Die Asklepios Klinik Barmbek ist ein Krankenhaus mit langer Tradition.
1914 (erstmals erbaut)
Das AK Barmbek wurde nach umfangreichen Planungen zwischen 1910 und 1913 erbaut. Neben Eppendorf und St.Georg wurde dringend ein drittes Großkrankenhaus benötigt. Die Bevölkerung Hamburgs war schnell angewachsen, die Bebauung hatte sich nach Norden und Osten stark verdichtet. Der Bau wurde umso dringlichen, nachdem bei der letzten Choleraepidemie 1892 fast 10.000 Menschen umgekommen waren. Viele Patienten hatten in den überfüllten Krankenhäusern keinen Platz gefunden. Die Bettennot war so groß, dass man in der Nähe des geplanten Barmbeker Neubaus bereits ein provisorisches Barackenkrankenhaus eröffnete.
Das AK Barmbek wurde 1913 mit rund 30 Pavillons und über 2000 Betten eröffnet. Damit eine Ausbreitung der Infektionserkrankungen innerhalb des Krankenhauses besser verhindert werden konnten, baute man nicht ein kompaktes großes Haus, sondern eine Vielzahl einzelner Pavillons.
Im Notfall konnte das AKB um 650 Betten erweitert werden. Röntgenabteilung und Laboratorien, Badehaus und Apotheke ergänzten die klinischen Einrichtungen. Die eigene Küche, Wäscherei und Wärmeversorgung garantierten das leibliche Wohl. Der Standort und die Pavillonbauweise entsprachen damals den neuesten hygienischen Anforderungen. Das AK Barmbek wurde im Grünen gebaut, es verfügte über eigene Brunnen mit sauberem Wasser und Frischluftzufuhr durch den benachbarten Stadtpark. Industrieansiedlung sollte ferngehalten werden. Die benachbarten Stadtteile entstanden erst später in den zwanziger Jahren.
In beiden Kriegen war das AK Barmbek zeitweise Reservelazarett. Bei den Luftangriffen wurden Gebäude zerstört. Nach 1945 war das AK Barmbek zunächst englisches Militärkrankenhaus, später wurde es akademisches Lehrkrankenhaus.
Im Verlauf seiner mehr als 90 jährigen Geschichte wurde die AK Barmbek immer wieder umgebaut, so dass die Errungenschaften der modernen Medizin Einzug halten konnten. Die einzelnen Pavillons blieben jedoch bestehen und damit die vielen und weiten Transportwege auf dem Gelände, die stark zersiedelte Unterbringung der Diagnostik- und Therapiebereiche und die für heutige Verhältnisse zu kleinen und nicht mehr zeitgemäßen Stationen. Die AK Barmbek konnte allerdings ohne grundlegend neue Baustruktur den heutigen und den künftigen Anforderungen an einen wettbewerbsfähigen Krankenhausbetrieb nicht mehr entsprechen. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat sich dann ende der 90 er Jahre entschlossen, das AK Barmbek auf dem nördlichen Bereich des Krankenhausgeländes neu zu bauen (nach 30 Jahren der erste neue Krankenhausbau des Senates) . Wie schon damals entspricht auch heute die neue Asklepios Klinik Barmbek den modernsten Anforderungen seiner Zeit. Patientenorientierte Arbeitsabläufe, kurze Wege und modernste Medizintechnik bieten eine hohe klinische Qualität.
Mit dem Neubau der Klinik ist die Zukunft der Versorgung der Hamburger Bürger mit hochwertigen medizinischen Leistungen bei einem erheblichen Zuwachs an Komfort am Standort Barmbek gesichert. Dafür danken wir allen, die uns bei der Realisierung dieses Projektes geholfen haben, insbesondere dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, ganz herzlich.