Endoskopie- und Lasertechnik unter anderem bei Einzelniere Therapiealternativen unter Vermeidung einer Dialysebehandlung bieten. 3. BlasenkarziomJährlich erkranken in der Bundesrepublik Deutschland schätzungsweise 13.000 Männer und 5.000 Frauen. Blasenkrebs ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40sten Lebensjahr mit zunehmendem Alter an. Man unterscheidet zwei Typen von Blasenkrebs:1. Der oberflächliche Blasenkrebs: diese Form ist mehr oder weniger auf die Schleimhaut beschränkt und ein eher gutartiger Typ. Er stellt 80 Prozent der Blasenkrebse dar.2. Der aggressive Typ, der in die Blasenwand und in die Muskulatur einwächst. Ersterer ist dadurch gekennzeichnet, dass er nach Abschluss der Behandlung erneut auftreten kann. Der zweite, aggressive Typ zeigt häufig ein starkes Wachstum. Daher empfiehlt man eine offene Operation. Zur Behandlung der oberflächlichen Tumoren verwenden wir die klassische transurethrale Resektion, welche wir mit Lasertechnik kombinieren können. Beim aggressiven Blasenkrebs stellt die Entfernung der Harnblase die Therapie der Wahl dar. Die Möglichkeiten einen Ersatz für das Speicherorgan Harnblase zu finden sind vielfältig. Sie reichen von einer Urinableitung in einen Beutel (Ileum-conduit nach Bricker) bis zum vollständigen Ersatz der Blase durch eine "neue Blase" aus eigenem Darm (Neoblase nach Hautmann). Das gesamte Spektrum des Harnblasenersatzes wird in unserer Klinik angeboten, wobei wir aufgrund großer Patientenzahlen auf viel Erfahrung zurückgreifen können. 4. ProstatakarzinomProstatakrebs ist eine Entartung von Zellen in der Vorsteherdrüse des Mannes. Seit 2002 ist das Prostatakarzinom vor Lungen- und Dickdarmkrebs die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Daher ist für jeden Mann ab dem 45. Lebensjahr die Vorsorgeuntersuchung beim Urologen ratsam.Allgemeine und einleitende Informationen zu Prostatakrebs, also zu Prävention, Diagnose und Behandlung finden Sie in der Broschüre der Deutschen Krebshilfe. An unserer Klinik werden diverse Verfahren zur Behandlung des Prostatakrebses angeboten.Die radikale Prostatektomie (Radikaloperation der Prostata) als Goldstandard kann in Abhängigkeit von der Primärdiagnostik oft potenzerhaltend durchgeführt werden. Hierbei bieten wir neben der offenen Schnitt- auch die laparoskopische Operation an. Die HIFU-Technologie verwendet zur Hitzeerzeugung einen hoch intensiven, konvergenten Ultraschallstrahl, der durch Hochleistungstransducer generiert wird. HIFU ermöglicht es dem Operateur das Prostatagewebe zu zerstören, ohne dabei dazwischenliegendes und umliegendes Gewebe zu schädigen. Auf diese Weise können Schnitte, Transfusionen, Allgemeinanästhesie und die daraus entstehenden Komplikationen vermieden werden. Wir sind das dritt größte Zentrum in Deutschland, die diese Therapie mit langjähriger Erfahrung anbietet. Mehr Informationen finden Sie auch unter http://www.edap-hifu.de/ 5. Hodenkrebs Hodenkrebs ist eine bösartige Gewebswucherung, die vom Hodengewebe des Mannes ausgeht. Hodenkrebs tritt meistens im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf und ist in dieser Altersgruppe die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Es können Heilungsraten über 98% erreicht werden. Hierzu gehört die Entfernung des Tumors lokal, gegebenenfalls eine Entfernung der Lymphknoten entlang der Aorta, sowie beim Seminom die Strahlentherapie. Bei fortgeschrittenen Tumoren kann durch eine systemische Chemotherapie meist trotz der Metastasierung eine Heilung erzielt werden. Mit Ausnahme der Strahlentherapie führen wir alle operativen und chemotherapeutischen Behandlungsverfahren zum Teil auch ambulant durch. 6. Nieren-, Harnleiter- & Blasensteine: Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen. Rund fünf Prozent der deutschen Bevölkerung erleben mindestens einmal in ihrem Leben einen Harnstein. Die Steinerkrankung (Urolithiasis) kann sich in Form von Schmerzen und Blutbeimengungen im Urin oder akut durch plötzlich einsetzende krampfartige Schmerzen im Bereich der Flanken oder im Unterbauch äußern. Als allgemeine Risikofaktoren gelten Alter, Beruf, Diät und geringe Flüssigkeitsaufnahme. Es besteht zum Teil eine familiäre Veranlagung. Als Therapiemöglichkeit steht die modernste endoskopische Technologie inklusive Einsatz von Lasertechnik zur Verfügung. ESWL: Bei dieser auch Stoßwellen-Therapie genannten Behandlungsform werden hochenergetische Schallwellen durch eine akustische Linse fokussiert und dann über ein am Körper des Patienten anliegenden Wasserkissen von außerhalb des Körpers („extrakorporal“) in das Innere des Körpers auf den Stein ausgerichtet. Die ESWL erfordert gewöhnlich keine Narkose. Endoskopische Harnsteinentfernung: Die minimal-invasiven Verfahren haben die offenen Steinoperationen nahezu vollständig ersetzt. Unter direkter Sicht können Nierensteine mit einem Instrument entfernt werden, welches über die Flanke in die Niere eingeführt wird (Zugang über die Haut zur Niere - sog. „perkutane Nephrolitholapaxie - PCNL“). Harnleitersteine können mit der Harnleiterspiegelung (Uretero-renoskopie - URS) aufgesucht, vor Ort zertrümmert oder herausgezogen werden. 7. Inkontinenz: Eine Harninkontinenz kann zu sozialen Problemen führen, muss aber kein Schicksal sein. Angemessene Behandlung bringt oft merkliche Erfolge. Zur Diagnostik steht ein digitaler Mehrkanalmessplatz zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der gynäkologischen, chirurgischen, neurologischen und urologischen Abteilung wurde ein zertifiziertes Kontinenzzentrum eingerichtet. Alle aktuellen Operationstechniken stehen somit zur Verfügung. Genannt seien hier zur Auswahl die Schlingenplastiken (TVT, TOT), Suspensions-Operationen wie Burch, aber auch Behandlungen von Organvorfällen. Eine besondere Spezialität unseres Chefarztes ist die Behandlung neurogener Harnblasenentleerungsstörungen bei Patienten mit Spina bifida und Hydrocephalus internus oder erworbenen Querschnittslähmung. Anfragen zu allen Aspekten der Inkontinenz können an die urologische Klinik gerichtet werden. 8. Andrologie:Die Andrologie befaßt sich mit den Störungen der Zeugungsfähigkeit des Mannes, Störungen der endokrinen Hodenfunktion, der Potenz/ Impotenz sowie des unerfüllten Kinderwunsches. An operativen Maßnahmen stehen das Rückgängig machen von Sterilisationen sowie die Behandlung von Penisverkrümmungen zur Verfügung. Bei Penisverkrümmungen sollte jedoch eine stabile Krankheitsphase von mindestens 12 Monaten vorliegen, bevor eine Operation sinnvoll erscheint. Der unerfüllte Kinderwunsch ...... stellt ein Spezialgebiet des urologischen Teams dar, welches sich in den letzten Jahren besonders intensiv mit den Ursachen von Unfruchtbarkeit beim Mann beschäftigt hat. Ein Grund für die männliche Infertilität ist häufig eine Hodenkrampfader (Varikozele), die zu einer Überwärmung des Hodens und damit zu einer Schädigung der Spermien führt. Durch ein in der Abteilung entwickeltes Verfahren, welches mittlerweile als Methode erster Wahl weltweit angewendet wird, kann eine Varikozele auf einfache Weise operativ entfernt werden. Der ambulante Eingriff ist wenig invasiv und risikoarm. 9. Kinderurologie:Eine Vielzahl an urologischen Fehlbildungen sind in der frühen Entwicklungsphase möglich. Hiervon sind häufig Störungen des Harntransportes betroffen. Bei rechtzeitiger Diagnose ist eine Schädigung der Nierenfunktion zu verhindern. Durch endoskopische und auch offene Operationen sind Erkrankungen wie die Harnleiterabgangsenge, Refluxerkrankung, Megaureter, etc. gut zu behandeln. Auch Veränderungen des äußeren Genitales wie der Hodenhochstand, die Vorhautverengung, die Hypospadie u. a. kommen häufig vor. Es steht das gesamte Spektrum der kinderurologischen Betreuung zur Verfügung. Dies umfaßt die ambulante Abklärung von Störungen sowie nötigenfalls deren Operation. Zeugen Jehovas Wir gehören nicht der Glaubensrichtung der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Wir akzeptieren jedoch das Recht eines mündigen und erwachsenen Menschen, bei einem geplanten operativen Eingriff die Gabe von Bluttransfusionen - auch wenn sie lebensrettend sein sollte - aus Glaubensgründen abzulehnen. Wir sind Dank modernster Technik und erfahrenden Operateuren in der Lage Operationen ohne größere Blutverluste durchzuführen. |
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Chefarzt: Prof. Dr. Andreas Gross
Sekretariat: Fr. Destro Tel: 040 18 18 82 - 98 21 Fax: 040 18 18 82 - 98 29
Emal: an.gross@asklepios.com Vertreter: Oberarzt Dr. Holger Böhme Tel: 040 18 18 82 - 98 21 Fax: 040 18 18 82 - 98 29
Email:h.boehme@asklepios.com Oberärzte: Dr. Dietrich Pfeiffer Dr. Marc Wilkens
Sprechstunden/Anmeldung Unsere Sprechstunden finden in der 2. Etage in der perioperativen interdisziplinären Klinik statt.
Terminvereinbarungen bitte unter: Tel: 040 181882 2227
Fax: 040 181882 2229
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