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  Sarkoidose - Diagnose  
 
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Wie wird eine Sarkoidose diagnostiziert?


 Im Vordergrund steht zunächst die Schilderung der Beschwerden und eine gründliche körperliche Untersuchung. Üblicherweise erfolgt eine Blutentnahme, mit der die Blutkörperchen untersucht und möglichen Hinweisen auf eine Entzündung nachgegangen wird. Bei einigen Patienten ist der Gehalt des "Angiotensin-Converting-Enzyms" (ACE) im Blut erhöht.

Besteht ein begründeter Verdacht auf das Vorliegen einer Sarkoidose, erfolgt die weiterführende Diagnostik. Die Diagnose wird gestellt durch

  • feingewebliche Untersuchung
  • typische Beschwerden
  • Ausschluss anderer, ähnlich in Erscheinung tretender Erkrankungen

Röntgenuntersuchung

Die Röntgenaufnahme der Lunge zeigt häufig Veränderungen an den Lungenwurzeln, später im Bereich der gesamten Lunge. Mit der Röntgenaufnahme allein kann die Sarkoidose allerdings nicht diagnostiziert werden.

Die Veränderungen auf dem Röntgenbild werden in vier Stadien eingeteilt:

  • Stadium 0 = Normalbefund
  • Stadium 1 = Vergrößerung der Lymphknoten an beiden Lungenwurzeln
  • Stadium 2 = wie Stadium 1, zusätzlich Lungenveränderungen
  • Stadium 3 = Lungenveränderungen ohne Vergrößerung von Lymphknoten
  • Stadium 4 = krankhafte Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge.

Feingewebliche Untersuchung

Für die feingewebliche Untersuchung wird in der Regel eine Gewebeprobe aus der Bronchialschleimhaut und der Lunge durch eine Lungenspiegelung gewonnen. Ebenfalls spritzt der Arzt während der Bronchoskopie etwas Flüssigkeit in das Bronchialsystem. Die gewonnene Spülflüssigkeit, die auch Zellen aus den Lungenbläschen enthält, wird im Labor analysiert.

Typisch für die Sarkoidose sind spezifische Gewebeknötchen (epitheloidzellige Granulome), in denen bestimmte Zellen vorherrschen, nämlich so genannte Epitheloidzellen und Riesenzellen sowie die Makrophagen als Fresszellen des Immunsystems. Die Knötchen sind von einem Wall aus Lymphozyten umgeben. Zeichen eines Gewebsuntergangs finden sich nicht.

Weitere Untersuchungen

Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, die ähnlich in Erscheinung treten können. Dazu zählt in erster Linie die Tuberkulose, weshalb immer ein Tuberkulintest durchgeführt werden muss.

Abgeklärt wird auch, ob neben der Lunge noch andere Organe von der Sarkoidose betroffen sind:

  • Zur Feststellung einer Augenbeteiligung sollte immer eine augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden
  • Das EKG weist in vielen Fällen Herzrhythmusstörungen verschiedener Art auf
  • ggf. Untersuchung durch einen Hautarzt, wenn Hautveränderungen vorliegen

Weitere evtl. notwendige Zusatzuntersuchungen richten sich nach den bisher erhobenen Befunden bzw. nach den von der Krankheit betroffenen Organen und Funktionsstörungen.

Verlaufsuntersuchung

Untersuchungen durch einen erfahrenen Arzt, in der Regel Pneumologen, sollten regelmäßig erfolgen.

  • Zur Verlaufskontrolle sollten regelmäßig, d.h. zunächst alle 3-6 Monate, Lungenfunktionstests durchgeführt werden.
  • Die Bestimmung des ACE im Blut kann einen Hinweis auf die Aktivität der Erkrankung liefern.

Weitere Untersuchungen, z.B. eine Röntgenaufnahme oder Computertomographie der Lunge, werden vom Arzt je nach erhobenem Befund angeordnet. Wichtig ist vor allem, mögliche Komplikationen frühzeitig nachzuweisen.

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