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Eine Schwangerschaftszucker oder medizinisch "Gestationsdiabetes" ist eine Stoffwechselstörung, die während einer Schwangerschaft und meist nur vorübergehend auftritt. Etwa 2-5% aller Schwangeren bekommen diese Stoffwechselstörung. Wenn die Störung nicht sehr ausgeprägt ist, spüren die Frauen oft außer einem vermehrten Durstgefühl oder Müdigkeit nicht viel. Woran erkennt man den Gestationsdiabetes? Üblicherweise untersucht Ihr Frauenarzt/-ärztin während der Schwangerschaft mit einem Zuckerbelastungstest (siehe unten) Ihre Stoffwechsellage. Hinweise auf eine solche Störung können sich aber auch aus der Vorgeschichte ergeben. Liegt eine familiäre Veranlagung für Zuckererkrankungen vor, sind Fehl- oder Totgeburten vorausgegangen, ist die Schwangere stark übergewichtig oder ist bereits ein übergewichtiges und/oder fehlgebildetes Kind geboren worden, sollten die Zuckerwerte während der Schwangerschaft regelmäßig untersucht werden. Probleme für Ihr Kind Der erhöhte Blutzucker der Mutter wirkt sich auf das Ungeborene meist dahingehend aus, dass die Kinder deutlich schwerer und größer sind, als der Durchschnitt. Trotz der Größe sind aber bestimmte Organe wie die Lunge eher unreif. Dies trifft aber fast nur für Kinder zu, bei denen eine Blutzuckerstörung der Mutter nicht erkannt und richtig behandelt wurde. Dies ist bei der heutigen guten Schwangerenvorsorge eher selten. Welche Tests werden durchgeführt? Bestandteil jeder Vorsorgeuntersuchung ist ein Urinstreifentest, bei dem der Urin immer auch auf erhöhte Zuckerwerte untersucht wird. Empfohlen wird heute auch in der Schwangerschaft einen Zuckerbelastungstest (Glukosetoleranztest) durchzuführen. Damit kann besser als mit dem Streifentest, eine Frühform der Störung bereits festgestellt werden. Glukosetolerenanztest Der Glukosebelastungstest wird immer im nüchternen Zustand durchgeführt. Die Schwangere erhält eine Flüssigkeit mit einer fest definierten Menge Zucker. Es werden dann vier Tests im Abstand von jeweils einer Stunde durchgeführt. Falls mindestens zwei Werte deutlich höher als die Normalwerte ausfallen, wird von einer Schwangerschaftsdiabetes gesprochen. Normwerte für den Glukosetoleranztest
| Zeit |
Normale Werte |
| Nüchtern |
< 105 mg/dl |
Eine Schwangerschaftszucker wird festgestellt, wenn mindestens zwei Werte über den hier angegebenen Normalwerten liegen.
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| 1 Stunde |
< 190 mg/dl |
| 2 Stunden |
< 165 mg/dl |
| 3 Stunden |
< 145 mg/dl | Wenn eine Schwangerschafts-Diabetes vorliegt Liegt eine Schwangerschaftsdiabetes vor, muss die werdenden Mutter zunächst ihre Ernährung umstellen und eine besondere Diät einhalten. Bleiben die Blutzuckerwerte erhört, ist unter Umständen eine Insulintherapie erforderlich. Die Überwachung der Schwangerschaft muss hier besonders sorgfältig durchgeführt werden. Die Betreuung von Frauen mit Schwangerschaftszucker wird selbstverständlich auch in unserer Risikosprechstunde für Schwangere vorgenommen. |
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