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  Pleuraerguss - Entstehung  
 
Überblick     Entstehung    Symptome     Diagnose    Therapie
 
Wie entsteht ein Pleuraerguss?


Ein Pleuraerguss kann durch verschiedenste Erkrankungen verursacht werden:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

Die Pumpschwäche des Herzens führt dazu, dass Flüssigkeit nicht ausreichend aus dem Körper ausgeschieden wird. Sie sammelt sich als Ödeme in abhängigen Körperpartien und in Körperhöhlen an, wie z.B. im Pleuraraum. Dieser Erguss ist in der Regel eiweißarm.

Lungenembolie

Etwa 20 Prozent der Lungenembolien sind von einem meist kleinen Pleuraerguss auf der Seite der Embolie begleitet. Dieser Erguss verursacht in der Regel keine Probleme und verschwindet meist von alleine.

Entzündungen

Infektion durch Bakterien

Mehr als ein Drittel der von Bakterien hervorgerufenen Lungenentzündungen werden von einem Pleuraerguss begleitet. Meist geht er mit oder ohne antibiotischer Therapie zurück. Problematisch ist eine Besiedelung des Pleuraraumes durch Bakterien (=Empyem). Ein solcher Eiterherd muss in der Regel durch eine in örtlicher Betäubung eingelegte Drainage abgeleitet werden.

Infektionen durch Viren

Verschiedene Viren können einen Pleuraerguss verursachen, am häufigsten Adenoviren, seltener Grippeviren, Epstein-Barr-Virus u.a.

Tuberkulose

Früher war die Tuberkulose häufigste Ursache eines Pleuraergusses bei Patienten unter 40 Jahren. Heute ist sie abgelöst durch andere entzündliche Lungenerkrankungen. Der Nachweis der Tuberkulose ist dabei schwierig zu führen, da nur in 25 Prozent Bakterien aus dem Erguss isoliert werden können.

Tumore

Sowohl gut- als auch bösartige Geschwülste können einen Pleuraerguss verursachen.

Bösartige Tumore

Als maligne wird ein Pleuraerguss bezeichnet, der im Rahmen einer Krebserkrankung auftritt. Zwei Ursachen werden dabei unterschieden:

 bösartiger Tumor im Bereich des Rippenfells selbst: das seltene, so genannte maligne Mesotheliom kommt meist im höheren Lebensalter vor und ist häufig mit einem früheren Asbestkontakt assoziiert.
 Metastasen: Nahezu jeder Krebs kann Tochtergeschwülste im Pleuraraum absiedeln, am häufigsten das Bronchialkarzinom (30 Prozent der malignen Pleuraergüsse), gefolgt von Brustkrebs und bösartigen Erkrankungen lymphatischer Organe. Bei ca. 15 Prozent wird der Primärkrebs nicht gefunden.

Weitere Ursachen

 rheumatische Erkrankungen
 Verletzungen
 Erkrankungen, bei denen ein Pleuraerguss begleitend auftreten kann, wie z.B.

   Lebererkrankungen
 Nierenerkrankungen
 Stoffwechselstörungen, z.B. schwere Schilddrüsenunterfunktion
 Bauchspeicheldrüsenentzündungen
 angeborenen Erkrankungen der Lymphgefäße

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