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Die Behandlung der häufigen Lungenveränderungen bei Sarkoidose hängt vom Stadium der Erkrankung und den Erfolgsaussichten der Behandlung ab. Behandlungsprinzip ist die Gabe von Medikamenten, die das überschießende Immunsystem in Schach halten.
Bei wenig ausgeprägter Lungenbeteiligung
- Häufig ist überhaupt keine Therapie in Form von Tabletten, Infusionen oder Spritzen erforderlich. Der Verlauf der Erkrankung wird lediglich in engen zeitlichen Abständen kontrolliert.
- Bestimmte Erkrankungserscheinungen, z.B. oberflächliche Hautschäden oder eine unkomplizierte Augenbeteiligung, werden mit Kortisonpräparaten behandelt, die auf die betroffenen Stelle aufgebracht werden.
- Sollte ein Reizhusten als Ausdruck eines Befalls der Bronchialschleimhaut vorliegen, sind inhalierbare Kortisonpräparate das Mittel der Wahl.
Bei ausgeprägter Lungenerkrankung
Atmet der Patient sehr flach, ist die Aufnahme von Sauerstoff über die Lungen stark behindert oder schreitet die Erkrankung unbehandelt rasch fort, werden Kortisonpräparate in Form von Tabletten, Infusionen oder Spritzen verabreicht. Die Dosis wird den Beschwerden des Patienten angepasst und schrittweise vermindert.
In jedem Fall müssen Kortisonpräparate gegeben werden, wenn die Sarkoidose das Herz, die Nerven oder das Gehirn befallen hat oder wenn die örtliche Behandlung der Augenprobleme keinen Erfolg gebracht hat.
Spricht die Erkrankung nicht auf die Kortisonpräparate an, kommen andere Medikamente zum Einsatz, die das Immunsystem noch wirkungsvoller unterdrücken.
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