Die Manuelle Lymphdrainage ist eine vergleichsweise junge Therapieform, die in allen Fachbereichen der Medizin zum Einsatz kommen kann. (Zwar wurde das Lymphgefäßsystem bereits im 16. Jahrhundert beschrieben, die Wirksamkeit der Lymphdrainage wurde erst in den siebziger Jahren (1970) von Dr. Asdonk wissenschaftlich bewiesen).
Die Behandlung orientiert sich am Verlauf des Lymphgefäßsystems. Durch schonende manuelle Gewebsverformungen, überwiegend an der Körperoberfläche, wird der Abtransport von Gewebsflüssigkeit gefördert. Dabei kommt es darauf an, die Flüssigkeit des Ödems in Gebiete des Körpers zu verschieben, wo gesunde und damit leistungsfähige Lymphknoten erhalten sind. Ziele::: Verbesserung der Lymphtransportkapazität :: Entstauung von Körperregionen :: Senkung der postoperativen Komplikationsrate nach unfallchirurgischen oder orthopädischen Eingriffen :: Förderung der Neubildung von Lymphgefäßen an den Unterbrechungsstellen :: Schmerzlinderung
Indikationen::: nach operativen Eingriffen :: sekundäre Lymphödeme nach operativer Tumorausräumung mit Entfernung von Lymphknoten (Bsp. Tumore der Brust oder Tumore des kleinen Beckens) :: primäre Lymphödeme bei einer angeborenen Fehlbildung des Lymphgefäßsystems :: neurovegetative Syndrome wie M. Sudeck, Migräne, Trigeminusneuralgie
Klassische Massage Die klassische Massage war bereits im Altertum bei den Römern und zur Zeit der Pharaonen im alten Ägypten bekannt. Sie wurde schon immer zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Ziele::: Verbesserung der Durchblutung :: Regulierung des Muskeltonus (Muskelspannung) :: Schmerzlinderung :: Entspannung
Indikationen::: bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates (Wirbelsäulensyndrome, rheumatische Erkrankungen) :: neurologische Erkrankungen z. B. Spastiken, Parkinson, Lähmungen, Gefühlsstörungen :: Sportler :: allgemeine Überbelastung