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Der mit 97 Betten (inklusiv Intensivbettenanteil) größte Fachbereich der Klinik steht seit 1. April 2005 unter der Leitung von Herrn Chefarzt Privat-Dozent Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stempfle. Er und sein Team -Oberärzte mit den Schwerpunktsbezeichnungen Kardiologie und Gastroenterologie, weitere Fachärzte für Innere Medizin, Ärzte in der internistischen Weiterbildung sowie MTAs (Medizinisch-technische Assistenten) - gewährleisten die gewissenhafte Erkennung und Behandlung von Erkrankungen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin.
Garant für den Erfolg der Abteilung ist neben einer patientenorientierten Pflege und einer hochtechnisierten medizinischen Ausrüstung, der Ausbildungsstand, das Wissen und Können der Mitarbeiter. Auf die medizinische Fort- und Weiterbildung sämtlicher Kollegen durch klinikeigene Fortbildungsveranstaltungen sowie durch den Besuch von Fachkongressen und wissenschaftlichen Veranstaltungen wird besonderer Wert gelegt, um so stets ein hohes Qualitätsniveau der medizinischen Versorgung unserer Patienten gewährleisten zu können. |
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Prof. Dr. med. H. U. Kreider-Stempfle Facharzt für Innere Medizin Kardiologe und Diabetologie (DDG) |
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:: Kardiologie :: Gastroenterologie :: Intensivmedizin :: Schlaganfall-Einheit
Kardiologie Die Kardiologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen. Dies umfasst die koronare Herzerkrankung, den akuten oder drohenden Herzinfarkt, Herzklappenfehler, eine Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie eine Vorbeugung des plötzlichen Herztodes. Wichtiger Schwerpunkt ist die vorbeugende Risikostratifizierung und -behandlung (Bluthochdruckdiagnostik und -einstellung, Diabetesbehandlung und Ernährungstherapie). Seit April 2005 bietet die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz die komplette invasive kardiologische Versorgung an. Dies wurde durch eine Kooperation mit der Medizinischen Klinik - Innenstadt der Ludwig-Maximilians Universität München möglich. Ein modernes digitales Herzkatheterlabor mit einer biplanen Anlage ermöglicht bei Risikopatienten, vor allem bei Patienten mit Niereninsuffizienz, mit geringer Kontrastmittelbelastung, aussagekräftige Darstellungen der Herzkranzgefäße zu erhalten. Den Patienten der Region kommt dabei die langjährige Erfahrung von Chefarzt Privat-Dozent Dr. Kreider-Stempfle bei der Durchführung von konventionellen Herzkatheteruntersuchungen und Interventionen (Ballondilatationen, Stentimplantationen, Bestrahlungen, Rotablationen, Druckdraht- und Dopplermessungen) im Bereich der Herzkranzgefäße, Nieren- und Halsschlagadergefäße zu Gute. Rechtsherzkatheteruntersuchungen inklusive Myokardbiopsien (Herzmuskelbiopsien) werden im Rahmen der kardiologischen Diagnostik bei herztransplantierten Patienten routinemäßig in der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz durchgeführt. Auf dem Gebiet der Implantation von permanenten Herzschrittmachersystemen blickt die Klinik bereits auf eine langjährige Tradition zurück. Derzeit werden in unserem Hause circa 70 Einkammer- und Zweikammersysteme jährlich in Zusammenarbeit mit der chirurgischen Abteilung implantiert. Seit neuestem erfolgte eine Ausweitung auf Implantationen von AICD-Systemen (Defibrillatoren) bei erkennbar hochgradiger Gefährdung für lebensbedrohliche tachykarde (schnelle) Herzrhythmusstörungen. Sämtliche Schrittmacher und AICD-Systeme der in Deutschland am meisten vertretenen Herstellerfirmen können am Standort kontrolliert und programmiert werden.
Die weiteren Untersuchungsmöglichkeiten umfassen das gesamte Spektrum der nicht invasiven internistisch-kardiologischen Diagnostik. Modernste Herz-Ultraschallgeräte (Echokardiographie) mit farbcodierter Blutflussdarstellung sowie der Möglichkeit zur Untersuchung über die Speiseröhre (TEE) ermöglichen eine nicht invasive Herzuntersuchung zur Beurteilung von Herzmuskel- oder Klappenfunktion. Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Herzens wird die Untersuchung unter medikamentös stimulierter oder ergometrischer Belastung durchgeführt (Stress-Echokardiographie). Die moderne Diagnostik von Venen- und Arterienerkrankungen erfolgt ebenfalls unblutig mittels Ultraschall in Form der Doppler-Sonographie und Farbduplex-Sonographie. Zur Erkennung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen dienen EKG, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG. Für die Diagnostik von Störungen der Atmung steht neben der Blutgasanalyse und der einfachen Spirometrie (bei Bedarf mit medikamentöser bronchienerweiternder Medikation = Bronchiolyse) ein so genanntes Bodyplethysmographiegerät für die differenzierte Funktionsdiagnostik zur Verfügung. Kreislaufregulationsstörungen sowie plötzliche Bewusstseinsverluste (Synkopen) werden zusätzlich mittels Langzeitblutdruckmessung und Schellong-Test abgeklärt.
Gastroenterologie In der Gastroenterologie werden Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse versorgt. Ultraschall und Endoskopie haben die Diagnostik in diesem Bereich in den letzten Jahren revolutioniert. Der Ultraschall (Sonographie) erlaubt es, auch im Notfall eine Vielzahl krankhafter Veränderungen im Bauchraum rasch zu erkennen, ohne den Patienten unnötig zu belasten. Mittels Ultraschall werden außerdem Organe gezielt punktiert zur Gewinnung von Gewebe und zur Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen und Abszessen. Im vergangenen Jahr wurden rund 3500 dieser Untersuchungen in unserer Abteilung durchgeführt. Für die Endoskopie stehen Glasfaser- und modernste Video-Instrumente zur Verfügung, die es erlauben, große Teile des Magen-Darmtraktes direkt einzusehen und auch die einmündenden Gangsysteme von Galle und Bauchspeicheldrüse darzustellen. Dabei ergeben sich zusätzlich vielfältige therapeutische Möglichkeiten, wie z.B. die Verödung von Krampfadern der Speiseröhre, die Blutstillung bei blutenden Schleimhautveränderungen, die Abtragung von Polypen, die Bergung von Fremdkörpern, die Entfernung von Gallengangsteinen, das Einlegen von Gallengangsprothesen oder die endoskopisch gesteuerte Einführung von Ernährungssonden durch die Bauchwand. Jährlich werden in unserer Abteilung rund 1500 gastroenterologische Endoskopien durchgeführt. In Notfällen können diese Untersuchungen jederzeit rund um die Uhr vorgenommen werden. Für die Funktionsdiagnostik des Magens steht ein Gerät für die Langzeit-Ph-Metrie zur Verfügung. Die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz verfügt über ein interdisziplinäres Bauchzentrum. Auf dieser Station werden gemeinsam von Gastroenterologen und Viszeralchirurgen Patienten mit Erkrankungen des Bauchraumes diagnostisch und therapeutisch versorgt.
Intensivmedizin Die durch unsere Abteilung ausgeübte internistische Intensivmedizin umfasst die Akut- und Notfallversorgung sowie die Intensivbehandlung und Überwachung von Patienten mit z. B. drohendem oder akutem Herzinfarkt, mit schweren Herzrhythmusstörungen, akuter Herzinsuffizienz, Blutdruckkrisen, Lungenembolie, akuter Ateminsuffizienz, bedrohlichen Magendarmblutungen, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen, schweren Organ- und Allgemeininfektionen und verschiedenen Schockzuständen bis hin zum Multiorganversagen. An speziellen Techniken kommen zum Einsatz die elektrische Cardioversion und Defibrillation, die Elektrostimulation und Schrittmacherbehandlung, maschinelle Kurz- und Langzeitbeatmung sowie die Hämofiltration (Blutreinigung).
Schlaganfall-Einheit Im Streben nach Optimierung der Patientenversorgung wurde 2003 eine Schlaganfall-Einheit im Rahmen des TEMPIS-Projektes (Telemedizinisches Pilotprojekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in der Region Süd-Ost-Bayern) eingerichtet. Unter Einbeziehung der bereits vorhandenen bildgebenden Diagnostik mit Computer- und Kernspintomographie wurde das Versorgungsangebot durch eine spezielle Überwachungseinheit mit 4 Monitorbetten erweitert. Klinische Linguistik und Schluckdiagnostik, transcranielle Doppler- und Duplex-Sonographie sowie die Möglichkeit, Hirnstromkurven (EEG) abzuleiten, ergänzen das bereits vorhandene diagnostische Spektrum. Auch die so genannte Lysebehandlung in der Herzinfarkttherapie, seit Jahrzehnten bestens etabliert, kann für frische Schlaganfälle vorgehalten werden. Den Mittelpunkt der Schlaganfall-Einheit bildet der telemedizinische Konferenzraum, welcher es ermöglicht via Kamera, Bildschirm und Sprachverständigung Patienten live in den neurologischen Kompetenzzentren (Krankenhaus München-Harlaching sowie Universitätsklinik Regensburg) vorzustellen. |
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