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Magenband

Das Magenband ist ein verstellbares Silikon-Band, das sich auch wieder entfernen lässt. Es wird in minimal invasiver Technik  (Schlüsselloch-Technik) um den Mageneingang gelegt. Der so oberhalb des Bandes entstehende kleine „Vormagen“, vermittelt schon nach kleinen Nahrungsmengen ein Sättigungsgefühl. Der größere Magenanteil liegt unterhalb des Bandes, beide Magenteile sind über eine kleine Öffnung (Stoma) miteinander verbunden. Über eine kleine Flüssigkeitskammer unter der Haut lässt sich die Weite des Stomas individuell anpassen. Durch die so geschaffene Engstelle wird die Nahrungsmenge, die auf einmal aufgenommen werden kann, stark reduziert und es kommt zu einem schnelleren und länger anhaltenden Sättigungsgefühl. In den ersten sechs Monaten nach der Operation wird das Magenband mehrfach durch den Chirurgen kontrolliert und eingestellt. Dazu sind auch Röntgenuntersuchungen erforderlich.

Für den Erfolg einer Magenband-Therapie ist die Mitarbeit des Patienten mit nachhaltiger Umstellung des Essverhaltens extrem wichtig. Daher nehmen, trotz einer speziellen Ernährungsberatung bereits während des Krankenhausaufenthaltes, nicht alle Patienten mit einem Magenband auf Dauer ab.


Wie bei allen Bauchoperationen kann es auch bei der Implantation eines Magenbands zu Komplikationen kommen, auch zu schwerwiegenden. Dazu zählen Blutungen, Infektionen, Verletzungen von Organen, Thrombosen, Lungenembolien und -entzündungen. Spezielle Komplikationen sind das ‚Verrutschen’ (Dislokation) des Bandes, die ‚Durchwanderung’ (Migration) der Magenwand und die Portinfektion. In sehr seltenen Fällen kann es sogar zu einer tödlichen Komplikation kommen. Diese Komplikationen lassen sich jedoch durch konsequente vorbeugende Maßnahmen, standardisierte Operationstechniken und professionelle Nachbetreuung weitgehend vermeiden.