In unserem Hause ist das Konzept der integrativen Wochenbettpflege verwirklicht, was bedeutet das?
Traditionell bestand bis vor kurzem in der Geburtshilfe eine künstliche Trennung von Mutter und Kind, vielmehr noch, Krankenschwestern waren für die Mütter zuständig, Kinderkrankenschwestern sorgten sich um die Neugeborenen, Hebammen betreuten die Mütter vor und unter der Geburt und Ärztinnen und Ärzte kümmerten sich vor allem um medizinische Belange. Die Patientinnen sahen sich also mit unter-schied-lichen Berufsgruppen konfrontiert, die nicht selten unterschiedliche Ratschläge erteilten, was dann eher zur Verunsicherung führte. Unser Ziel ist es aber die Kompetenz der Mütter zu stärken. Aus diesem Grunde haben wird die unnötigen Spezialisierungen verlassen. Ein von der Wochenstation getrenntes, traditionelles Kinderzimmer gibt es nicht mehr, stattdessen sind Mütter und Kinder durch ein unbegrenztes rooming-in Tag und Nacht zusammen. Sie werden gemeinsam durch eine Bezugsperson betreut, wobei ein wesentlicher Schwerpunkt in der Stillförderung und -beratung liegt. Alle Berufsgruppen arbeiten in einem Team zusammen und betreuen Sie nach einem ganzheitlichen Konzept, nach ihren Wünschen und Bedürfnissen, und folgen nicht einfach überkommenen Ritualen.