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  Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin - Patienteninformation  
Ablauf der Narkosevorbereitung (Prämedikation):


Sprechstunde:
 

 
 Mo.-Fr. von 09:00 bis 14:00 Uhr für prästationäre Patienten
                      
 Mo.-Fr. von 14:00 bis 16:00 Uhr für stationäre Patienten (nicht gehfähige Patienten
                                                    werden im Patientenzimmer prämediziert)
 
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Die Anmeldung für ein Narkosevorgespräch


Die Anmeldung für ein Narkosevorgespräch erfolgt über die Chefarztsekretariat. Hier wird mit Ihnen gemeinsam ein Bogen mit Fragen bezüglich Ihrer Krankengeschichte ausgefüllt.
In Folge wird dann das Narkosevorgespräch mit einem Narkosearzt geführt. Der Arzt wird Ihnen Fragen zu Ihrem Gesundheitsstatus stellen. Dann werden Herz und Lunge untersucht. Anschließend wird der Arzt mit Ihnen über die möglichen Narkoseverfahren sprechen und Sie über Vor- und Nachteile bzw. Risiken aufklären. Während dieses Gespräches können Sie auch Ihre Fragen bezüglich der Narkose stellen.
Der Arzt wird Ihnen genau erklären, wie Sie sich vor der Narkose verhalten müssen und welche Medikamente Sie einnehmen sollen. Zusätzlich wird der Arzt eine Beruhigungstablette für den OP-Tag verordnen, welche von einer Pflegekraft verabreicht wird.
 
Prämedikationsleitlinie
 
Aufklärungsbogen
 

 
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Ablauf am OP-Tag :

 
Am Operationstag dürfen Sie bis 2 Stunden vor Narkosebeginn 100 ml Wasser oder Tee ( ohne Milch und feste Partikel ) zu sich nehmen. Die letzte Nahrungsaufnahme sollte bis spätestens um 24 Uhr am Vorabend erfolgt sein. Abweichungen von dieser Regelung werden individuell vom Narkosearzt angeordnet.
Sie erhalten ca. 45 min vor Narkosebeginn eine Beruhigungstablette von einer Pflegekraft der Station.
Bitte achten Sie darauf, daß Ihre Brille, Kontaktlinsen, Zahnprothesen und Hörgeräte im Zimmer verbleiben. Auch Schmuck und Nagellack sollten entfernt werden. Bitten Sie eine Pflegekraft, Ihre Wertsachen für Sie aufzubewahren.
Sie werden dann in den Operationsbereich gefahren. Dort werden Sie von einer Pflegekraft in Empfang genommen, welche Ihnen eine Venenverweilkanüle legen wird und Sie an einen Überwachungsmonitor anschließt. Über diese Kanüle wird eine Infusion verabreicht, im Falle einer Vollnarkose auch die notwendigen Narkosemedikamente.
Während der gesamten Narkose ist ein Anästhesist anwesend, welcher Ihre Herz-Kreislauf-, Atem- und cerebrale Funktion überwacht.
 

 
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Anästhesieverfahren


Vollnarkose oder Teilnarkose:
Ob eine Voll- oder Teilnarkose durchgeführt wird, hängt von dem geplanten operativen Eingriff und von den individuellen Vorerkrankungen des Patienten
ab. Der Arzt wird während des Narkosevorgesprächs die möglichen Verfahren erläutern.
 
Vollnarkose:
Bei einer Vollnarkose ist das Bewußtsein des Patienten vollkommen ausgeschaltet. Der Patient schläft und hat keine Schmerzen. Durch die Narkosemedikamente, welche über die Verweilkanüle verabreicht werden, setzt die Eigenatmung aus. Deshalb wird nach dem Einschlafen eine Betmungsschlauch (Tubus) oder eine Kehlkopfmaske ( siehe Bild) durch den Mund eingeführt (Intubation /fiberoptische Intubation). Hierüber wird dem Patienten während der Narkose Sauerstoff und Narkosegas zugeführt. Das Entfernen dieses Beatmungsschlauches erfolgt am Ende der Narkose üblicherweise bevor der Patient ganz wach ist.
Wenige Minuten nach Operationsende werden Sie wieder aufwachen und in einem Aufwachraum weiter von Fachpersonal überwacht. Wenn Sie ausreichend wach und schmerzfrei sind und Ihre Kreislauf- und Atemfunktion stabil ist, werden Sie zurück auf die Station verlegt.
 
Fiberoptische Intubation:
Bei einigen Patienten, bei denen Schwierigkeiten beim Einführen des Beatmungsschlauches erwartet werden, muß eine fiberoptische Intubation durchgeführt werden. Der Patient wird in diesem Fall im Narkosevorgespräch darüber vom Arzt aufgeklärt.
Bei der fiberoptischen Intubation wird der Beatmungsschlauch im wachen Zustand nach lokaler Betäubung der Schleimhaut eingeführt. Auf Wunsch erhält der Patient hierzu ein leichtes Schlafmittel.
 
Teilnarkose (Regionalanästhesie):
Bei der Teilnarkose wird gezielt nur der Nerv/die Nervengruppe des Operationsgebietes betäubt. Hierbei ist der Patient wach. Auf Wunsch erhält der Patient ein leichtes Schlafmittel und Musik über Kopfhörer.
 
Spinalanästhesie:
Bei einer Spinalanästhesie wird Lokalanästhetilum in den Wirbelkanal eingespritzt.
Hierdurch wird die Schmerzleitung von der unteren Körperhälfte zum Gehirn im Bereich des Rückenmarks unterbrochen. Der Patient nimmt keinen Schmerz wahr.
Zur Anlage einer Spinalanästhesie muß sich der Patient in der Regel hinsetzen.
Der Arzt wird zunächst eine lokale Betäubung am Rücken vornehmen. Danach wird über eine spezielle Kanüle Lokalanästhetikum in den Wirbelkanal eingespritzt ohne daß der Patient etwas spürt.
 
Periduralanästhesie/Periduralkatheter:
Der Ablauf der Periduralanästhesie gleicht im wesentlichen dem der Spinalanästhesie. Hierbei kann jedoch ein hauchdünner Katheter eingeführt werden, über welchen auch nach der Operation kontinuierlich Schmerzmittel verabreicht werden kann.
 
Plexusanästhesieverfahren:
Bei einer Plexusanästhesie wird ein Nervengeflecht (Plexus) betäubt.
Je nach Notwendigkeit kann eine Plexusanästhesie des Armes (axilläre Plexusanästhesie ) oder des Beines
(lumbale Plexusanästhesie ) durchgeführt werden.
Je nach geplanter Operation ( Schulter, Arm, Hand oder Bein) wird bei der Plexusanästhesie ein Nervenstrang im Bereich der Achselhöhle, im Bereich des Schlüsselnbein, am Hals oder in der Leiste nach Anlage einer örtlichen Betäubung der Haut blockiert.
 
Intravenöse Regionalanästhesie nach Bier:
Diese Form der Regionalanästhesie kann bei kleineren Eingriffen an den Händen / Unterarmen, bzw. Füßen  / Unterschenkeln angewendet werden. Hierzu wird der betroffene Arm bzw. das Bein mit einer Staubinde ausgewickelt und mittels einer Blutdruckmanschette gestaut. Hiedurch wird eine Blutleere in dem Arm/ Bein erreicht. Anschließend wird eine größere Menge lokalen Betäubungsmittels über eine Kanüle in das blutleere Gefäßsystem gespritzt. So wird der Arm/ das Bein zuverlässig betäubt. Ist die Operation beendet, wird die Staumanschette geöffnet und die Betäubung flutet innerhalb kurzer Zeit wieder ab.
 
Weiterführende Informationen
 


EKG
 

Kindernarkosen / Informationen für Eltern:

 
Wir möchten Ihnen mit unseren Informationen helfen, Ängste und Sorgen abzubauen.
Während des Narkosevorgesprächs wird die Anästhesistin/der Anästhesist Ihnen und Ihrem Kind Fragen über Vorerkrankungen, aktuellen oder zurückliegenden Erkältungen, Voroperationen , Narkosen und Medikamenten stellen.
Danach wird Ihr Kind körperlich untersucht. Hierbei werden Herz und Lungen abgehört.
 
Am Operationstag bekommt Ihr Kind auf der Station ein beruhigendes Medikament ( Dormicumsaft ). Daraufhin wird Ihr Kind langsam müde und Ängste werden abgebaut. Außerdem wird ein örtlich betäubendes Pflaster auf den Handrücken/Arm geklebt. Diese ermöglicht eine schmerzfrei Punktion zur Anlage der Venenverweilkanüle. Zudem wird ein Schmerzzäpfchen verabreicht. Dieses unterstützt die postoperative Schmerztherapie.
Sie können Ihr Kind bis in den Aufwachraum begleiten. Dort wird Ihr Kind von einer Anästhesieschwester/einem Anästhesiepfleger betreut.
 
Nach der Operation wird das Kind zur weiteren Überwachung wieder in den Aufwachraum gebracht. Sie dürfen nun wieder zu Ihrem Kind und es mit betreuen. Wenn die Herz-Kreislauf-Funktionen stabil sind, wird das Kind wieder auf die Station zurückverlegt. Bei Kindern unter…. Jahren darf ein Elternteil im Zimmer übernachten.
 

Zur schmerzarmen Entbindung:

 
Zur schmerzarmen Entbindung bieten wir die Anlage eines Periduralkatheters an. Hierbei wird der natürliche Geburtsvorgang nicht beeinträchtigt (Patientin kann aktiv Mitpressen), der Geburtsschmerz wird jedoch erheblich gelindert. Ob ein solches Verfahren bei Ihnen zur Anwendung kommen kann, werden Gynäkologe und Anästhesist gemeinsam entscheiden.
 

Wenn ein Kind per Kaiserschnitt ( Sectio caesarea ) entbunden wird, erfolgt dies oft in Regionalanästhesie ( Spinalanästhesie/ Periduralkatheter ). In diesen Fällen darf der werdende Vater nach Absprache mit dem Gynäkologen und Anästhesisten in der Regel mit in den OP.
Vorraussetzung hierfür ist jedoch eine Einwilligung der werdenden Mutter und eine Aufklärung über den Ablauf der Kaiserschnittentbindung, das nötige Verhalten im OP und die Risiken für den Vater. Diese Aufklärung wird schriftlich dokumentiert und muß von Vater und Mutter unterschrieben werden.
Das entsprechende Formular kann hier eingesehen werden:
 
Anwesenheit der Väter bei Sectio caesarea
 

Schmerztherapie:

 
Dieser Bereich umfasst die postoperative Schmerztherapie (Periduralkatheter, Femoraliskatheter), regionale Anästhesieverfahren zur schmerzfreien Geburt (Periduralkatheter) und die konsiliarische Betreuung anderer Schmerzpatienten ( Patienten mit chronischem Schmerzsyndrom, onkologische Patienten ) in unserem Haus.
Vor der Operation werden Sie während des Narkosevorgesprächs bereits über mögliche Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie informiert und aufgeklärt. Gemeinsam mit der Ärztin/dem Arzt entscheiden Sie, welches Verfahren für Sie in Frage kommt. Häufig werden auch spezielle Schmerzpumpen eingesetzt, mit denen Sie die benötigte Menge an Schmerzmitteln selbst steuern können. Nach der Operation werden Sie von Fachpersonal unserer Abteilung weiter betreut. Täglich wird eine Schmerzvisite durchgeführt.
Zur schmerzarmen Entbindung bieten wir die Anlage eines Periduralkatheters an. Hierbei wird der natürliche Geburtsvorgang nicht beeinträchtigt (Patientin kann aktiv Mitpressen), der Geburtsschmerz wird jedoch erheblich gelindert. Ob ein solches Verfahren bei Ihnen zur Anwendung kommen kann, werden Gynäkologe und Anästhesist gemeinsam entscheiden.
 

 
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