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Krankenpflege ist in Sebnitz mit einer langen Tradition verbunden: Das erste öffentliche Krankenhaus wurde bereits 1868 eingerichtet. Es entstand durch den Umbau des ehemaligen Armenhauses.
Die Zusammenstellung des Inventars von 1873 vermittelt einen Einblick in die eher bescheidenen Verhältnisse:
"7 Strohsäcke, 6 Bettücher, 3 Stück Decken, 1 Lade, 4 Tische, 7 hölzerne Stühle, 6 Bettstellen, eiserne Bettstellen, 3 Nachtstühle, 1 Siechkorb, 1 Thermometer, 2 irdene Nachtgeschirre, 1 Hauslampe mit Schirm, 1 Clystierspritze von Zinn, 1 Waschwanne, 1 Badewanne, Gummibänder, 1 Leichenkorb, 2 Krücken, 1 Ohrenspritze, 1 Schere, Spucknäpfe, 1 Sitzbadefaß."
Bereits 1875 reichten die vorhandenen Räume nicht mehr aus, der Zustand verschlechterte sich zunehmend. Dies führte dazu, dass es Kranke vorzogen, zu Hause zu bleiben, statt das Krankenhaus aufzusuchen. Insbesondere im Hinblick auf die Weiterverschleppung ansteckender Krankheiten zog dies aus ärztlicher Sicht die Forderung nach einem Neubau nach sich, der 1891 beschlossen und 1893 mit ausreichendem Raum für 44 Betten fertig gestellt wurde.
Genau 100 Jahre später - am 7. Mai 1993 - erfolgte wiederum der 1. Spatenstich zum Neubau einer Klinik, da die Altbausubstanz keine weiteren Renovierungen, An- oder Umbauten mehr rechtfertigte. In den folgenden drei Jahren entstand der erste komplette Neubau eines Krankenhauses in Sachsen nach der Wende.
Das ehemalige Kreiskrankenhaus Sebnitz nahm am 01.04.1996 seinen Betrieb auf und befindet sich seit dem 01.01.1999 als Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz im Verbund der Asklepios Kliniken. |
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Sächsische Schweiz Klinik Dr.-Steudner-Straße 75b 01855 Sebnitz
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