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Mehr als hunderttausend Personen erleiden jährlich in Deutschland Schädel-Hirnverletzungen durch Verkehrs-(70%), Haus-(10%). Arbeits-(10%) und Sportunfälle (5%). Bei Verkehrsunfällen müssen Autofahrer mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 % damit rechnen, ein Schädel-Hirn-Trauma zu erleiden. Immerhin sind aber 25% der im Straßenverkehr Verunfallten Radfahrer. Von den Mehrfachverletzten hat jeder Zweite ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Zahl der tödlichen Verletzungen geht in Deutschland nach wie vor in die Tausende. So erschreckend diese Zahlen sind, umso größer sind die Herausforderungen an den Neurochirurgen. Geht es doch in der Behandlung vor allem bei den, das Hirn komprimierenden Blutungen (Hämatomen) in den Schädelbinnenraum um Geschwindigkeit.
Abb.1 Akutes epiduarales Hämatom Ein verspätet operiertes epidurales Hämatom verdoppelt die Letalität und verzehnfacht die Invalidität.Schädelstückbrüche mit oder ohne Verletzung der harten Hirnhaut (Dura), Schädel- und Hirnquetschungen, Blutungen in den Schädelinnenraum innerhalb und außerhalb des Gehirnes müssen rasch diagnostiziert und behandelt werden. Mehrfachverletzungen dürfen nicht übersehen werden. Gleichzeitig geht es um eine Sicherstellung von Atmung und Kreislauf sowie um eine gezielte Schockbekämpfung.
Abb.2 Akutes subdurales Hämatom
Abb.3 Impressionsbruch des Schädeldaches Das AK Altona ist in die Not- und Unfallversorgung Hamburgs und des norddeutschen Raumes eingegliedert und hat die Möglichkeit - soweit es die Kapazität der Intensivstation und des Zentralops zulässt - rund um die Uhr Chirurgen, Unfallchirurgen, Neurologen, Neurochirurgen, Radiologen, Anästhesisten und Intensivmediziner zur Behandlung zusammenzubringen. Gerade für Mehrfachverletzungen (Polytraumen) ermöglicht diese 24-Stunden-Rundum-Versorgung, das Vorhandensein von allen notwendigen Disziplinen unter einem Dach und die dadurch möglichen kurzen Wege optimale Behandlungsvoraussetzungen.
Abb.4 Schußverletzung Eingebunden in dieses Behandlungsteam operiert die Neurochirurgie notfallmäßig etwa 160 Schädelhirnverletzte im Jahr. Das Auskommen aus einer Schädel-Hirnverletzung ist abhängig von der Geschwindigkeit der Entlastungstherapie und von dem frühzeitigem Beginn der Rehabilitation, die deswegen bereits auf der Intensivstation anfängt und dann auf der peripheren Station fortgesetzt und gesteigert wird. |
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