Vier Schwerpunkte charakterisieren das operative Spektrum der Abteilung:
1. Die Versorgung von Verletzungen des Bewegungsapparates
Wir führen indikationsabhänig alle Osteosyntheseverfahren unter Verwendung modernster Implantate durch. Diese sind in erster Linie:
• Marknagelungen
• Plattenosteosynthesen
• Zuggurtungsosteosynthese
• Fixateur externe
Bei Defektsituationen oder Heilungsverzögerungen am Knochen setzen wir die autologe Knochentransplantation aus dem Beckenkamm und moderne Knochenersatzstoffe ein.
Auch Frakturen mit begleitenden schweren Hautweichteilverletzungen oder Defektzustände bei chronischer Osteitis werden umfassend versorgt.
Fraktur- und anlagebedingte Achsfehlstellungen der langen Röhrenknochen werden durch so genannte Umstellungsosteotomien korrigiert.
Im Bereich der Fußchirurgie werden neben den Unfallverletzungen auch erworbene Fehlstellungen, wie z. B. der Hallux valgus differenziert behandelt.
Sportverletzungen, wie z. B. Zerreissungen großer Sehnen (Achillessehnenruptur), Kniebandverletzungen und Schulterverletzungen sind Teil unserer täglichen operativen Routine.
Daraus ergibt sich der
2. Schwerpunkt der Abteilung, die Arthroskopische und offene Chirurgie der großen Gelenke.
In "Schlüssellochtechnik" werden am Kniegelenk Kreuzbandersatzoperationen, Meniskusoperationen und Eingriffe am Gelenkknorpel durchgeführt. Die Knorpel-Knochen-Transplantation (Mosaikplastik) oder die Knorpelzelltransplantation ermöglicht die Wiederherstellung tiefgreifender Knorpeldefekte an Knie- und Sprunggelenk.
Am Schultergelenk steht die Behandlung der traumatischen Schulterinstabilität nach Schulterluxationen (Schultergelenksverrenkungen), die Beseitigung von Rißbildungen in der Rotatorenmanschette und die Behandlung von Schulterschmerzen bei Einklemmungssyndrom (Impingementsyndrom) im Vordergrund.
Auch hier setzen wir vorzugsweise arthroskopische Verfahren (Schlüssellochchirurgie) ein.
Durch die gute Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesiologie mit großzügiger Anwendung fortschrittlicher Regionalanästhesieverfahren (z.B. Armplexus-Katheter, Periduralkatheter) können wir die postoperativen Schmerzen minimieren und auf diese Weise eine schnellere und schmerzfreie Rehabilitation unserer Patienten erreichen.
3. Schwerpunkt - Endoprothetik
Die dritte große Säule des chirurgischen Spektrums der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Asklepios Klinik Barmbek sind Gelenkersatzoperationen. Wir bieten für das Hüftgelenk zementierte und zementfreie Implantate an. Die Entscheidung darüber, welches Implantat am günstigsten ist, hängt individuell vom Alter und Zustand des Patienten und von der Knochenqualität ab. Bei aktiven Patienten unter 70 Jahren mit guter Knochenqualität favorisieren wir die zementfreie Implantation. Indikationen sind vor allem die Coxarthrose (Hüftgelenksverschleiß) und der Oberschenkelhalsbruch.
Gelenkersatzoperationen am Schultergelenk führen wir bei schwerwiegenden komplexen Frakturen, sowie bei Verschleißerkrankungen (Omarthrose) durch.
Am Sprunggelenk lässt sich bei schwerwiegenden Gelenkveränderung infolge einer Verletzung oder Verschleiß durch den Einsatz einer Endoprothese Schmerzfreiheit erreichen.
Für Wechseloperationen gelockerter Endoprothesen an Hüft- Knie- und Schultergelenk setzen wir in Abhängigkeit vom Befund der individuellen Situation angepasste Spezialimplantate ein.
4. Schwerpunkt - Gefäßchirurgie und septische Chirurgie
In der Gefäßchirurgie unseres Hauses werden operative Eingriffe bei arteriellen Durchblutungsstörungen der peripheren Gefäße und hirnzuführenden Gefäße durchgeführt. Indikationsabhängig können wir dabei neben den üblichen offen chirurgischen Verfahren (Desobliteration und Bypassoperation) in Zusammenarbeit mit unserer leistungsfähigen radiologischen Abteilung auch innovative minimalinvasive Techniken wie Ballondilatation mit Stentimplantation durchführen. Zum Spektrum gehören weiterhin Gefäßersatzoperationen bei Aneurysmen und Verschlüssen der Bauchschlagader. Im Bereich der Venenchirurgie werden Krampfaderoperationen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der nephrologischen Abteilung unseres Hauses verfügen wir über große Erfahrungen in der Dialyse-Shunt-Chirurgie.
Wir sind Mitglied des Wundzentrums Hamburg: Patienten mit chronischen Wunden im Rahmen von Durchblutungsstörungen und bei Diabetes mellitus werden in unserer Wundsprechstunde mit innovativen Verbandstechniken engmaschig behandelt. In Zusammenarbeit mit entsprechenden Pflegediensten sowie den niedergelassenen Kollegen betreuen wir die Patienten ambulant und, falls erforderlich, auch unter stationären Bedingungen.
Unser Prinzip ist, auf dem Boden bewährter Behandlungsmethoden für den einzelnen Patienten die individuell beste Behandlungsmöglichkeit auszuwählen. Wir bemühen uns um kurze Wartezeiten bei den Elektiveingriffen.
Nach dem Umzug des Barmbeker Krankenhauses in das neue Klinikgebäude am 10. Dezember 2005 profitieren unsere Patienten von den baulichen und organisatorischen Neuerungen. Wir sind in ein modernes patientenfreundliches Haus gezogen. Dieses steht, und wir beziehen unsere gemeinsam entwickelte Leitidee auch auf die II. Chirurgie,
„mit der Tradition von früher
und der Medizin von morgen
für den Menschen von heute“.