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Über das interdisziplinäre Bauchzentrum

Bachzentrum
Unter dem Motto - "Chirurgisch und internistisch - gemeinsam untersuchen, behandeln und helfen!" - entstand die Vision, Patienten mit zunächst nicht eindeutigen oder komplexen Erkrankungen des Bauchraumes auf einer interdisziplinären Station gemeinsam zu betreuen.

Das Bauchzentrum der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz vereinigt die beiden Fachgebiete Gastroenterologie und Viszeralchirurgie. Auf den Verdauungstrakt spezialisierte Internisten und Chirurgen arbeiten hier zusammen.

Grundprinzip ist, durch täglich fachübergreifend durchgeführte Sprechstunden, Visiten und Fallkonferenzen die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt zu planen und durchzuführen.
Das Bauchzentrum bietet hierbei ein breites Leistungsspektrum chirurgischer und gastroenterologischer Behandlungsmethoden: medikamentöse Behandlung, interventionelle Endoskopie, minimalinvasive Chirurgie und die klassische Schnitt-Operation.

Zusammengefasst bringt das Behandlungsteam des Bauchzentrums für den Patienten folgende Vorteile:

:: Der zeitliche Ablauf von Diagnose und Behandlung wird optimiert
:: Doppeluntersuchungen werden vermieden
:: Verlegungen werden überflüssig
:: Der stationäre Aufenthalt wird verkürzt
:: Das bestmögliche Behandlungsergebnis wird erreicht
Chefärzte

Ärztlicher Direktor
Dr. med. Claus Kiehling
Facharzt für Chirurgie und
Viszeralchirurgie

Priv.-Doz. Dr. med.
Hans Ulrich Kreider-Stempfle

Facharzt für Innere Medizin
Kardiologe und Diabetologe (DDG)
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Weitere Abteilungen

Oberärzte

Dr. med. Michael Lang
Facharzt für Chirurgie
Viszeralchirurgie und Proktologie

Dr. med. Frank Dorfmeister
Facharzt für Innere Medizin und
leitender Gastroenterologe

Dr. med. Andreas Puschmann
Facharzt für Innere Medizin und
Gastroenterologie
Kontakt

Sekretariat:
Renate Lohberger
Annemarie Schmutzer

Telefon:
0 80 41 / 5 07 - 12 11

Telefax:
0 80 41 / 5 07 - 12 13

E-Mail:
chirurgie.badtoelz@asklepios.com


Sekretariat:
Helga Reheis
Gabriele John

Telefon:
0 80 41 / 5 07 - 12 21

Telefax:
0 80 41 / 5 07 - 12 23

E-Mail:
h.reheis@asklepios.com
Gastroenterologische Behandlungsschwerpunkte

Die Gastroenterologie bildet mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts einen zentralen Mittelpunkt der Inneren Medizin. Dabei stellt sie ein Bindeglied zwischen den bildgebenden Verfahren der Radiologie und den diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Chirurgie dar.
In diesem Kontext werden pathologisch-anatomische Befunde gesammelt, Symptome zu Diagnosen zusammengesetzt und entsprechende Behandlungsmaßnahmen eingeleitet. Besonders in den letzten Jahren ist dabei die diagnostische und interventionelle Endoskopie als ein den Patienten wenig belastendes Verfahren  verfeinert worden. Der entscheidende Vorteil liegt dabei in der Möglichkeit, mit patientenschonenden, flexibel gestalteten Videoendoskopen die Organe des Verdauungstraktes von innen zu untersuchen. Neben den diagnostischen Optionen gelingt es mit diesen Endoskopen auch, Beiträge zur Therapie von Patienten zu leisten. Zu nennen sind an dieser Stelle neben der Entnahme von Biopsien die endoskopische Blutstillung, die Aufdehnung von Engstellen, die Entfernung von Polypen und kleineren Tumoren, die Behandlung von Gallengangssteinen sowie prothetische Überbrückung von Engstellen und Verschlüssen im Magen-Darmbereich sowie im Bereich der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge.
Selbstverständlich werden all diese aufwändigen endoskopischen Maßnahmen nur unter einer entsprechenden Sedierung in Form eines narkoseähnlichen Schlafes des Patienten und dauerhafter Herzkreislaufüberwachung durchgeführt.

:: Magen-und Zwölffingerdarmspiegelung - Ösophagogastroduodenoskopie
:: Dickdarmspiegelung - Coloskopie
:: Spiegelung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse - ERCP
:: Internistische Sonographie

Bauch3Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung - Ösophagogastroduodenoskopie
Untersucht wird hier neben Rachen, Speiseröhre, Magen auch der komplette Zwölffingerdarm mittels dünnen flexiblen Endoskopen. Neben der frühzeitigen endoskopischen Erkennung von Tumorerkrankungen spielen hier die Refluxkrankheit, die Ulcuskrankheit - Geschwüre in Magen und Zwölffingerdarm - sowie die bakterielle Besiedelung mit Helicobacter pylori, als Auslöser der chronischen Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und die Erkennung und Therapie von Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt im klinischen Alltag die größte Rolle.

Dickdarmspiegelung - Coloskopie
Die Spiegelung des gesamte Dickdarms und des letzten Abschnitts des Dünndarms hat sowohl in der Prävention und Früherkennung des Dickdarmkrebses, als auch in der Diagnostik entzündlicher Darmerkrankungen einen hohen Stellenwert gewonnen. Nach einer gründlichen Darmreinigung ist eine sehr sensitive und spezifische Untersuchung der Darmschleimhaut durch die modernen Optiken der Endoskope möglich. Auf diesem Weg können Polypen, die Vorstufe des Dickdarmkarzinoms, frühzeitig erkannt und entfernt werden und Schleimhautproben (Biopsien) gewonnen werden. Komplizierte Polypen oder Tumore können ggf. auch im Zusammenwirken mit der Viszeralchirurgie im sogenannten Rendez-vous Verfahren endoskopisch lokalisiert und dann minimal-invasiv, gewissermaßen in Schlüssellochtechnik, vom Chirurgen entfernt werden. Der große Darmeingriff mit schwerwiegenden Folgen und langem Klinikaufenthalt kann auf diese Weise verhindert und Tumoren im Frühstadium therapiert werden.

Spiegelung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse - ERCP
Die Endoskopisch Retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP) ist ein endoskopisches Spezialverfahren, welches den Blick auf die Mündung des Gallengangs in den Zwölffingerdarm (Papille) und die gezielte Sondierung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüsengänge ermöglicht. Über eine Sonde können Kontrastmittel zur radiologischen Darstellung, feine Führungsdrähte und Spezialkatheter in den Gallengang und Bauchspeicheldrüsengang eingeführt werden, um das Entfernen von Steinen oder Einbringen von Plastik- und Metallprothesen zur Engstellenüberbrückung der Gänge zu ermöglichen.

Internistische Sonographie
Die Ultraschallanwendungen in der Medizin haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Wesentliche Entwicklungen in Bildaufbau und Wiedergabe ermöglichen heute erheblich genauere Feinbeurteilungen der Gewebestrukturen. Darüber hinaus kann die Durchblutung in bestimmten Blutgefäßregionen oder Organen mittels Dopplersignal gemessen werden. Zusätzlich besteht die Option auffällige Organe oder Flüssigkeitsverhalte im Bauchraum gezielt zu punktieren, um Gewebe für die feingewebliche (histologische) Untersuchung und zelluläre Aufarbeitung zu gewinnen und diese Verhalte ggf. nach Punktion zu drainieren.

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:: Flyer Bauchzentrum
Viszeralchirurgische (bauchchirurgische) Behandlungsschwerpunkte

:: Eingriffe bei Tumorerkrankungen des Magen-Darmtraktes
:: Minimal-invasive Eingriffe an Dünn- und Dickdarm
:: Coloproktologie (Erkrankungen des Dick- und Enddarmes)


Bauchzentrum
Eingriffe bei Tumorerkrankungen des Magen-Darmtraktes

Die zweithäufigste Todesursache in Deutschland ist bedingt durch eine bösartige Tumorerkrankung. Hierbei sind die Tumoren im Bauchraum die häufigste Ursache. Im Rahmen der Früherkennung und der möglichst frühen operativen Versorgung lässt sich jedoch eine Heilung der ansonsten tödlichen Erkrankung erzielen. Gemäß den Richtlinien und Empfehlungen der jeweiligen Fachgesellschaften werden Patienten mit Tumorleiden nach dem aktuellsten Therapieregime behandelt. Unter Einbeziehung von weiteren Spezialisten wie Radiologen, Pathologen und Anästhesisten werden unsere Patienten auf die modernste Weise vorbereitet, operiert und nachbehandelt.

Minimal-invasive Eingriffe an Dünn- und Dickdarm
Minimal-invasive Chirurgie (sog. Schlüssellochchirurgie) ist das Durchführen klassischer, herkömmlicher Operationen über minimale Zugänge. Anstelle eines großen Bauchschnittes werden durch kleine Einstiche Sicht- und Arbeitsgeräte eingeführt. Mittels moderner Videotechnik, welche zudem Vorteile in der Befunddokumentation und Weiterleiten von Befunden bietet, werden geeignete Operationen durchgeführt. Diese minimal-invasive Chirurgie bringt dem Patienten entscheidende Vorteile: Die Wunden sind kleiner, damit wird ein besseres kosmetisches Ergebnis erzielt. Der postoperative Wundschmerz und die postoperative Darmlähmung sind geringer. Zudem treten seltener Wundinfektionen auf. Limitiert ist dieses Verfahren häufig, wenn bereits mehrfach voroperiert wurde und mit starken Verwachsungen zu rechnen ist.

Die häufigsten bauchchirurgischen Eingriffe sind bundesweit, wie auch in unserer Klinik, Gallenblasen-, Dickdarm-, Leistenbruch- und Blinddarmoperationen. Der weit überwiegende Anteil dieser Operationen erfolgt laparoskopisch. Unter der Laparoskopie versteht man Eingriffe, die mit Hilfe eines optischen Instruments innerhalb der Bauchhöhle durchgeführt werden. Diese Eingriffe gehören zum Bereich der minimal-invasiven Chirurgie.
Darüber hinaus werden auch Operationen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen minimal-invasiv durchgeführt.

Coloproktologie (Erkrankungen des Dick- und Enddarmes)
Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Klinik sind proktologische Eingriffe.
Jeder zweite Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens ein Problem in diesem sensiblen Bereich. Dies sind Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Fisteln, Schließmuskelschwächen, Darmvorfall und Beckenbodendescensus. Operationen müssen dabei unter besonderer Beachtung des Schließmuskels erfolgen. Doch vor einem jeden Eingriff muss die sorgsame Diagnostik erfolgen. Aus diesem Grund stehen neben den Routineuntersuchungstechniken wie Proktoskopie und Rektoskopie auch die Endo-Ultraschall- Untersuchung zur Verfügung. Ohne große Vorbereitung ist diese Untersuchung jederzeit verfügbar und gibt wertvolle Information über den Schließmuskelapparat.

Im Operationssaal stehen auch hier, den aktuellsten Empfehlungen der Fachgremien folgend, die modernsten OP-Techniken zur Verfügung. So können mittels TEM (transanaler, endoskopischer Mikrochirurgie) auch geeignete Tumore entfernt werden, ohne einen großen Bauchschnitt durchführen zu müssen. Weitere transanale OP-Techniken existieren um Eingriffe für den Patienten so schonend wie möglich zu gestalten.
Die chirurgische Abteilung der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz war unter den ersten zehn Kliniken in Deutschland, die die moderne Hämorrhoiden Operation nach Longo eingeführt haben. Heute führen wir dazu noch die STARR Methode zur wenig invasiven Operation des Darmvorfalles und der Rektozele durch, ebenso wie alle anderen Therapieverfahren in diesem Bereich, beispielsweise Abszesse und Fisteloperationen.