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Erlaubt es der Gesundheitszustand des Patient und gibt es keine eindeutigen Hinweise dafür, dass der Herd gutartig ist, muss der Herd mittels einer Operation entfernt werden. Hinweise für Gutartigkeit sind der Nachweis durch eine Biopsie, der Nachweis des Herdes auf früheren Aufnahmen und keine Größenzunahme. Nach der Entfernung des Herdes wird das Gewebe unter dem Mikroskop vom Pathologen untersucht, der so in fast allen Fällen eine eindeutigen Diagnose stellen kann.
Je nach Lage des Herdes wird der Thoraxchirurg dem Patienten entweder eine offene Operation mit Eröffnung des Brustkorbs (Thorakotomie) oder eine minimal-invasive Operation (Schlüssellochoperation) vorschlagen.
Offene Operation
Operationstechnik
Bei einer Thorakotomie (Thorax = Brustkorb; -tomie = Schnitt) wird der Brustkorb seitlich etwa auf Höhe des 5. Zwischenrippenraumes eröffnet. Heute wird der Brustkorb in der Regel so eröffnet, dass dabei kaum Muskeln der Brustwand verletzt werden. Die Rippen werden auseinander gedrängt und der Herd wird mit einem schmalen Saum gesunden Lungengewebes entfernt.
Meist wird der Herd noch während der Operation vom Pathologen untersucht. Stellt sich dabei heraus, dass es sich um Lungenkrebs handelt, muss man den Lungenlappen entfernen, in dem sich der Herd befindet. Damit vermeidet man, dass der Tumor an der selben Stelle nachwächst.
Nach der Operation
Am Ende der Operation müssen Schläuche (Thoraxdrainagen) in den Brustkorb eingelegt werden, die überschüssige Luft, Blut und Sekret ableiten. Sie werden nach wenigen Tagen wieder entfernt. Die Patienten werden nach einer Thorakotomie meist für ein bis zwei Tag auf der Intensivstation überwacht. Der Krankenhausaufenthalt nach einer Thorakotomie beträgt etwa 8-12 Tage.
Typische Komplikation einer Thorakotomie sind Blutungen oder Nachblutungen und Luftleckagen.
Minimal-invasive Operation
Operationstechnik
Die minimal-invasive Operationsmethode ("Schlüssellochchirurgie") gibt es etwa seit 1990. "Minimal-invasiv" bedeutet, dass eine Optik in den Brustkorb eingeführt wird, die mit einer Videokamera verbunden ist - deshalb auch "video-assistierte" Operation. Über einen Monitor betrachtet der Thoraxchirurg das Innere des Brustkorbs und die Lungen. Mithilfe von weiteren, über kleine Schnitte eingebrachten Instrumenten, kann er verschiedene Operationen vornehmen. Im Vergleich zu herkömmlichen Operationstechniken sind die Hautschnitte kleiner und die Erholungszeit nach der Operation kürzer.
Minimal-invasive Operation des Lungenrundherds
Im Fall eines Lungenrundherds stellt der Chirurg fest, wo der Herd in der Lunge sitzt und entfernt ihn wie bei der Thorakotomie mit einem Saum gesunden Lungengewebes. Stellt sich bei der feingeweblichen Untersuchung während der Operation heraus, dass es sich um Lungenkrebs handelt, wird die Operation zu einer Thorakotomie erweitert und der betroffene Lungenlappen entfernt.
Bei der minimal-invasiven Operation kommt es seltener zu Komplikationen als bei der offenen Operation. Drainagen müssen jedoch ebenfalls eingelegt werden.
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