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  Lungenrundherd - Ursachen  
 
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Welche Erkrankungen können sich hinter einem Lungenrundherd verbergen?


  Hinter einem Lungenrundherd können sich unterschiedlichste Erkrankungen verbergen. Etwa 60 Prozent der Lungenrundherde sind gutartig, wobei es sich meist um Granulome handelt; bei den übrigen 40 Prozent handelt es sich um bösartige Erkrankungen.

Granulome

Sie stellen etwa 40 Prozent aller Rundherde. Granulome (lat. Granum = Korn oder Samen) sind kleine entzündliche Knoten, die unter dem Mikroskop durch ihr charakteristisches Zellbild auszeichnen. Sie können sich in fast jedem Teil des Körpers bilden. Zu den Erkrankungen, bei denen Granulome vorkommen zählt u.a. auch die Tuberkulose.

Hamartome

Sie stellen die dritthäufigste Form des Lungenrundherds dar. Hamartome sind Tumore, die von einer Fehlentwicklung von Gewebe ausgehen und sich überall im Körper entwickeln können. In der Lunge wachsen sie langsam - ihre Größe verdoppelt sich etwa alle 14 Jahre - und gehen gewöhnlich ohne Symptome einher. Sie kommen in der Regel einzeln und in den Außenbereichen der Lunge vor. Männer sind häufiger als Frauen betroffen, ebenso Menschen zwischen dem 50.-60. Lebensjahr.

Hamartome sind im Röntgenbild oder in der Computertomographie gewöhnlich u.a. wegen ihren scharfen Grenzen und häufigen Kalkeinlagerungen gut abgrenzbar.

Andere gutartige Tumore

Weitere gutartige Tumore der Lunge können sein:

  • Fibrome: bestehen aus Bindewebe
  • Lipome: bestehen aus Fett
  • Leiomyome: bestehen aus glatten Muskelzellen
  • Hämangiome: bestehen aus ausgeweiteten Blutgefäße
  • Papillome: bestehen aus epithelialen Zellen

Pilzinfektionen

Auch Pilzinfektionen können sich als Lungenrundherd präsentieren. Während sie in Deutschland selten sind, kommen Pilzinfektionen insbesondere in manchen Regionen der USA sehr häufig vor. Auch US-Reisende können davon betroffen sein. Typische Pilzerreger sind Histoplasmose, Kokzidioidomykose und Blastomykose.

Landwirte können vermehrt Pilzen ausgesetzt sein und haben daher ein erhöhtes Risiko für einen Lungenrundherd.

Bösartige Lungenrundherde

Dreiviertel der bösartigen Lungenrundherde sind Lungenkrebse im Frühstadium, ein Viertel Tochtergeschwülste von Krebs aus anderen Körperregionen.

Lungenkrebs im Frühstadium ist häufig begrenzt und kann daher in der Regel durch eine Operation gut entfernt werden. Die Heilungschancen sind viel besser als bei Lungenkrebs in späteren Erkrankungsstadien. Etwa 25 Prozent aller Lungenkrebse präsentieren sich anfangs als Lungenrundherd.

Risikofaktoren

Lungenrundherde müssen so lange als bösartig betrachtet werden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Folgende Faktoren sprechen für das Vorliegen eines bösartigen Lungenrundherds:

  • Zigarettenrauchen
  • Alter älter als 45 Jahre
  • männliches Geschlecht
  • Atembeschwerden
  • Krebserkrankung in der Vorgeschichte: Bei Patienten mit bekanntem Krebsleiden außerhalb des Brustkorbs beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Tochtergeschwulst handelt, etwa 50-70 Prozent.
  • Umwelt- und Berufsrisiken: ausgedehnter Kontakt mit Asbest kann zur Entstehung von bösartigen Lungenrundherden führen.
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