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Neben der Schilderung der Beschwerden und der körperlichen Untersuchung ist die Röntgenuntersuchung des Brustkorbs die wichtigste Untersuchung. Zusätzliche Untersuchungen sind häufig notwendig, um andere Erkrankungen abzugrenzen.
Krankengeschichte und körperliche Untersuchung
Am Anfang der Untersuchungen steht die Erhebung der Krankengeschichte. Diese ist beim Pneumothorax ohne erkennbare Ursache meist relativ kurz.
Der Arzt fragt
- wie und wann Luftnot und Schmerzen aufgetreten sind
- ob der Betroffene Raucher ist
- ob der Patient schon einmal einen Pneumothorax hatte
- ob andere Lungenerkrankungen bestehen, die den Pneumothorax verursacht haben könnten
Der Arzt wird die Lunge gründlich abhören und abklopfen und den Körper nach eventuellen Beeinträchtigungen des Herz- Kreislaufsystems untersuchen.
Röntgenuntersuchung
Mit dieser Untersuchung lässt sich ein Pneumothorax in den allermeisten Fällen zuverlässig diagnostizieren. Der Brustkorb wird dabei einmal von vorn und von einer Seite geröntgt, wenn möglich im Stehen und beim Ausatmen.
Typisch für den Spannungspneumothorax: der Raum zwischen den beiden Lungenflügeln ist zur Gegenseite verschoben und das Zwerchfell steht auf der betroffenen Seite tiefer. Die Röntgenaufnahme liefert auch Informationen über Art und Ausmaß zugrunde liegender Lungenerkrankungen. Falls sich der Verdacht auf einen Pneumothorax nicht bestätigt, ergeben sich Hinweise auf mögliche andere Ursachen für die Beschwerden des Patienten.
Computertomographie
Eine Röntgenschichtaufnahme des Brustkorbs - das Computertomogramm - hilft vor allem zu unterscheiden, ob tatsächlich ein Pneumothorax oder aber große Blasen in der Lunge vorliegen. Solche Blasen treten bei schwerer Lungenüberblähung (Lungenemphysem) oder bei chronisch verengten Bronchien auf und können mehr als die Hälfte des Raums eines Lungenflügels einnehmen. Die sichere Abgrenzung gegenüber einem Pneumothorax kann in der normalen Röntgenaufnahme schwierig oder unmöglich sein.
Auch können mit der Computertomographie sehr kleine krankhafte Prozesse gefunden und genauer zugeordnet werden. Dies trifft auch für die Ursachenforschung eines Pneumothorax zu, da kleine, unterhalb der Pleura gelegene Bläschen häufig Ausgangspunkt für einen Pneumothorax sind. Ebenso kann die Struktur der Lunge gut beurteilt werden, wodurch sich das Ausmaß einer vorbestehenden Lungenerkrankung gut abschätzen lässt.
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