Um Belastungen des noch schwachen Körpers gering zu halten, beginnt unsere Therapie - wenn erforderlich - am Patienten im Bett. Dabei ermöglicht die stationsbezogene Therapie mit angegliederten Behandlungsräumen ein intensives und zeitnahes Eingehen auf die Problemstellung des Patienten.
In dieser frühen Phase ist eine Unterstützung der Atmung genau so
wichtig wie das Fördern und Erleichtern sinnvoller Bewegungsabläufe und Aktivitäten. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit gestärkt und der Patient kann an die Erfahrungen aus seinemBewegungsrepertoire anknüpfen.
Ziel unserer Therapie ist es, einen möglichst flüssigen und beschwerdefreien Bewegungsablauf zu erreichen, der es den Patienten ermöglicht, auf die „eigenen Füße zu kommen“. Aber auch das Verhindern sekundärer Bewegungseinschränkungen bei bestehenden Lähmungen ist von Bedeutung, um spätere Chancen zu wahren.
Der direkte therapeutische Kontakt bei der Behandlung wird ergänzt durch den Einsatz moderner Therapiegeräte (vom Ultraschall bis zum Laufband). Neben der Anwendung neurologischer Standardtherapien können wir auch auf spezielle Fragestellungen eingehen: Unser Therapieangebot reicht von manueller Therapie über unterschiedlichen Entspannungsverfahren (mit speziellem Entspannungsraum), physikalischen Verfahren wie der komplexen Entstauungstherapie bei Ödemen bis zum Bewegungsbad.
Grundlage unserer Arbeit ist das Behandlungskonzept nach Bobath unter Einbeziehung Facio-oraler Therapie nach Kay Coombes und der Behandlung von Wahrnehmungsstörungen nach dem St.Gallener Konzept.
Zusätzlich begleiten wir gezielt mit physiotherapeutischen Maßnahmen die ärztlicherseits durchgeführte Botulinumtoxin-Behandlung.