Asklepios Fachklinikum  
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Struktur

Funktionsbereich II

 
Klinische Psychotherapie Erwachsener II
 
Zum Funktionsbereich 'Klinische Psychotherapie' gehören die Stationen Wiesenhaus mit 23 Betten und Birkenhaus A mit 22 Betten.
Seelische Probleme und Belastungen äußern sich oft in Symptomen wie Ängsten, depressiven Verstimmungen, Zwangsgedanken, Zwangshandlungen, besonderen Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen Menschen u.a.m. Manchmal sind die Betroffenen dadurch so sehr eingeschränkt, dass es ihnen nicht mehr gelingt, ihren Alltag zu bewältigen. Sie benötigen dann die Unterstützung und den Schutz einer stationären Psychotherapie.
 
Ein Schwerpunkt des Bereichs ist die Behandlung von Menschen mit anhaltenden Erlebens- und Verhaltensstörungen, so dass die Bewältigung des Alltags, des Berufs und der zwischenmenschlichen Beziehungen stark beeinträchtigt ist. Sie leiden oft unter einer ausgeprägten Instabilität der Gefühle und verhalten sich nicht selten selbstschädigend, z.B. indem sie sich selbst verletzen oder einen Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch betreiben (Patienten, bei denen eine akute Abhängigkeit von diesen Substanzen besteht, können hier allerdings nicht behandelt werden). Manche Menschen haben in ihrer Lebensgeschichte sexuelle, körperliche und seelische Gewalt erleiden müssen. Sie sind oft von den sie peinigenden Erinnerungen gequält und sind dadurch in der Bewältigung ihres Alltags und in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen sehr beeinträchtigt.
 
Mit unseren therapeutischen Konzepten gehen wir davon aus, dass jeder Patient, der zu uns in Behandlung kommt, eine auf ihn abgestimmte Therapie benötigt. Deshalb geht es zunächst darum, ihn kennen zu lernen und gemeinsam mit ihm, seine Lebensgeschichte zu verstehen, seine Probleme, aber auch seine besonderen Stärken zu benennen und Ziele für die Behandlung zu erarbeiten.

  • Einzeltherapie
  • analytisch orientierte Gruppentherapie
  • Sozialarbeit
  • psychoanalytisch-interaktionelle Gruppentherapie
  • Stationsgruppen
  • Paar- und Familientherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Ergotherapie
  • Pflegeteam
  • Körpertherapie

Der Behandlungsschwerpunkt wird gemeinsam verabredet. Die in die Therapie einbezogenen Verfahren und Mittel werden nach Möglichkeit so gewählt, dass sie auf den verabredeten Schwerpunkt hin ausgerichtet sind. Neben der Einzeltherapie, in der Probleme und Konflikte besprochen und untersucht werden können, spielt auch das Miteinander auf der Station eine wichtige Rolle in der Behandlung; hier ist es möglich, das eigene Verhalten gegenüber anderen Menschen zu beobachten, neue Verhaltensweisen zu erproben und mit Unterstützung des therapeutisch geschulten Pflegeteams noch unvertraute neue Lösungen zu üben. Nicht weniger wichtig sind die verschiedenen körperorientierten Verfahren und die Methoden der kreativen Therapien. Sie stellen Möglichkeiten bereit, sich mit seinen Schwierigkeiten auseinander zu setzen und gleichzeitig neue Verhaltens- und Erlebensmöglichkeiten zu entdecken. Weil Probleme im Umgang mit anderen Menschen bei den meisten seelischen Krankheiten eine große Rolle spielen, kommt der Gruppentherapie in unserem Behandlungskonzept ein hoher Stellenwert zu.
 
Fast immer ist es schwierig, neue Erkenntnisse in den Alltag umzusetzen. So können beispielsweise Ängste daran hindern, sich üblicherweise vermiedenen Situationen auszusetzen. Unter solchen Umständen kann es sinnvoll sein, gezielt vorzubereiten und zu planen, wie solche ängstigenden Situationen bewältigt werden können.
 
Für Menschen, die unter peinigenden Erinnerungen von Gewalterfahrungen leiden, ist es wichtig, über Möglichkeiten zu verfügen, um sich von diesen Erinnerungen distanzieren und sie bewältigen zu können. Um diese zu erarbeiten, setzen wir u.a. imaginative Methoden und nach entsprechender Vorbereitung das sog. EMDR ein. Dabei handelt es sich um ein spezifisches Verfahren zur Behandlung von Patienten, die unter den Folgen traumatischer Erlebnisse leiden.
 
Die Vorbereitung auf die Entlassung und die Rückkehr in den Alltag beginnt bereits am Tag der Aufnahme ins Krankenhaus. Gemeinsam mit dem Patienten überprüfen wir im Laufe der Behandlung in regelmäßigen Abständen, inwieweit Therapieziele erreicht werden konnten und wieweit es inzwischen möglich geworden ist,  den Alltag wieder zu bewältigen. Dazu beziehen wir in vielen Fällen therapeutisch begleitete Konfrontationen mit Arbeits-, Schul- oder Studiensituationen in die Behandlung ein.
 
Oft ist es auch sinnvoll, die Angehörigen in die Therapie mit einzubeziehen. Diese Gespräche mit den Angehörigen finden nur mit Einverständnis aller Beteiligten statt und werden gründlich vorbereitet. Sie dienen der Information über die Therapie, aber auch der Klärung von Beziehungsproblemen.
 

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