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  Kooperationszentrum Chronische Ateminsuffizienz - KCA  
Problemstellung

Die außerklinische Versorgung von Patienten mit häuslicher Beatmung ist ein großes Problem, besonders bei Behinderten und/oder Patienten mit Luftröhrenschnitt.
Die Entlassung eines langzeitbeatmeten Patienten benötigt mehrere Monate Zeit, um die ambulante Versorgung zu organisieren. Es gibt nur wenige Pflegedienste und kaum Pflegeeinrichtungen, die in der Lage sind, beatmete Patienten zu versorgen. Hausärzte haben selten praktische Erfahrung mit beatmeten Patienten. Dies führt zu Wiedereinweisungen ins Krankenhaus. Außerhalb der „Beatmungszentren“ ist das Krankenhauspersonal nicht ausgebildet und schnell überfordert; der Patient wird wieder in das Zentrum verlegt.


Die Kostenübernahme für die poststationäre Versorgung ist ebenfalls problematisch. Bisher werden fast ausschließlich Individualentscheidungen getroffen. Die Zahl beatmeter Patienten steigt, vor allem von multimorbiden älteren Patienten mit chronischen kardiopulmonalen Erkrankungen.

KCA


Das Kooperationszentrum Chronische Ateminsuffizienz (KCA) wurde 1999 gegründet und nahm zum 1.1.2000 seine Tätigkeit auf.

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Problemlösung

Gründung eines Kooperationszentrums zur Betreuung von Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz mit dem primären Ziel, die poststationäre Versorgung von Patienten zu verbessern.
Dieses Zentrum soll ein Netzwerk bilden für Patienten, deren Angehörige, Interessenverbände, Kliniken, niedergelassene Ärzte, ambulante Pflegedienste, Industrie und Kostenträger. Darüber hinaus bietet es ein Forum für alle Beteiligten.

Aufgaben und Ziele

1. Koordinationszentrum:
Die bedarfsgerechte ambulante Versorgung muss vor, zur und nach der Entlassung des Patienten sinnvoll geplant und durchgeführt werden. Durch die Koordination aller in der Patientenversorgung Beteiligten soll eine integrative Patientenversorgung auf hohem Niveau gewährleistet werden.

 

2. Schulungszentrum:
Es werden Schulungen organisiert und durchgeführt für Pflegepersonal ambulanter und stationärer Einrichtungen, Patienten, Familienangehörige, Therapeuten, Hilfspersonal und Berater. Für Pflegepersonal und die Industrie wurden bereits mehrere Weiterbildungen implementiert.

 

3. Qualitätszentrum:
Das Erstellen von Behandlungs- und Pflegestandards bietet eine wichtige Orientierung für Betreuungspersonen und Kostenträger. Sie werden in Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegekräften festgelegt bzw. überarbeitet.

 

4. Informationszentrum:
Das Zentrum soll eine Schnittstelle für alle Beteiligten bilden. Es dient Ärzten, Fachkräften, allen interessierten und betroffenen Personen als fachkompetente Beratungsstelle.