Eine Schädigung des Gehirns kann sich auf die Bereiche Sprache, Sprechen und Schlucken auswirken. So führt vor allem eine Schädigung der linken Gehirnhälfte zu einer Sprachstörung (zu einer Aphasie), die typischerweise mit Wortfindungsstörungen, grammatikalisch falschen Sätzen, einem beeinträchtigten Sprachverständnis sowie mit Lese- und Schreibschwierigkeiten verbunden ist. Auch der Umgang mit Zahlen kann betroffen sein: Dann kann es zu Problemen mit dem Rechnen, im Lesen der Uhr oder im Umgang mit dem Geld kommen.
Wenn das Sprechen gestört ist, klingt die Sprache verwaschen, monoton, manchmal auch heiser. Je ausgeprägter die Schwierigkeiten sind, desto mehr hat ein Hörer Mühe, das Gesagte zu verstehen. Unterhaltungen sind dann häufig zeitaufwendiger als vor der Erkrankung.
Eine Schluckstörung fällt durch häufiges Verschlucken, durch ein Steckenbleiben von Nahrung im Rachen und oft auch durch einen lang anhaltenden Husten nach einem Schluck oder Bissen auf. Typischerweise ist das Trinken häufig schwieriger als das Essen: Während das Schlucken von Speisen meist noch möglich ist, kommt es beim Trinken in der Regel zu einem Verschlucken. Dies ist für den Gesundheitszustand von besonderem Nachteil, da eine ausreichende Flüssigkeitsmenge lebenswichtig ist.
Die Abteilung Sprachtherapie (Logopädie) hat die Aufgabe, die Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen zu therapieren. Das Ziel dabei ist, dass sich ein Betroffener unabhängig von der Hilfe anderer Personen unterhalten oder gefahrlos essen und trinken kann. Um dieses Ziel zu erreichen, werden sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien durchgeführt. Die Häufigkeit und Dauer der Therapien wird in Absprache mit dem jeweils Betroffenen individuell festgelegt. Therapieunterstützend werden computerisierte Therapieprogramme angeboten.
Die Abteilung Logopädie besitzt eine ambulante Zulassung für alle Kostenträger. Damit ist eine weiterführende Therapie auch dann sichergestellt, wenn der stationäre Aufenthalt endet.