Asklepios Klinik  
   Altona
   
Asklepios | Asklepios Klinik Altona | Patienteninfo | Qualitätsmanagement | Fachabteilungen | Aktuelles | Suche | Impressum        
Diese Seite Drucken
Trigeminusneuralgie
 
Die Schmerzen der Trigeminusneuralgie gehören zu den stärksten für den Menschen vorstellbaren Schmerzen. Auf einer Schmerzscala von 0 bis 10 erreichen sie fast immer die höchste Stufe. Bei der klassischen Trigeminusneuralgie kommt es zu einseitigen, blitzartig einschießenden Schmerzattacken im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Trigeminusäste (Abbildung 1). Die Attacken sind von Sekunden Dauer und treten häufig in Serien auf. Durch Berührung, Luftzug, Kauen, Zähneputzen und  Sprechen können die Schmerzattacken  ausgelöst werden.
 
Die Wahrscheinlichkeit, an einer Trigeminusneuralgie zu erkranken, liegt etwa bei 3-6 pro 100000 pro Jahr. Die Häufigkeit steigt mit dem zunehmenden Lebensalter und tritt häufiger bei Frauen auf.
 
Ursächlich liegt bei der klassischen Trigeminusneuralgie ein Gefäßnervenkontakt im Bereich des sogenannten Kleinhirnbrückenwinkels vor. Mit der Kernspintomographie sollte ein Tumor im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels bzw. des Verlaufes des Trigeminusnervens ausgeschlossen (Abbildung 2) werden. Die Schmerzen sprechen in aller Regel sehr gut auf eine Behandlung mit dem Epilepsiemedikament Carbamazepin an. Wegen der Nebenwirkungen sollte dieses Medikament einschleichend dosiert werden. Besser verträglich ist häufig Oxcarbazepin, aber auch die neueren Epilepsiemedikamente wie z.B. Gabapentin oder Prägabalin zeigen einen guten Effekt. Über Jahre hinweg läßt jedoch der Effekt der medikamentösen Therapie im Allgemeinen nach, so dass an operative Verfahren gedacht werden muß.
 
Operative Verfahren: Bei ansonsten gesunden Patienten wird die Ursache der Trigeminusneuralgie durch Einbringen eines Polsters zwischen Gefäß und Nerv beseitigt. Durch diese "mikrovaskuläre Dekompression nach Jannetta" (Abbildung 3) erreicht man in 80-90% der Fälle eine Heilung.
 
Sollte ein Patient für die offene Operation nicht infrage kommen, kann durch eine spezielle Punktionstechnik (Abbildung 4) die Umschaltstelle des Trigeminusnerven (Ganglion Gasseri) mit einer Thermonadel erreicht werden und in Kurznarkose auf 65-70° erhitzt (verödet) werden.  Auch diese Ergebnisse der "Thermoläsion des Ganglion Gasseri" sind sehr gut, häufig kommt es jedoch zu leichten Gefühlsstörungen im Gesichtsbereich.
 
Beide operative Verfahren sind Routineoperationen  in der Neurochirurgie Altona.

Abb.1:
Schmerzausbreitung der Trigeminusneuralgie:
 
V1. Ast: Stirn und Nasenrücken
V2. Ast: Oberkieferbereich
V3. Ast: Unterkieferbereich







Abb.2:
Differentialdiagnose der Trigeminusneuralgie: Schädelbasistumor









Abb.3:
intraoperative Fotos einer mikrovaskulären Dekompression

a: Der Trigeminusnerv ist präpontin freipräpariert und es ist die Kompression durch die unter dem Nerven liegende Arterie erkennbar

1. Trigeminusnerv
2. gepunktete Linie: unter dem Nerv liegende Arterie mit Ausbuchtung
    des Nervens
3. Hirnstamm



b: die Arterie wurde freipräpariert und hervorluxiert

1. Trigeminusnerv
3. Hirnstamm
4. hervorluxiertes  Gefäß








c: zwischen Nerv und Arterie wurde ein Teflonpolster eingelegt

1. Trigeminusnerv
3. Hirnstamm
4. hervorluxiertes  und abgepolstertes Gefäß
5. Teflonpolster







Abb.4:
Punktion des Ganglion Gasseri

Schema der Punktion des Ganglion Gasseri (roter Punkt).
Die Nadel wird etwa 2-3 cm lateral des Mundwinkels eingestochen und durch die Wange zur Schädelbasis und hier durch das Foramen ovale vorgeschoben.
Die Verödung erfolgt durch eine Erhitzung der Nadelspitze mit 65-70°C für ca. eine Minute.
Anästhesiologie
Augenabteilung
I. Chirurgie
II. Chirurgie
III. Chirurgie
Gynäkologie
HNO
I. Medizin
II. Medizin
III. Medizin
Neurochirurgie
Neurologie
Radiologie
Pathologie
Urologie
Zahnmedizin
Zentrale Notaufnahme
Kontakt

Leitender Arzt:

kehler

Prof. Dr. Uwe Kehler
Tel: 040 18 18-81 1670
Fax 040 18 18-81 4911
u.kehler@asklepios.com
:: Lebenslauf (PDF)
:: Publikationen (PDF)
 
Ständ. Vertretung:
Dr. Hendrik Tönnies
Tel: 040 18 18-81 1672
h.toennies@asklepios.com
 
Neurochirurgische Ambulanz:
Tel: 040 18 18-81 1675
Fax 040 18 18-81 4986
 
Sprechzeit: Montag - Freitag
09.00 bis 14.00 Uhr
nach Vereinbarung. Anrufbeantworter ausserhalb der Sprechzeit.
 
Im Notfall lassen Sie sich über die Zentrale 040 18 18-81 0 mit dem diensthabenden Neurochirurgen verbinden.