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Geschichte der Neurochirurgie im AK Altona
 
Die Neurochirurgie hat im Krankenhaus Altona Tradition. Vor mehr als 100 Jahren, 1892, wird Prof. Fedor Krause (1857-1937) (Abb.1) Oberarzt der Chirurgischen Abteilung des damals Städtischen Krankenhauses Altona (Abb.2).
 
                                                                                
              Abb.1 Prof. Fedor Krause                                                                      Abb.2 Städt. Krankenhaus
 
Als Allgemeinchirurg - wie damals üblich - führte er viele neurochirurgische Operationen aus. Er fand während seiner Altonaer Zeit schonendere, operative Wege zu wichtigen Hirnstrukturen. I. Der Weg zum Ganglion Gasseri (Abb.3) zur Behandlung der Trigeminusneuralgie. 
                                                                                
             Abb.3 Operationszeichnung                                                                           Abb.4 OP-Bericht
 
II. Der Weg zum Kleinhirnbrückenwinkel (Abb.5) zur Behandlung des Tinnitus und zur Operation von Tumoren in dieser Region. 
                                                                                
          Abb.5 Kleinhirnbrückenwinkel                                                                       Abb.6 Revolverkugel
 
III. Der Weg zur Hypophysis (Hirnanhangsdrüse) zur Operation von Tumoren dieser Region.Die Enfernung einer Revolverkugel am hinteren Rand der Orbita (Abb.6) (Röntgenbild) gab die Idee zu diesem Weg 
"… da ich zur Entfernung der Revolverkugel bis zum foramen opticum vordringen musste, lag es nahe, die gleiche Methode zu versuchen, um einen Weg zur Hypophysis aufzufinden …". ( F. Krause)
Seine Operationstechniken waren für seine Zeit hervorragend. Es gelang ihm, die damalige Wahrscheinlichkeit an einer Hirntumoroperation zu versterben von 60% auf 30% zu senken. (heute nahezu 0%) Prof. Dr. Fedor Krause gilt als einer der Begründer der modernen Neurochirurgie in Deutschland. Im Jahre 1900 wird Prof. Fritz König (1866 - 1952) (Abb.7) Oberarzt der Chirurgischen Abteilung im Städtischen Krankenhaus Altona. 
 
Abb.7 Prof. Fritz König
Prof. König - später Ordinarius für Chirurgie in Würzburg - erkennt die besondere Bedeutung der Neurochirurgie und schickt seinen Assistenten, Wilhelm Tönnis (1898 - 1978) (Abb.8) an die bereits damals berühmte Neurochirurgenschule von Prof. Olivecrona in Stockholm. Prof. W. Tönnis leitet 1934 in Würzburg die erste selbstständige Abteilung für Neurochirurgie in Deutschland.  
 
 
 
 
 

Abb.8 Prof.Wilhelm Tönnis
1971 wird das neue Krankenhaus Altona (Abb.9) in Othmarschen eingeweiht.
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb.9 Allgemeines Krankenhaus Altona
Prof. Dr. Hans Finkemeyer (1919 - 1998) (Abb.10) wird Leiter der neu in diesem Krankenhaus eingerichteten Neurochirurgischen Abteilung, die er zu einer großen, das gesamte Spektrum der Neurochirurgie beherrschenden Abteilung ausbaut.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

  
Abb.10 Prof.Dr.Hans Finkemeyer

Von 1985 bis Mitte 2005 leitete Prof. Dr. Eckard Halves erfolgreich die Abteilung.

Seither ist Prof. Dr. Uwe Kehler der neue Chefarzt der Neurochirurgischen Abteilung.

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