Die Asklepios Schlossberg Klinik in Bad König verfügt über 75 Betten und ist seit 1989 auf die neurologische Frührehabilitation von Patienten mit schweren Hirnschäden spezialisiert. Mit dem Begriff „Frührehabilitation“ wird der möglichst frühe Beginn der Rehabilitation, idealerweise bereits zu Beginn der erlittenen Hirnschädigung, ausgedrückt. Die Frührehabilitation steht zwischen der Intensiv-/Akutmedizin und der Rehabilitation. Unser Ziel ist es dabei, nach der Wiederherstellung der Vitalkompetenz die Alltagskompetenz wieder möglichst weit zu entwickeln.
Vitalkompetenz
Bei der Übernahme aus der Akutklinik reagieren die Patienten in der Regel noch nicht bzw. nur stark eingeschränkt auf die Außenwelt. Sie sind am ganzen Körper gelähmt, können oft nicht schlucken und atmen über einen Luftröhrenschnitt (Tracheostoma) mit einliegender, meistens geblockter Trachealkanüle. Lebenswichtige (vitale) Funktionen wie z.B. Temperatur-, Herz- und Kreislauf und Atemregulation sind bei meisten Patienten noch gestört. In dieser frühen Phase ist die Wiederherstellung der Vitalkompetenz unser erstes Therapieziel.
Für diese Patienten stehen 50 Überwachungsplätze zur Verfügung, d.h. Atmung, Sauerstoffsättigung im Blut, Puls, Temperatur und Blutdruck werden über 24 Stunden fortlaufend gemessen. Für auf Dauer beatmungspflichtige Patienten und Patienten in der Entwöhnungsphase (Weaning) von der Beatmung haben wir eine8-Betten-Intensivabteilung eingerichtet.
Auf einer anderen Akutstation betreuen wir Patienten, die nur druckunterstützt beatmet werden, und Patienten, die auf eine Heimbeatmung umgestellt wurden. Unsere Patienten werden hier von Akut- bzw. Intensivmedizinern und Neurologen betreut, da neben der Akutmedizin bereits die Reha-bilitation stattfindet.
Aufnahmeindikationen:
Schwere Hirnschädigungen, verursacht etwa durch:
•
cerebrale Durchblutungsstörungen und Blutungen
•
Unfall
•
Sauerstoffmangel
•
Vergiftungen
•
Entzündungen
•
Tumore
Alltagskompetenz
Hat der Patient seine Vitalkompetenz wieder gewonnen, steht die Anbahnung der Alltagskompetenz im Vordergrund.
Ziel ist es, trotz schwerer Schädigung des Gehirns und anderer Organe durch eine früh einsetzende qualifizierte Therapie die Behinderungen am Ende der Rehabilitationskette möglichst gering zu halten und dem Patienten im Idealfall eine Wiedereingliederung in sein soziales Umfeld zu ermöglichen.