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Der Bedeutung der Diagnostik und Therapie von Brustkrebs haben die Ärzte der Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz bereits 2003 mit der Gründung des Brustzentrums Ostsachsen (eine Kooperation mit dem Klinikum des Landkreises Löbau-Zittau) Rechnung getragen. Vorsorge und Früherkennung spielen bei dieser Erkrankung eine große Rolle. Denn wird Brustkrebs frühzeitig erkannt und behandelt, so steigert dies wesentlich die Heilungschancen. Auch an der Umsetzung des Mammografie-Screenings ist die Sebnitzer Klinik beteiligt. In der Screeningeinheit Ostsachsen wirken im Auftrag der SSK Herr Dr. Schreiber als radiologisch tätiger angestellter Krankenhausarzt und Herr Dr. Bachouri als gynäkologisch angestellter Krankenhausarzt mit. Für eine Teilnahme sind verschiedene Qualitätsanforderungen, wie z.B. eine Mindestzahl an Primäroperationen/ Jahr sowie regelmäßige spezifische Fortbildungen, im Voraus nachzuweisen. Werden im Rahmen der Mammografie Auffälligkeiten entdeckt, die einer weiteren Untersuchung auf Gut- oder Bösartigkeit bedürfen, so wird dies in der Sächsischen Schweiz Klinik mittels einer feingeweblichen Untersuchung einer Gewebeprobe durchgeführt. Zur Gewebeentnahme (Biopsie) stehen dabei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Anhand der anschließend durchgeführten feingeweblichen Analysen wird eine Unterscheidung zwischen gut- oder bösartigen Veränderungen möglich. In Abstimmung mit dem Ergebnis kann dann die weitere Behandlungsplanung erfolgen.
Optimierungsbedarf sehen die Sebnitzer Ärzte weiterhin bei der Selbstuntersuchung der Brust. Leider wird dieses Thema noch nicht wichtig genug genommen. „Wir empfehlen, dass jede Frau einmal im Monat (immer zum gleichen Zeitpunkt) eine Selbstuntersuchung vornehmen sollte.“, meint Dr. Aiman Bachouri, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe und medizinischer Leiter des Brustzentrums Ostsachsen. Zum Erlernen der richtigen Durchführung organisiert das Brustzentrum Ostsachsen in regelmäßigen Abständen Kurse, in denen am Modell das Ertasten von Knoten, Verhärtungen etc. geübt werden kann. Ob sich mit der Einführung des Mammografie-Screenings das Vorsorgeverhalten der Frauen ändert, bleibt abzuwarten.Bisher gilt das Programm für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Bisher konnten ähnliche Programme aus anderen Ländern noch nicht bestätigen, dass die Untersuchungen auf andere Altersgruppen ausgeweitet werden sollten. Die Ergebnisse in Deutschland sind abzuwarten.
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