 |
 |
|
 |
|
Die konventionelle Röntgendiagnostik bleibt in der modernen Medizin und Radiologie durch ihre problemlose, schnelle Verfügbarkeit und ihren hohen diagnostischen Stellenwert weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Patientenversorgung. Selbstverständlich beinhalten die Geräte zur konventionellen Röntgendiagnostik heute nicht mehr die Technik aus der Zeit von Conrad Wilhelm Röntgen, sondern ermöglichen Röntgenaufnahmen mit modernster digitaler Aufnahmetechnik und computergestützter Bildverarbeitung. Das bedeutet für unsere Patienten und uns höchste diagnostische Abbildungsqualität bei geringst- möglicher Strahlenexposition. Dabei wird der diagnostisch nutzbare Röntgenstrahl nicht mehr für eine Abbildung auf einem Film genutzt, sondern dient als Signalgeber für Detektoren und Speicherfolien für die Aufzeichnung, Weiterleitung und Erstellung der Bilddaten. Am Ende werden die Bilddaten in großen Computerarchiven gespeichert, so dass sich eine herkömmliche Filmausgabe erübrigt. Im Krankenhaus sind die Bilder jederzeit auf allen Stationen über Computer aufrufbar, d.h. die Suche nach Röntgenaufnahmen entfällt. Zur Weiterbehandlung außerhalb des Krankenhauses können die Bilddaten auf handlichen CDs gespeichert mitgegeben werden. Im Einzelbedarfsfall können aber noch Röntgenfilme hergestellt werden. Zur konventionellen Röntgendiagnostik am Röntgeninstitut zählen:• Thoraxaufnahmen mit Abbildung von Herz und Lungen zur Beurteilung von Infiltrationen (Pneumonien), Stauung, Erguss und Herzvergrößerungen, Tumoren. • Skelettaufnahmen zur Weichteil- und Gelenkdiagnostik einschließlich aller gängigen chirurgisch- orthopädischen röntgenometrischen Messverfahren auch zur Bestimmung von Beinlängen, Gelenkwinkeln, Achsdeviationen (Becken-Bein-Statik), und Wirbelsäulenverkrümmungen (Skoliosen) . • Funktionsaufnahmen der Hals- und Lendenwirbelsäule in Ante- und Retroflexion und sog. “Bending”- Aufnahmen, sowie sog. Stressaufnahmen von Gelenken unter Belastung zur Stabilitätsprüfung von Gelenk- und Bandapparatstrukturen z.B. am oberen Sprunggelenk, an den Schultereckgelenken und zur Prüfung einer Beckenringinstabilität. Zur Röntgendiagnostik an der Asklepios Klinik Barmbek gehören zwei Arbeitsplätze, die mit konventioneller (Röntgen-) Tomographie ausgerüstet sind. Diese Technik ermöglicht überlagerungsfreie scharfe Abbildungen von Körperstrukturen, die sonst nur als Summationsbild mit anderen umgebenden Strukturen erfasst werden. Dazu zählen Schichtaufnahmen von Knochen, Gelenken und auch inneren Organen wie Nieren und Gallenwegen. Besonders für spezielle Fragestellungen, wie z.B. die Lockerung einer Endoprothese, die Bildung einer Pseudarthrose an langen Röhrenknochen und Diagnostik bei Herzschrittmacherpatienten ist diese Verfahren eine geeignete Alternative. Die Röntgendiagnostik an Notfall-/Unfallpatienten (Polytrauma) wird in einem speziell ausgerüsteten Raum der zentralen Notaufnahme mit einem Multifunktions-C-Bogen-Röntgengerät in der gleichzeitigen interdisziplinären Zusammenarbeit von Chirurgen, Anästhesisten und Radiologen durchgeführt. Einen weiteren Schwerpunkt der konventionellen Röntgendiagnostik am AKB bilden in enger Zusammenarbeit mit der Urologie die Röntgenuntersuchungen der ableitenden Harnwege. Zu den speziellen Untersuchungen der Nieren und der ableitenden Harnwege zählen • die funktionelle Diagnostik der Urodynamik mit Hilfe von Kontrastmitteln, die unter ärztlicher Kontrolle intravenös injiziert und über die Nieren ausgeschieden werden, sowie die Lokalisationsaufnahmen von Nieren-, Harnleiter- und Blasensteinen. • Zur Feindiagnostik von Harnsteinen, Nierenkelchen, Nierenbecken (Pyelonephritisdiagnostik) und der Nierenkonturen (Zysten-/Tumordiagnostik) wird die Kontrast-Ausscheidungsurographie eingesetzt, gegebenenfalls in Kombination mit der bereits erwähnten Tomographie. • Zur konventionellen Röntgendiagnostik zählen ebenfalls die Röntgenuntersuchungen des Magen- Darmtrakts, die als Übersichtsaufnahmen und/oder Funktionsuntersuchungen unter moderner strahlenexpositionsparender gepulster Durchleuchtung durchgeführt werden, sowie • Speiseröhren-Magen-Darm-Passagen mit oralen Kontrastmitteln und Passagezeitbestimmungen zur Diagnostik bei Obstipation und die Dünndarmuntersuchung nach Sellink. Dickdarmuntersuchungen im Mono- oder Doppelkontrastverfahren einschließlich funktioneller Röntgenuntersuchung der Darmentleerung (Defäkation) ergänzen das Angebot. |
|
 |
 | |
 |
|
 |