Ein Krankenhaus ist eine Institution mit einer sozialen Aufgabe innerhalb der Gesellschaft. Diese Institution
kann nur funktionieren, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an welchem Platz sie auch stehen mögen, ihre Aufgaben mit Verantwortung erfüllen. Sie sind alle Glieder eines Leibes, eines Organismus. So eine Institution erfüllt den von Joseph Beuys geprägten Begriff der sozialen Plastik. Da die Institution Krankenhaus in einer und für eine Gesellschaft arbeitet, wird sie von Veränderungen innerhalb dieser Gesellschaft in ihrer Tätigkeit beeinflußt. Wenn also die Leistung eines Krankenhauses über einen längeren Zeitraum beschrieben werden soll, so müssen auch die gesellschaftlichen, politischen Veränderungen in diesem Zeitraum beschrieben oder zumindest angedeutet werden, um das, was in diesem Krankenhaus geschehen ist, besser einordnen und beurteilen zu können.
Aus diesem Grund ist die Chronik der Frauenklinik Altona in Bezug zu ihrer Zeit gesetzt und in einem Anhang sind Dokumente der jeweiligen Zeit aus den Hamburger Ärztejournalen zusammengestellt worden. Sie können nur eine Andeutung sein, sollen aber doch dazu beitragen, die Geschehnisse in und mit der Frauenklinik Altona verständlicher zu machen. Die Frauenklinik Altona in der Bülowstraße war zunächst eine Entbindungsanstalt, dann lange Zeit eine Frauenklinik mit Gynäkologie und Geburtshilfe und wurde in den letzten 20 Jahren aus finanziellem Mangel erneut wieder eine Geburtsklinik.