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Wiedereröffnung der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik

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Ansichten des Gebäudes der wiedereröffneten Klinik für Psychotherapie und Psycho-somatik am Asklepios Fachklinikum Stadtroda.
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TLZ vom 20.02.2008
 
Offen und doch beschützend

Stadtroda. (tlz) Thüringen bemühe sich mit Erfolg um optimale Bedingungen zur Behandlung psychisch erkrankter Menschen. Das erklärte Heinz Fracke, Abteilungsleiter im Thüringer Gesundheitsministerium, gestern im Grußwort zur Wiedereröffnung des Gebäudes der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Asklepios Fachklinikums Stadtroda. Fracke vertrat in der Festveranstaltung im "Felsenkeller" den erkrankten Minister Dr. Klaus Zeh.

Thüringen sei in der Vergangenheit stets bemüht gewesen, die Rahmenbedingungen für die psychiatrische Medizin auszubauen und zu verbessern, unterstrich Fracke. Die jetzt in Stadtroda sanierte und erweitere Klinik sei nur eine Maßnahme der Gesamtsanierung im Asklepios Fachklinikum, die der Freistaat seit 2002 mit elf Millionen Euro unterstützt habe. Mit dem neugebauten Maßregelvollzug kämen sogar noch 20 Millionen Euro hinzu.

Verbesserungen in großer Zahl
Mit dem Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten bestünden für die Behandlung psychisch erkrankter Menschen verbesserte Rahmenbedingungen, sagte Fracke. Es gebe ausreichend Untersuchungs- und Therapieräume, im Kellergeschoss neue Räume für die Ergotherapie und auch der Außenreich werde seine Wirkung nicht verfehlen.

Die Gesamtsumme für die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin beträgt 3,277 Millionen Euro. Fördermittel flossen in Höhe von 2,825 Millionen Euro, der Eigenanteil von Asklepios beträgt 452 000 Euro.

Fracke verwies auf die Notwendigkeit einer solchen Investition. Die Anzahl der Patienten mit psychischen Beschwerden steige nicht nur in Deutschland dramatisch. Depressive Erkrankungen nähmen in der Statistik inzwischen Platz vier ein. Der Freistaat werde diese Entwicklung im Auge behalten und weiter darauf reagieren.

Modern ausgestattete psychische Akutklinik
Dr. Udo Polzer, Ärztlicher Direktor des Fachklinikums, sprach davon, dass jede vierte Frau und jeder achte Mann mal an einer Depression leide. Er wünschte der Mannschaft von Chefarzt Dr. Frank Bartuschka, dass möglichst viele Patienten am Ende der Therapie gelernt haben, mit ihren Unzulänglichkeiten und Problemen zurecht zu kommen und wenn sie ins Leben zurückkehren dort den Anforderungen gerecht werden. Bartuschka dankte allen Beteiligten für "diese modern ausgestattete psychische Akutklinik" mit 32 Plätzen, in der mehr als 200 Patienten im Jahr therapiert werden können. Dieses Haus sei als ein gestalteter Raum zugleich großzügig und freundlich sowie offen und beschützend, sagte der Chefarzt.

Das umgebaute und durch einen Anbau erweiterte Haus wird seit 1869 genutzt, zuletzt bereits als Klinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. Während der 16monatigen Bauzeit mit Beginn im September 2006 war die Klinik im Gebäude der ehemaligen Suchtabteilung untergebracht. Der Umzug der Ärzte, des Personals und der Patienten der Psychotherapie ins fertiggestellte Gebäude erfolgte Ende Januar.

Barrierefrei durch neuen Aufzug
Jetzt stehen auf einer Gesamtnutzfläche von annähernd 1950 m² elf Zweibett- und elf Einbettzimmer - davon zwei mit behindertengerechter Ausstattung - zur Verfügung. Durch den Einbau eines Personenaufzuges und den Behindertenzugang von der Parkanlage her sind vom Sockel- bis Dachgeschoss sowohl die Ergotherapie- als auch Ärztezimmer barrierefrei erreichbar.

Von diesen um vieles verbesserten Bedingungen konnten sich die Gäste der Feierstunde - unter ihnen CDU- Landtagsabgeordneter Wolfgang Fiedler - bei einem Rundgang überzeugen.

20.02.2008
OTZ vom 20.02.2008
 
Moderne Klinik in historischer Hülle

Der Edelstein in der Architektur des Krankenhauses hat seinen besonderen Schliff erhalten.

Von OTZ-Redakteurin Monika Schöler Stadtroda.
Seit 55 Jahren bestehtdie Abteilung Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Stadtroda. Jetzt verfügt sie auch über neue, wesentlich bessere Rahmenbedingungen.

Gestern wurde die Klinik, das Haus 2 im Gelände des Asklepios Fachklinikums, nach umfangreicher Sanierung und Erweiterung feierlich wiedereröffnet. Vom Keller bis zum Dach ist das alte, aus dem Jahre 1869 stammende Gebäude in die Kur gekommen. Hinter der historischen Hülle, die Chefarzt Dr. Frank Bartuschka als Edelstein der Architektur bezeichnete, sind nun 32 modern ausgestattete Ein- und Zweibettzimmer mit Nasszelle sowie mehrere Gruppenräume entstanden. Zwei der Räume sind behindertengerecht ausgestattet. Zuvor gab es 3- und 4-Bettzimmer. Im oberen Stockwerk sind Räume für Therapeuten und Ärzte eingerichtet. Auch ein Speiseraum und ein Besucherzimmer stehen zur Verfügung. Gleichzeitig wurde ein Anbau errichtet, in dem sich Räume für Sport-, Bewegungs- und Ergotherapie befinden. Im Kellergeschoss des Altbaus ist ein Kraftraum untergebracht. Ein Aufzug ermöglicht den barrierefreien Zugang zu allen Stockwerken. Behindertengerecht wurde auch ein Eingang gestaltet. Die neuen, modern ausgestatteten Räume ermöglichen es, dass jährlich über 200 Patienten nach einem individuellen Therapiekonzept behandelt werden können, erklärte der Chefarzt gestern vor Gästen aus dem Thüringer Gesundheitsministerium, aus der Politik und dem öffentlichen Leben.

Er ging auch auf die Geschichte das Hauses ein. Für den Neubau erfolgte 1868 der Spatenstich, ein Jahr später wurde er in Anwesenheit des regierenden Herzogs übergeben.

Dr. Bartuschka erinnerte gleichermaßen an die düsteren Zeiten. Zwischen 1934 und 1945 entwickelte sich das Haus zunehmend zur Verwahranstalt von Tuberkulosekranken, die hier unter menschenunwürdigen Bedingungen und isoliert untergebracht waren. 1953 sei die Keimzelle für die spätere Psychotherapieabteilung gelegt worden. In jenem Jahr wurde eine Abteilung für Schlaftherapie eingerichtet. Ab 1965 änderte sich schrittweise das Behandlungskonzept. Gruppentherapeutische Maßnahmen hielten Einzug. In den 1970er-Jahren erfolgte die fachliche Neuorientierung im Sinne einer spezialisierten stationären Psychotherapie. "Dieses Haus ist ein gestalteter Raum", verglich Dr. Frank Bartuschka. Es sei großzügig, freundlich, gleichzeitig offen und biete Rückzugsmöglichkeiten. Als wesentlich nannte er auch die Nähe zu den anderen Fachdisziplinen im Klinikgelände.

20.02.2008
OTZ vom 20.02.2008
 
Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik in Stadtroda umgebaut und erweitert

Von OTZ-Redakteurin Monika Schöler
Nach dem vor kurzem eingeweihten Neubau des Maßregelvollzuges am Asklepios Fachklinikum in Stadtroda (Saale-Holzland-Kreis) wurde gestern die Klinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin wiedereröffnet.

Das Gebäude, es wird seit 1869 genutzt, war seit September 2006 für rund 3,2 Millionen Euro umgebaut und saniert worden. Gleichzeitig wurde ein Anbau errichtet. Hier sind verschiedene Therapieräume untergebracht. Die Klinik war übergangsweise in das Gebäude der ehemaligen Suchtabteilung eingezogen.

Auf einer Fläche von 1950 Quadratmetern stehen nun elf Zweibett- und elf Einbettzimmer, davon zwei mit behindertengerechter Ausstattung, zur Verfügung. Mit dem Einbau eines Fahrstuhls und einem Behindertenzugang über die Parkanlage sind sowohl die Ergotherapie- als auch Ärztezimmer vom Sockel- bis zum Dachgeschoss nun barrierefrei erreichbar. Im Außenbereich entstand ein geschützter Patientengarten.

Mit dem Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten haben sich die Bedingungen für die Behandlung psychisch erkrankter Menschen auch in diesem Klinikbereich wesentlich verbessert. Dies werde sich anregend und belebend auf Patienten und deren Therapieverläufe auswirken, sagte Chefarzt Dr. Frank Bartuschka.

Das Land förderte die Maßnahme mit 2,7 Millionen Euro. Laut Thüringer Gesundheitsministerium investierte der Freistaat seit 1991 am Standort Stadtroda rund 31 Millionen Euro zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die psychiatrische Medizin. Das Land Thüringen verfügt in der Erwachsenen- sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie über knapp 1700 Betten im vollstationären Bereich und über 440 Betten in Tageskliniken.

20.02.2008
AA Holzlandbote vom 27.02.2008

Modernste Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik in moderner Hülle

Bester Rahmen für nachhaltige Therapie

Stadtroda (-kv-). Fast schon etwas ehrfürchtig durchschreitet man heute das Eingangsportal der neu sanierten und erweiterten Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik. Einge-weiht im Jahre 1869 steht darüber. Das Haus 2 zählt architektonisch gewiss zu den Schmuckstücken im Komplex des Asklepios-Klinikums. Hinter der geschichtsträchtigen Hülle verbirgt sich eine hoch-moderne Klinik, mit der sich nach der baulichen Kur von Keller bis zum Dach wesentlich verbesserte Rahmenbedingungen für Ärzte, Therapeuten und Patienten verknüpfen.
"Diese geschaffenen Rahmenbedingungen werden sich anregend und belebend auf unsere Patienten und deren Therapieverläufe auswir-ken", so der leitende Chefarzt Dr. Frank Bartuschka bei der Feierstunde zur Wiederer-öffnung des Hauses, in dem die Abteilung Psycho-therapie und Psycho-somatische Medizin seit bereits 55 Jahren besteht.
32 modern ausgestattete Ein- und Zweibettzimmer inklusive Sanitärzelle sowie
mehrere Gruppenräume entstanden. Zuvor wohnten die Patienten in 3- und 4-Bettzimmern. Ein Speiseraum und ein Besucherzimmer stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Räume für Therapeuten und Ärzte wurden im oberen Geschoss eingerichtet, im Keller-geschoss befindet sich ein Kraftraum. In einem Erweiterungsbau sind Räume für Sport-, Bewegungs- und Ergo-therapie untergebracht. Novum der Aufzug, der einen barrierefreien Zugang zu allen Stock-werken ermöglicht. Die neuen Rahmen-bedingungen ermöglichen es, im Jahr durchschnittlich 200 Patienten nach individuell zugeschnittenem Therapiekonzept zu behandeln. "Dieses Haus ist ein gestalteter Raum - großzügig, freundich, gleichzeitig offen und mit Platz für ruhige Selbst-besinnung. Positiv auch die Nähe zu den anderen Fachgebieten", so Dr. Bartuschka. Er erinnerte auch an die Geschichte des Hauses - von der Übergabe des Neubaus anno 1869 an den regierenden
Herzog über die schlimme Zeit des National-sozialismus, als Tuber-kuloseerkrankte hier unter haftähnlichen Bedingungen isoliert und weggesperrt wurden. Er erinnerte an 1953, wo eine spezielle Abteilung für Schlaftherapie eingerichtet wurde, die als Keimzelle der späteren Psychotherapieabteilung angesehen werden kann. An die Zeit ab 1965, wo sich schrittweise das Behandlungskonzept änderte und Gesprächs-therapie und gruppen-therapeutische Methoden Einzug hielten oder an die fachliche Neuorientierung im Sinne einer spezialisierten stationären Psychotherapie Anfang der 70-er Jahre. Und er dankte seinen Llinikmitstreitern für ihr Engagement trotz der Einschränkungen durch den Übergangsweisen Umzug in ein anderes Gebäude sowie dem Land, das die umfassenden Um- und Ausbaumannahmen an Haus und Infrastruktur mit mehr als 2,8 Mio Euro förderte.