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z.B. Der Bandscheibenvorfall: Ursache des Bandscheibenvorfalles ist verschlissenes Bandscheibengewebe, das sich aus dem Zwischenwirbelraum in den Wirbelkanal quetscht. Dieser „Bandscheibenvorfall“ drückt auf eine, den Wirbelkanal verlassende Wurzel des Ischiasnerve. Die Erkrankung beginnt meist plötzlich nach einer „falschen Bewegung“ und führt dann zu Schmerzen, die in das Bein ausstrahlen - längs des Verlaufes des Ischiasnerve und seiner Verzweigungen (= Ischias). Zunächst wird man alles daran setzen, das Leiden konservativ zu behandeln. Erst wenn so keine Schmerzfreiheit erreicht wird oder wenn Lähmungen auftreten oder gar Blasen- und Mastdarmstörungen, ist eine Operation nicht mehr zu umgehen. Vor der Operation werden eine ausführliche Schmerzanalyse und eine gewissenhafte neurologische Untersuchung sowie eine gute Bildgebung durchgeführt. Wenn diese Untersuchungen übereinstimmen, weisen sie den Weg zur Operation, die dann die größtmögliche Aussicht auf Beschwerdefreiheit bietet. In unserer Klinik werden jährlich ca. 1000 Eingriffe bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen durchgeführt. In 900 Fällen handelt es sich um Bandscheibenvorfälle, die immer mikrochirurgisch und minimal invasiv durchgeführt werden (interlaminär, extraforaminal, nach Frykholm, ventrale Fusion mit Titancage). Bei strenger Indikation sehen wir auch eine Indikation zur perkutanen, endoskopischen Discotomie (PED) bzw.zur perkutanen endoskopischen Laserdiscotomie (PELD). Diese Operationsverfahren traumatisieren kaum. Mit überzeugender Sicherheit gelingt es, den Bandscheibenvorfall zu entfernen und die gedrückte Nervenwurzel zu entlasten. Nach der Operation wird der Patient alsbald mobilisiert. Krankengymnastik wird eingeleitet. In der Regel verlässt der Patient nach wenigen Tagen (kurzstationäre Behandlung) das Krankenhaus. Zur Entlassung erhält der Patient seinen Operationsbericht und Arztbrief mit klaren Empfehlungen über die weitere Nachbehandlung (stationäre oder ambulante REHA) in einem dafür geeigneten Zentrum im Sinne einer "erweiterten ambulanten Physiotherapie" (EAP). Bei klassischen Bandscheibenvorfällen gehen wir je nach beruflicher Belastung von einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 4-6 Wochen aus. Bandscheibenvorfälle, die zu Blasen und Mastdarmstörungen führen, werden ebenso wie jene, die zu akuten hochgradigen Lähmungen führen, notfallmäßig behandelt.
Abb.1-3 Bandscheibenvorfall der letzten Lendenbandscheibe (LW 5/SW 1)
1 = Bandscheibenvorfall 2 = Nervenwurzel (frei) 3 = Nervenwurzel (durch veschlissenes " vorgefallenes" Bandscheibengewebe gedrückt) 
Ausschnitt einer Operation eines Bandscheibenvorfalles Video ansehen (Quicktime, 1,2 MB) Download Quicktime-Player 10 Gebote für einen gesunden Rücken :: Bewege Dich und treibe Sport :: Trainiere täglich Deine Rücken- und Bauchmuskulatur :: Halt Deinen Rücken gerade :: Benutze Deine Knie (z.B. beim Bücken und Heben) :: Hebe nicht übermäßig :: Mache dir das Tragen leicht :: Liege mit angezogenen Beinen :: Sitze gerade :: Stehe nicht still :: Halte Dein Gewicht z.B. die Wirbelkanalstenose: Die Verengung des Wirbelkanals, die Lumbalstenose oder Wirbelkanalstenose entsteht meist in höherem Lebensalter durch Verschleiß (Knochenanbau, Wirbelgelenksarthrosen, Bandscheibenvorwölbungen, Bandauftreibungen oder Wirbelkörperverschiebungen. Gehstreckenabhängie Gefühlsstörungen und vor allem Schmerzen (Claudicatio nervosa) sind die Folge. Die Diagnose wird durch die Kernspintomographie gestellt. Meist erweisen sich die Schmerzen gegen jede konservative Therapie resistent.
Abb.4 Wirbelkanalstenose
Dann ist die mikrochirurgische Entlastung des Nervenwurzelsackes, der cauda equina, Therapie der Wahl.Im AK Altona werden etwa 150 solcher Entlastungsoperationen im Jahr durchgeführt. |
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