Malen ist dazu geeignet, die Eigenaktivität des Patienten anzuregen und eine Harmonisierung von Prozessen der An- und Entspannung zu erreichen.
Die besonderen Möglichkeiten bildnerisch-kreativer Aktivität liegen in ihrer weitreichenden Unabhängigkeit von verbalen Anforderungen: Auch Patienten mit Sprachstörungen wird so die wichtige Erfahrung von Selbstwirksamkeit in einer abgeschlossenen und als sinnvoll erlebten Handlung ermöglicht.
Selbst in frühen Phasen bei noch deutlich beeinträchtigten kognitiven Fähigkeiten bietet sich so ein möglicher Ansatz für einen ersten Kommunikationsaufbau.
Die Handlung des Malens fordert und fördert neben motorischen Leistungen auch eine genaue und bewusste Wahrnehmung von Farben und Formen, was zu einer Aktivierung in unterschiedlichsten Gehirnbereichen führt.
Zudem können im Prozess der Krankheitsverarbeitung angestaute Gefühle wahrgenommen, zugelassen und ausgedrückt werden.