Asklepios Weserbergland-Klinik
Schlaflabor

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Das Schlaflabor

besteht seit 1998; 2004 erfolgte die Akkreditierung durch die DGSM. Seit 2006 wird es als ambulantes Schlaflabor bertrieben. Geleitet wird es seit 1999 durch den Internisten Dr. Thorsten-R. Diercks. Zusätz­lich wird bei Bedarf das Fachwissen der  Neurologie, Orthopädie, Psychologie und Neuropsychologie in Anspruch genommen.

Das Team besteht aus 2 MTAs für den Tagesbetrieb, mehreren Krankenschwestern, die im Wechsel die Nachtableitungen vonehmen sowie Dr. Diercks.

Zur Betreuung Schwerbehinderter  steht im Tag- und Nachtdienst das Personal der Station A6 zur Ver­fügung.

Technisch verfügt das Schlaflabor über 3 gemäß den Vorgaben der DGSM ausgestattete Messplätze für die polysomnografische Diagnostik, ein Gerät zur Überwachung der Atemgase, ein Blutgasanalysegerät sowie 2 Polygrafie-Geräte für das Screening.

Die Ableitungszimmer sind Ein­zelzimmer, um eine ungestörte Messung zu ermöglichen, der Überwachungsraum ist unmittel­bar angrenzend, sodaß neben der kontinuierlichen Überwachung auch ein sofortiges Eingreifen bei möglichen Problemen erfolgen kann.  

Schlaflabor_Auswertung
             Auswertung am Rechner
Arbeitsschwerpunkt ist die inter­nistische Schlafmedizin mit   schlafbezogenen Atmungsstörun­gen vom obstruktiven   Schlafap­noesyndrom bis zur Erschöpfung der Atempumpe   mit Notwendig­keit einer Heimbeatmung.

Gemäß QS-Vereinbarung werden bei ambulanten Patienten in zwei aufeinanderfolgenden Nächten Schlaf- und Atmungsparameter gemessen und ausgewertet. (kar­diorespiratorische Polysomnogra­fie). Diese umfasst eine umfang­reiche Messtechnik und bedeutet für die Patienten mit einer Menge Kabel schlafen zu müssen.

Zu­sätzlich werden Tagesuntersu­chungen benötigt, die der ambulante Patient von Hausarzt bzw. überweisenden Kollgen mitbringt: Wesent­lich sind Laboruntersuchungen zum Ausschluss bzw. Nachweis von Nieren-, Leber- Blut- oder Schilddrüsenerkrankungen, die entsprechend behandelt werden können. EKG und Lungenfunktionsprüfung gehören ebenso zu den notwendigen Basisinformationen. MSLT (multipler Schlaf­latenztest) und MWT (Mainte­nance of Wakefulness Test - „Wachbleibe-Test“) wer­den bei bestimmten Fragestellun­gen ergänzend durchgeführt, um eine weitere Differenzierung schlafmedizinischer Diagnosen zu ermöglichen. Im Vigilanztest (Aufmerksamkeitstest) können zusätzlich Aufmerksamkeitsdefi­zite festgestellt werden.

Schlaflabor_Raum
Überwachungsraum

Das Schlafapnoe-Syndrom

Schlaflabor_Lungen
          Lungenfunktionsprüfung

Häufigste Erkrankung mit der Folge übermäßiger Tagesschläf­rigkeit ist das  obstruktive Schlaf­apnoe-Syndrom. Hierbei kommt es im Schlaf zu sich wiederholen­den Verschlüssen der Atemwege im Rachenbereich. Durch Schutzmechanismen des Körpers wird der Tod durch Ersticken verhindert - um den Preis eines unter Umständen schwerst ge­störten Schlafes mit nachfolgen­der Tagesmüdigkeit!

Gehäuft findet man bei diesen Patienten einen Bluthochdruck und Übergewicht. Diese Konstel­lation erhöht nachgewiesener­maßen das Risiko für Herz­infarkte und Schlaganfälle ganz erheblich!

Die Notwendigkeit einer Be­handlung der Erkrankung resul­tiert aus dem Herz-Kreislauf-Risiko und insbesondere aus den Beschwerden des Patienten.

Nach Klärung der Diagnose er­folgt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Hierbei wer­den die verschiedenen Therapie­möglichkeiten besprochen und deren Not­wendigkeit geklärt. Anschließend wird ein Zeitplan für die nötigen Maßnahmen erstellt.

 

Schlaflabor_CPAP
             Patient mit CPAP-Maske

Bei Notwendigkeit einer nächtli­chen CPAP-Therapie, also Druck­unterstützung der Atmung zum Offenhalten der Atemwege, wird zunächst eine Maske angepasst und eine Gewöhnungsübung am Tage durchgeführt. Damit ist gewährleistet, dass der Patient in der Einstellungsnacht problemlos mit Maske und Gerät zurecht­kommt.

Neben der CPAP-Therapie kom­men selten Alter-nativen in Betracht - diese werden indivi­duell geprüft und mit dem Pati­enten besprochen.  Nach Diagno­sestellung erfolgt  anschließend der Therapiebeginn im Schlafla­bor; bei CPAP-Einleitungen be­kommen die Patienten das Gerät zur Eingewöhnung zunächst leihweise mit nach Hause. Erst wenn alle gegebenenfalls auftre­tenden Probleme mit Maske, Nase oder Gerät behoben sind, erfolgt die Verordnung. Die Erfahrung lehrte, dass mit dieser Vorge­hensweise eine hohe Akzeptanz seitens der Patienten, aber auch der Kostenträger erreichbar ist.

Schlaflabor_Masken 
                  Eine Auswahl Masken vor der Anprobe

Das Schlaflabor steht sowohl den stationär wegen anderer Erkran­kungen behandelten als auch eigens hierfür eingewiesenen Patienten nach vorangegangener Stufendiagnostik (gemäß BUB-Richtlinien) offen. Aufgrund eines Schwerpunktes der Klinik im Bereich der Behandlung neuro­muskulär Erkrankter (Muskel­schwund) werden auch Unter­suchungen zur Klärung der Not­wendigkeit einer nächtlichen Heimbeatmung durchgeführt. Eine notwendige Therapie wird gegebenenfalls hier eingeleitet.

                                                                                             

Kontakt:
Leitung des Schlaflabors
Dr. Thorsten-R. Diercks
Telefon: 0 52 71 / 98 - 23 81
Telefax: 0 52 71 / 98 - 35 39
E-Mail: schlaflabor.hoexter@asklepios.com