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Hirntumoren
 
Als Hirntumoren bezeichnet man alle innerhalb des knöchernen Schädelraumes wachsenden Geschwülste unabhängig davon, ob sie gutartig oder bösartig sind und unabhängig davon, ob sie von der Hirnsubstanz selbst (Gliome), von den Hirnhäuten (Meningeome), aus dem Bereich der Hirnanhangsdrüse (Hypophysenadenome), ob es sich um Absiedlungstumoren von Krebserkrankungen des Körpers (Metastasen) oder um Fehlbildungstumoren handelt. Entscheidend ist das ständige Wachstum. Gutartige Tumoren wachsen eher langsam und verdrängend, bösartige Tumoren eher schnell und infiltrierend. Je nach Lage und Größe führen sie zu unterschiedlichen Störungen und Ausfallserscheinungen.
 
 Abb.1 Multiple Hirnmetastasen  
 
 Abb.2 Glioblastom links im Schläfenhirn
 
Die Wahrscheinlichkeit, an einem Hirntumor zu erkranken liegt bei 1:10.000.
 
In unserer Neurochirurgischen Abteilung werden etwa 200 Hirntumoren unterschiedlichster Art im Jahr nach dem neuesten Stand der Technik operiert. Neuronavigation, Endoskopie, Operationsmikroskopie, intraoperativer Ultraschall, neurophysiologisches Monitoring, Laser und Ultraschallzertrümmerer sind vorhanden und ermöglichen eine minimal invasive Neurochirurgie.
 
 Abb.3a Den Sinus durchwachsendes Meningeom vor Operation
 
 Abb.3b Den Sinus durchwachsendes Meningeom nach Operation
 
Hirntumorbehandlung ist aber nicht nur ein chirurgisches Problem, sondern die unterschiedlichen Tumorarten erfordern in Diagnose und Therapie eine fachübergreifende Kooperation. Da AK Altona vereint hier die entscheidenden Abteilungen unter einem Dach:  
:: Neuroradiologie: Angiographie, Hirntumorembolisation, CT, Spiral-CT, CT-Angiographie, NMR, NMR-
   Angiographie, funktionelles NMR zur Lokalisierung wichtiger sog. eloquenter Hirnareale.
:: Neurologie: mit ausgezeichneten Möglichkeiten der Elektrophysiologie (EEG, EP. u.a.).
:: Neuro-Anästhesie und -Intensivmedizin: mit langjähriger, hervorragender Erfahrung.
:: Neuropathologie: ebenfalls mit langjähriger Spezialerfahrung in der Diagnostik und Schnelldiagnostik von
   Hirntumoren.
:: Onkologie: Interdisziplinäre Tumorkonferenz („tumor board“).
 
 Abb.4 Konvexitätsmeningeom  
 
 Abb.5 Histologie eines Meningeoms 
 
Ausschnitt einer Operation eines Konvexitätsmeningeoms
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Diese fachübergreifenden Visiten und Konferenzen geben die Möglichkeit, für den Patienten eine abgestimmte, gemeinschaftliche und optimale Behandlungsstrategie festzulegen. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass die Diagnose "Hirntumor" den Betroffenen in Angst versetzt. Die möglicherweise begleitenden Beeinträchtigungen wie Lähmung, Anfallsleiden, Wesensänderung, Erblindung oder Ertaubung können erheblich in das Miteinander von Patient, seinen Angehörigen und Freunden eingreifen. Deswegen bemühen wir uns, Patienten und Angehörige auch nach der Operation beratend und helfend zu begleiten (ambulante Nachsorge).
  
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