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Der Bereich Pränatalmedizin wird in enger Kooperation mit dem Pränatalzentrum im Gynaekologicum betrieben.
Alle Frauen, egal welchen Alters, haben leider ein geringes Risiko, ein Kind mit körperlichen oder geistigen Behinderungen zu bekommen. In unserer Abteilung für Pränatale Diagnostik werden daher auch Screeninguntersuchungen durchgeführt. So können Fehlbildungen und Hinweiszeichen auf Chromosomenveränderungen (z.B. Mongolismus oder Down Syndrom) erfaßt werden. Mit dem Philips iU22 können wir dabei auf modernste High-End-Technologie zurückgreifen. Unsere Untersucher sind besonders qualifiziert (DEGUM Stufe II). Weitaus die meisten aller Schwangerschaften verlaufen problemlos. Finden sich jedoch in der Krankengeschichte, bei der körperlichen Untersuchung oder in den Labordaten Auffälligkeiten, so werden diese Schwangeren als sogenannte Risikoschwangere bezeichnet, da mütterliche oder kindliche Komplikationen häufiger auftreten. Bei Risikoschwangeren sind unter Umständen Spezialuntersuchungen notwendig, und die Betreuung der Schwangerschaft sollte mit einer besonderen Sorgfalt erfolgen. Folgende Faktoren werden z.B. als Risiko in einer Schwangerschaft bezeichnet:
- Alter der Mutter über 35 oder unter 18 Jahren
- Vorerkrankungen der Mutter (z.B. Diabetes, Thrombophilie, Asthma, Epilepsie, Herzerkrankungen, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen, Bluthochdruck, Infektionen)
- Vorangegangene Frühgeburten, Kaiserschnitt oder Fehlgeburten
- Blutgruppenunverträglichkeiten
- Mehrlingsschwangerschaft
- Lageanomalie (z.B. Beckenendlage)
- Erbkrankheiten in der Familie
Liegen z.B. solche Risiken vor, können wir Ihnen eine intensivierte Betreuung in dieser Abteilung anbieten. Dies geschieht in der Regel nach Abstimmung mit Ihrem Frauenarzt / - ärztin. Bei einer Diabetes oder Gestationsdiabetes erfolgt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Diabeteszentrum Hamburg West Zu Ihrer Information hier noch eine kurze Erläuterung, welchen Sinn die während der Schwangerschaft durchzuführenden drei Ultraschalluntersuchungen haben: Erstes Ultraschallscreening (10.-14. Schwangerschaftswoche) Diese erste Untersuchung dient zum Ausschluss grober kindlicher Fehlbildungen. Außerdem wird das Kind vermessen, und es wird festgestellt, ob es tatsächlich in der Gebärmutter eingenistet ist. In der 12.-14. Schwangerschaftswoche können wir auch das Risiko für eine Chromosomenveränderung berechnen, indem wir die Ultraschallergebnisse, insbesondere das Nasenbein und die sogenannte Nackentransparenz, und das mütterliche Alter in eine Rechnung mit einbeziehen. Dieses geschieht nach den Richtlinien der Fetal Medicine Foundation. Auch Fehlbildungen können erfaßt werden. Bedauerlicherweise handelt es sich bei dieser Untersuchung nicht um eine kassenärztliche Leistung, so daß Sie hierüber eine Privatrechnung erhalten müssen. Näheres unter www.praenatalzentrum.de. Zweites Ultraschallscreening (19.-22. Schwangerschaftswoche) In der 19.-22. Schwangerschaftswoche bieten wir ein spezielles Organscreening mit fetaler Echokardiographie an. Glücklicherweise können dabei Fehlbildungen meistens ausgeschlossen werden. Sollte aber tatsächlich eine Organveränderung vorliegen, so wird diese mit den Spezialisten aus dem Altonaer Kinderkrankenhaus besprochen. Wir empfehlen dann eine Mitbetreuung bis zur Geburt des Kindes im Perinatalzentrum. Ferner wird nach Hinweiszeichen auf Chromosomenveränderungen (z.B. Mongolismus oder Down Syndrom) gesucht. Schließlich wird noch eine Blutflußuntersuchung (Doppler) durchgeführt, da so ein erhöhtes Risiko für Plazentainsuffizienz und Präeklampsie (früher Gestose genannt) erfaßt werden kann. Bei Frauen unter 35 Jahren ohne fehlenden Risiken handelt es bei dieser Untersuchung nicht um eine kassenärztliche Leistung, so daß Sie eine Privatrechnung erhalten müssen. Näheres unter www.praenatalzentrum.de
Drittes Ultraschallscreening (29.-32. Schwangerschaftswoche) Es werden insbesondere folgende Details beurteilt: :: Zeitgerechtes Wachstum :: Lage des Kindes :: Fruchtwassermenge :: Lage des Mutterkuchens :: Eventuelle dopplersonographische Untersuchung des Feten. |
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