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Rheinpfalz vom 07.11.2003 Dienst hat zur Zufriedenheit mit eigenem Leben beigetragen"Germersheim: 25 Jahre Krankenhausbesuchsdienst - Viel Lob für teilweise aufopferungsvolle Arbeit am Kranken Menschen ähe vermitteln, Zeit haben, Hilfe und Zuwendung geben, Sorgen und Schmerzen mittragen: So beschrieb Eugenie Müller, eine der Organisatorinnen des ökumenischen Krankenhausbesuchsdienstes, das, was sie und ihre Mitstreiterinnen seit 25 Jahren für die Patienten tun. An vier Tagen in der Woche sind sie im Krankenhaus, kümmern sich um andere. Doch am Mittwochabend standen die Frauen bei der Jubiläumsfeier in der Asklepios Südpfalzkliniken GmbH in Germersheim einmal selbst im Mittelpunkt. 1978 fand sich eine kleine Gruppe von Frauen zusammen, die den Gedanken der christlichen Nächstenliebe verwirklichen wollten, erzählt Müller. Diese Idee hätten sie dem Pfarrer vorgetragen und schließlich sei gemeinsam der Besuchsdienst aufgebaut worden. Unter der Leitung von Hela Ebinger, späterhin Ellen Gabel wuchs schon bald die Zahl der Mitarbeiterinnen. Ihre Tätigkeiten sie jedoch sensibel und die Frauen müssten Fingerspitzengefühl mitbringen, meint Müller. Bevor sie überhaupt einen Fuß ins Krankenzimmer setzten, hätten sie zur Vorbereitung auch Kurse uns Seminare im Heinrich-Pech-Haus in Ludwigshafen besucht. Dort sei gelernt worden, wie sie am besten auf Kranke zugehen und mit ihnen richtig umgehen. Auch heute noch bilden sich die Frauen regelmäßig weiter. Möglichkeiten, das Gelernte umzusetzen, bieten sich reichlich, dann der Besuchsdienst hat viele verschiedene Angebote: Dienstag und Donnerstag wird der Büchereiwagen mit Literatur aus der hauseigenen Bücherei stückt. Dann können sich die Patienten direkt vom Krankenbett die Bücher ausleihen oder montags zur Selbstausleihe in die Bücherei kommen. Mittwochs macht der Besuchsdienst das, wonach er benannt wurde: Besuche an den Krankenbetten. Donnerstags werden Patienten die Haare gewaschen. Zu dem gibt es wöchentlich kleine Blumengestecke für Neue, zu Fest- und Feiertagen werden die Krankenzimmer geschmückt. Montags und freitags gibt es laut Müller keinen speziellen Dienst, weil die Patienten eingewiesen und entlasse werden. Im Zuge der Gesundheitsreform seien die Patienten mittlerweile immer kürzere Zeit im Krankenhaus und bräuchten dementsprechend weniger Hilfe. Der Besuchsdienst wird nach Müllers Angaben allein durch Zuschüsse und Sponsoren finanziert, womit die laufenden Kosten gedeckt würden. Die Frauen jedoch arbeiten alle Ehrenamtlich. Vier bis fünf Stunden in der Woche sei jede im Krankenhaus. Müller kümmerte sich um Organisation und Finanzen. Sie hat vorher elf Jahre lang "sehr gerne" Dienst am Kranken gemacht. Denn der Dienst habe ich auch viel gegeben, " zur Zufriedenheit im Leben beigetragen" und "zu vielen einen anderen Bezug " bekommen. Ihre Mitstreiterinnen, deren Zusammenhalt sie begeisterte, gehe es wohl ähnlich. "Die Gruppe trägt sic h gegenseitig." Dadurch können sie besser mit dem im Krankenhaus erlebten und persönlichen Krisen umgehen. Zusätzlich sei eine Aussprache mit dem Pfarrer möglich. Dabei gehe es aber "nur" um die Frauen selbst, nicht um das, was sie von den Patienten erfahren. Letzteres unterliege der Schweigepflicht. "Wir freuen uns über ihren Dienst" sagte der Geschäftsführer der Asklepios Südpfalzkliniken GmbH Germersheim und Kandel, Jürgen Schopf, bei der Feier am Mittwoch. Die Klinikmitarbeiter hätten heute leider nicht mehr die Zeit für die Patienten, die ihnen zustehe. Deshalb schätze die Klinik den Besuchsdienst sehr hoch, unterstütze ihn gerne. Landrat Dr. Fritz Brechtel sagte, dass diese in der Gesellschaft selten gewordenen Tätigkeit etwas sehr Kostbares ist. Anteil am Menschen zu nehmen, könne aber auch sehr schwer sein. Der Besuchsdienst werde von Patienten, die sonst niemanden mehr haben, oft sehnsüchtig erwartet, meinte Bürgermeister Dieter Hänlein. Und fügte schmunzelnd hinzu, dass er sich in Anbetracht seines eigenen Alters wünsche, dass die Helferinnen noch etliche Jahre weitermachen. Er würde sich dann auf ihren Besuch freuen. Als Belohnung für ihren jahrelangen Einsatz spendierte die Asklepios Klinik der ganzen Helferinnen-Gruppe einen Theaterbesuch in Ludwigshafen. (fram)
Krankenhausbesuchsdienst an der 25-jährigen Jubiläums Feier
Krankenhausbesuchdienst Frauen der ersten Stundev. l. Edith Haas, Marget Däuwel, Ursula Reinhard, Eugenie Müller, Alma Preek, Luise Völkel, Johanna Jöckle, Leni Karr, Irmgard Karpfenberger, Hela Ebinger |
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