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Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie
  
Medizinisches Leistungsspektrum der Fachabteilung

In der 1. Chirurgischen Abteilung werden sämtliche Eingriffe des Fachgebietes Visceralchirurgie durchgeführt. Dies beinhaltet die laparoskopische Chirurgie, Hernienchirurgie, Speisenröhren-, Magen- und Bauchspeicheldrüsen- sowie Dünn- und Dickdarmeingriffe, ebenso wie die endokrine Chirurgie.

Besondere Versorgungsschwerpunkte

Die Behandlung bösartiger Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse sowie Dünn- und Dickdarm in Zusammenarbeit mit der Gastroenterologischen Abteilung und im Rahmen regelmäßiger Tumorkonferenzen unter Beteiligung der Strahlentherapeuten sowie anderer Spezialdisziplinen. Die minimal invasive Chirurgie der Bauchorgane umfasst nicht nur die elektive Behandlung von Gallensteinleiden, Dünn- und Dickdarmerkrankungen sowie die Therapie der Refluxerkrankung, sondern wird auch notfallmäßig bei der Behandlung unklarer Bauchbefunde und im Rahmen der Blinddarmoperation eingesetzt. Ein Spezialgebiet ist die Therapie von Bauchfellentzündungen und septischen Erkrankungen im Bauchraum im Konzept der sog. Etappenlavage. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie.

Weitere Leistungsangebote der Fachabteilung

Spezialsprechstunden werden angeboten für Reflux-, Leber- und Schild/Nebenschilddrüsen-erkrankungen. Elektive und notfallmäßige proktologische Eingriffe, Anlage von venösen Katheterverweilsystemen in Zusammenarbeit mit der Onkologischen Abteilung. Regelmäßige Konferenzen zur Planung der Behandlung bösartiger Erkrankungen für jeden einzelnen Tumorpatienten.

Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung

In der Abteilung werden die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung in vollem Umfang durchgeführt. Interne Qualitätsmaßnahmen sind regelmäßige Komplikationsbesprechungen sowie eine umfassende Komplikationsstatistik, abteilungsübergreifend monatlich eine Todesfall- und Komplikationskonferenz. Retrospektive Auswertungen einzelner diagnosebezogener Fallgruppen werden als Standortbestimmung regelmäßig vorgenommen. Seit dem 01. Januar 2005 wird bei allen Operationen ein intern operatives Controlling durchgeführt.

Intraopertives Controlling
 
In den letzten Jahren wurde die prä- und postoperative Qualitätssicherung in den operativen  Fächern  als  wesentlicher  Bestandteil  der  Qualitätskriterien  einzelner Kliniken  etabliert.  Vernachlässigt  wurde  bei  diesem  Ansatz  die  Frage  der Qualitätsbeurteilung während der Operation. Diese Lücke soll durch das Konzept des „intraoperativen  Controlling“  (IOC)  geschlossen  werden.  Das  Konzept  des  IOC beschreibt,  dass  wesentliche  Schritte  bei  der  Operation  durch  einen  anderen erfahrenen Operateur supervidiert werden, bzw. dass bei klar definierten Kriterien die Beurteilung durch einen anderen Facharzt für Chirurgie zu erfolgen hat. Ziel des IOC ist es dabei, die Sicherheit für den Patienten durch das aus der Luftfahrt bekannte Vier-Augen-Prinzip  zu  erhöhen.  Dieses  Prinzip,  wonach  wichtige  Entscheidungen nicht von einer einzelnen Person getroffen werden bzw. kritische Tätigkeiten nicht von einer einzelnen Person durchgeführt werden sollen mindert bekanntermaßen die  Gefahr falscher Entscheidungen.
 
Der praktische Ablauf erfordert, dass vor einem wichtigen Schritt einer Operation ein weiterer erfahrener Chirurg zum Befund gerufen wird. Zu diesem Zeitpunkt stellt der Operateur den Befund vor und gemeinsam wird das weitere operative Vorgehen vereinbart.  Ein  typisches  Beispiel  des  planmäßigen  IOC  ist  die  laparoskopische Gallenblasenoperation.  Bevor  bei  diesem  Eingriff  der  Gallenblasengang  und  die
Gallenblasenarterie verschlossen werden, muss dieser Befund vorgestellt werden. Ein  klassisches  Beispiel  eines  taktischen  IOC  ist  die  Exploration  eines Abdominalbefundes bei einer akuten Bauchfellentzündung. Hier wird anhand des vorliegenden Befundes durch das IOC die Entscheidung über das weitere Vorgehen, beispielsweise Beseitigung der Peritonitisursache und der Bauchdeckenverschluss
oder  die  Durchführung  eines  programmierten  Etappenlavageprogramms entschieden. 
 
Das  IOC  komplettiert  das  Qualitätsmanagment  in  operativen  Fächern.  Bei vertretbarem personellem Aufwand lässt sich ein zusätzlich hohes Maß an Sicherheit während der Operation gewinnen. 
 
Kontakt



 
Leitender Arzt:
Prof. Dr. Wolfgang Teichmann
Tel: 040 18 18-81 1601
Fax: 040 18 18-81 4907
w.teichmann@asklepios.com

Ständ. Vertretung:
Dr. Ursula Engel
 

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