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Warum wird ein Hörtest bei Ihrem Kind durchgeführt? In Deutschland werden ca. 1400 Kinder pro Jahr mit einer Schwerhörigkeit geboren. Dieses verminderte Hörvermögen wird bei einem Teil der Kinder erst im Alter von 12 bis 18 Monaten auffällig. Meist bemerken die Eltern, dass ihr Kind weniger spricht als andere Kinder oder das Kind wird bei einer Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt als wahrscheinlich schwerhörig identifiziert. Große Untersuchungen zeigen, dass der Zeitpunkt der Entdeckung um so später liegt, je geringer die Schwerhörigkeit ausgeprägt ist. Das Hören ist bereits im ersten Lebensjahr von enormer Bedeutung. Eine zu spät erkannte Hörminderung führt zu einer Verzögerung der Sprachentwicklung und zu einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung. Durch die Entwicklung neuer, das Kind nicht belastender Hörtests, ist es heute möglich, schon bei Neugeborenen eine Schwerhörigkeit festzustellen. Durch eine frühzeitige Betreuung ist vielfach eine normale Entwicklung der Kinder möglich.
Hörprüfung bei Neugeborenen In Hamburg ist seit Anfang 2002 ein universelles Neugeborenen-Hörscreening eingeführt. Dieses universelle Screening soll eine Lücke in der Krankenversorgung schließen. Hörstörungen sind bei Kindern die häufigste angeborene Erkrankung. Jedes 1000. Gesundgeborene und jedes 50. Kind mit Risikofaktor für Hörstörungen ist hochgradig schwerhörig. Alle Neugeborenen, ca. 18000 Kinder pro Jahr in Hamburg, können durch das Hörscreening schon in der Geburtsklinik auf eventuelle Hörfehler untersucht werden. Mit tragbaren Geräten ist es möglich, durch einen schnellen und objektiven Test schon kurz nach der Geburt eine relevante Hörstörung auszuschließen. Durchführung des Tests: Der Test wird in unserem Kinderzimmer durch die Kinderkrankenschwestern durchgeführt. Das Kind lässt sich am besten untersuchen, wenn es satt und müde ist. Nur eines von tausend gesunden Neugeborenen hat letztlich eine Hörminderung. Sollte bei unserem Test das Ergebnis darauf hinweisen, dass bei Ihrem Kind eine Hörminderung vorliegen könnte, ist zunächst ca. 14 Tage nach der Entlassung eine Wiederholung des Tests erforderlich. Bitte besprechen Sie dann mit den Kinderärzten und den Kinderkrankenschwestern, wie Sie Ihr Kind optimal für den 2. Test vorbereiten. Bei erneutem auffälligen Ergebnis wird eine abschließende Diagnostik in einer pädaudiologischen Einrichtung empfohlen. Selten gibt es Kinder, bei denen es in einer späteren Lebensphase zu einer Hörverschlechterung kommt (z.B. Mittelohrentzündung). Sollten Sie einen diesbezüglichen Verdacht haben, besprechen Sie dies in jedem Fall mit Ihrem Kinder- oder HNO-Arzt. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. |
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